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30. September 2020
How-To: Zahnersatz richtig reinigen

Auch die „dritten Zähne“ brauchen Pflege, ganz gleich, ob es sich um festsitzenden Zahnersatz (Brücke, Krone, Implantat) oder herausnehmbaren (Prothese) handelt. Nach jedem Essen bleiben Speisereste im Mund zurück, die auch an künstlichen Zähnen haften. Werden sie nicht regelmäßig beseitigt, haben Bakterien ein leichtes Spiel. Es kann zu unangenehmem Mundgeruch, Zahnsteinbildung und Entzündungen, bis hin zu Parodontitis kommen. Doch vorbeugen ist nicht schwer. Mit ein paar festen Gewohnheiten im Alltag, gelingt auch mit den „Dritten“ eine gute Zahnpflege.

Wie reinigen Sie Ihre künstlichen Zähne?

Festsitzenden Zahnersatz

In Form von Kronen, Brücken oder Implantaten reinigen Sie im Rahmen Ihrer gewohnten Zahnreinigung, es ist kein Extraaufwand notwendig. Putzen Sie 2 – 3 Mal täglich für 2-3 Minuten Ihre Zähne nach der Fones-Regel: Beißen Sie Ober- und Unterkiefer aufeinander und beginnen im Seitenzahnbereich die Zähne in kreisenden Bewegungen in Richtung Frontzähne zu putzen, auf der gegenüberliegenden Kieferseite verfahren Sie ebenso. Anschließend öffnen Sie den Mund und putzen mit kleineren kreisenden Bewegungen die Innenseiten der Zähne, wieder von hinten nach vorne. Zum Schluss putzen Sie die Kauflächen ebenfalls mit kleinen kreisenden Bewegungen. Die Zahnzwischenräume reinigen Sie mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen, so dass auch hier keine schädlichen Beläge entstehen. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf die Ränder von festsitzendem Zahnersatz legen, es ist wichtig, dass sich hier keine Bakterien anlagern. Den gut schließenden Kronenabschluss prüft der Zahnarzt bei jeder Kontrolluntersuchung in der Zahnarztpraxis.

Herausnehmbaren Zahnersatz

Auch Total- oder Teilprothese genannt, reinigen Sie zwei Mal täglich gründlich mit einer weichen Zahnbürste oder einer speziellen Prothesenbürste unter fließendem Wasser. Alle Oberflächen werden abgebürstet, so dass sich nirgendwo Belag festsetzen kann. Zahnpasta sollten Sie nicht verwenden, die darin enthaltenen feinen Schmirgelpartikel rauen die Oberflächen des Kunststoffes auf, was wiederum Ablagerungen begünstigt. Es kommt besonders bei der Pflege der künstlichen Zähne immer mal wieder zu Sprüngen oder Absplitterungen am Prothesenkunststoff, wenn er herunterfällt. Damit das nicht passieren kann, lassen Sie zum Schutz etwas Wasser ins Waschbecken laufen oder kleiden es mit einem Handtuch aus. Gleitet Ihnen das Ersatzstück doch einmal aus der Hand, so landet es weicher. Zur bakterienabtötenden Reinigung, der Desinfektion, können Sie entweder die Prothese mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen reinigen oder in Chlorhexidinlösung einlegen. Chlorhexidin bekommen Sie in der Apotheke, zusammen mit Tipps zur richtigen Anwendung.

Spezielle Reinigungstabletten können die mechanische Zahnreinigung nicht ersetzen, sie sind jedoch zur Ergänzung empfehlenswert. Wird der Ersatz beispielsweise über Nacht aus dem Mund genommen, so können Sie ihn in ein Reinigungsbad geben und anschließend gründlich abspülen. Achten Sie bitte auf die empfohlene Einwirkzeit und überschreiten Sie sie nicht. Der Prothesenkunststoff könnte ausbleichen oder sonstigen Schaden nehmen.

Fazit:

Festsitzende „Dritte“ erfordern keine besonderen Pflegemaßnahmen, die Reinigung läuft im Rahmen der gewohnten Mundhygiene mit. Bei herausnehmbarem Zahnersatz müssen Sie allerdings einiges beachten, wie der Verzicht auf scheuernde Reinigungsmittel, oder die Bruchgefahr. Empfehlenswert ist auch für die „dritten Zähne“ die regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt. Er kontrolliert unter anderem den Sitz der Prothese sowie die Abschlussränder von Kronen. Verfärbungen oder Aufrauungen können in der Zahnarztpraxis beseitigt und poliert werden.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zur Reinigung der „dritten“ Zähne oder allgemein zum Thema Zahnpflege? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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28. August 2020
Effektive Zahnpflege: Einfaches Zähneputzen reicht nicht.

Zahnpflege ist mehr als Zähneputzen!

Wir alle haben schon in der Schule gelernt, wie wichtig es ist, sich die Zähne zu putzen. Auch wenn sich die Empfehlungen zur Putztechnik verändert haben, ist der Kampf gegen Karies mit der Zahnbürste sehr wichtig. Leider vergessen viele Menschen jedoch, dass eine gute Zahnpflege und generelle Mundhygiene mehr umfasst als nur das eigentliche Bürsten – und sind dann überrascht, wenn der Zahnarzt schlechte Nachrichten hat. Besonders häufig ist dabei vorzeitiger Zahnausfall, weil das Zahnfleisch durch Entzündungen (Parodontitis) geschwächt wird, zurückweicht und letztlich den Zahn nicht mehr richtig halten kann.

