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Aufnahme Untergebiss Weisheitszähne

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9. Oktober 2020
Die Weisheitszähne – Antworten auf 6 wichtige Fragen

Weisheitszähne sind die letzten Zähne, die beim Erwachsenen durchbrechen. Von der Gebissmitte aus gezählt, sind es die achten Zähne. Nicht alle Menschen haben sie und diejenigen die sie haben, klagen häufig über Beschwerden. Das liegt daran, dass sie Überbleibsel aus der Vergangenheit sind, als die Kiefer der Menschen größer und die Ernährungsgewohnheiten andere waren.

1. Hat jeder Mensch vier Weisheitszähne?

Normalerweise sind in jedem Kiefer vier dritte Molaren (große Backenzähne) angelegt. Doch nicht bei jedem Menschen brechen sie in die Mundhöhle durch: Bei etwa 80% aller jungen Erwachsenen, verbleibt mindestens ein Weisheitszahn im Kiefer, oder bricht nur teilweise durch. Bei manchen sind sie gar nicht angelegt. Ab und zu gibt es auch Personen mit mehr als vier Weisheitszähnen. Diese Weisheitszähne sind selten voll ausgebildet und meist sehr klein.

2. Wann brechen Weisheitszähne im Normalfall durch?

Meistens brechen sie zwischen dem 18. und dem 25. Lebensjahr durch. In Ausnahmefälle ist ein früherer oder späterer Durchbruch möglich. Ob sie angelegt sind und wie das Wachstum voraussichtlich aussehen wird, kann der Zahnarzt anhand einer Röntgenaufnahme feststellen.

3. Woher weiß man ob die eigenen dritten Backenzähne durchbrechen?

Genau vorhersagen lässt es sich nicht. Der Zahnarzt kann auf dem Röntgenbild erkennen, ob ein Weisheitszahn angelegt ist und ob dieser ausreichend Platz im Kiefer hätte. Sind diese Voraussetzungen gegeben, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Zahn wachsen wird. Wenn jedoch die Platzverhältnisse im Kiefer sehr ungünstig sind, oder der Weisheitszahn schief angelegt ist, kann es sein, dass er nicht durchbricht.

4. Warum verursachen Weisheitszähne häufig Schmerzen?

Ab und zu verursacht auch der Durchbruch der dritten Backenzähne Schmerzen. Es kann zu Schwellungen und Rötungen am Zahnfleisch kommen, zu Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim Öffnen des Mundes. Es ist in jedem Fall empfehlenswert den Zahnarzt aufzusuchen, sobald Sie bemerken, dass Zahnschmerzen auftreten, ein Druckgefühl entsteht oder die Mundöffnung vermindert ist.

5. Müssen Weisheitszähne immer gezogen werden?

Früher wurden sie häufiger entfernt als heute. Wenn der Kiefer ausreichend Platz bietet und ein normales Zahnwachstum zu erwarten ist, spricht nichts für eine Entfernung des Weisheitszahnes. Wenn die dritten Molaren zwar da sind, aber nicht durchbrechen und keine Probleme bereiten, ist eine Operation ebenfalls meist nicht nötig. Sollte eine Operation nötig sein, so findet der Eingriff ambulant in örtlicher Betäubung oder in Kurznarkose statt.

6. Gibt es bei der Pflege der Weisheitszähne etwas zu beachten?

Wenn sich der Zahn noch im Durchbruch befindet und zum Teil mit Zahnfleisch bedeckt ist, benötigt er spezielle Aufmerksamkeit und Pflege. Es ist wichtig, dass der Zahn sorgfältig von Speiseresten und Belägen befreit wird, damit sich keine Entzündung entwickelt. Die normale Zahnbürste ist oft zu groß, um alle Stellen im hintersten Bereich des Mundes zu erfassen. Probieren Sie es stattdessen mit einer kleineren oder abgewinkelten Zahnbürste. Auch der Bürstenkopf der meisten elektrischen Zahnbürsten ist kleiner als derjenige gewöhnlicher Handzahnbürsten. Eine Mundspülung zum Abschluss ist ebenfalls empfehlenswert.
Die Pflege der dritten Backenzähne erfolgt im Rahmen der normalen Mundhygiene. Allerdings benötigen sie besondere Aufmerksamkeit, um beim Putzen „ganz hinten“ nicht vernachlässigt zu werden.

Fazit:

Die dritten Backenzähne fügen sich in vielen Fällen problemlos in den Kiefer ein und vervollständigen das Gebiss. Unter normalen Voraussetzungen sind keine Beschwerden zu erwarten, außer geringe Schmerzen beim Durchbruch. Bei guter Pflege können sie ein Leben lang erhalten bleiben. Kommt es doch einmal zu Zahnschmerzen oder sonstigen Beschwerden, melden Sie sich bitte in Ihrer Zahnarztpraxis.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Weisheitszähne? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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