Auch die Zwischenzahnkaries oder Approximalraumkaries ist eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust. Hier beginnt die Karies unbemerkt unter dem Approximalpunkt und unterminiert den Zahnschmelz. Erst wenn die Karies eine sehr große Größe erreicht hat, bricht die Zahnoberfläche ein. Dann ist die Karies allerdings meist schon sehr vorangeschritten. Es gibt zum Glück Abhilfe. Gute Zahnreinigung zu Hause und die Prophylaxe sowie halbjährliche Inspektion bei uns hilft Ihnen der Karies vorzubeugen und sie, sollte sie entstanden sein, so früh wie möglich zu beseitigen.

Zahnprobleme haben selten nur eine Ursache

Zähne leisten jeden Tag Schwerstarbeit und sollen idealerweise ein Leben lang halten. Sollte das nicht der Fall sein, kann es an verschiedenen Faktoren liegen. Zucker und säurehaltige Ernährung schwächt beispielsweise den Zahnschmelz und macht die Zähne anfälliger für Karies. Die typischen Karieslöcher entstehen aber durch Bakterien bzw. deren Stoffwechselprodukte. Sie ernähren sich vor allem vom Zucker. Doch das wäre gar kein so großes Problem, wenn die Zahnpflege stimmen würde. Denn das Zähneputzen entfernt Ablagerungen (und eben auch Kariesbakterien) von den Zähnen.

Welche Putztechnik wird empfohlen?

Es ist kein Geheimnis, dass beim Zähneputzen oft die Motivation fehlt. Die Gedanken sind meist woanders und früher aufgehört als vorgegeben wird auch. Auf Dauer entwickeln Sie dabei eine eigene Zahnputztechnik und vergessen, wichtige Stellen zu reinigen. Demnach empfiehlt es sich, beim Zähneputzen systematisch vorzugehen, um alle Zahnflächen zu erfassen und keinen Bereich beim Putzen zu vergessen. Mittlerweile gibt es mehrere Methoden. Welche davon für Sie am besten geeignet ist hängt von vielen Faktoren ab. Wir raten, die Zähne nach der Fones-Technik zu putzen. Diese Technik ist einfach zu lernen und deshalb auch für Kinder geeignet.

Wir empfehlen Erwachsenen eine fluoridhaltige Zahncreme zu verwenden, da der Wirkstoff Fluor die Remineralisierung der Zähne unterstützt. Für Kinder ist eine Kinderzahnpasta mit angepasstem Fluoridgehalt empfehlenswert. Ein zu heftiges (und auch zu häufiges!) Putzen kann außerdem zur Erosion von Zähnen führen. Besser ist es, eine mittlere oder weiche Zahnbürste zu nutzen und nicht zu viel Druck auszuüben.

Wichtig: Ein Abstand von mindestens 30 Minuten zwischen Essen und Zähneputzen sollte nicht unterschritten werden. Bestimmte Lebensmittel (z. B. Fruchstäfte) schwächen nämlich den Zahnschmelz vorübergehend durch die Einwirkung von Säuren.

Welche Zahnbürste soll es sein?

Mittlerweile empfehlen Zahnärzte – neben den klassischen Handzahnbürsten – elektrische, oszillierende Rundkopfzahnbürsten oder Schallzahnbürsten. Je nach Putztechnik, Fähigkeit oder Alter des Patienten. Die Effektivität dieser Zahnbürsten ist insbesondere an schwer zugänglichen Stellen im Mundraum besser als jede manuelle Variante. Außerdem verfügen manche Modelle über eingebaute Zeitschaltuhren um die richtige Zahnputzdauer (2-3 Minuten, mindestens 2x täglich) einzuhalten. Ebenfalls nützlich ist eine Funktion, die auf zu viel Druck beim Putzen aufmerksam macht.

Neben der Reinigung mit der Zahnbürste sollten Sie zudem vor dem Putzen regelmäßig Zahnseide und/oder Interdentalbürsten einsetzen. Zahnstocher sind hingegen nicht zu empfehlen, da sie häufig das Zahnfleisch verletzen. Diese Gefahr besteht allerdings auch bei Interdentalbürsten und Zahnseide, wenn sie zu dicht oder mit Gewalt am Zahnfleisch entlanggeführt werden. Mit etwas Übung ist das aber kein Problem. Das abschließende, sorgfältige Ausspülen mit geeignetem Mundwasser trägt ebenfalls erheblich zur Mundgesundheit bei.

Die professionelle Zahnreinigung oder die unterstützende Parodontitistherapie minimiert komplementär die Bakterienanzahl, reinigt die Zahnfleischtaschen, Glattflächen, Wangeninnenseiten und ggf. die Zunge und leistet so einen aktiven Beitrag zu Ihrer Mundgesundheit.

Fazit: Zähneputzen allein reicht nicht

Regelmäßige und sorgfältige Zahnpflege mit der richtigen Zahnputztechnik ist unverzichtbar. Selbst die besten Zahnbürsten kommen nicht in alle Ecken und Winkel des Gebisses. Insbesondere die Zahnzwischenräume sind problematisch, weil sich dort Essensreste ansammeln können. Zahnseide und Interdentalbürsten lösen dieses Problem. Zweimal im Jahr sollte die Mundhygiene durch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt komplettiert werden. Wer diese Regeln zur Zahngesundheit beachtet, kann Zahnfleischprobleme und vorzeitigen Zahnverlust effektiv und bis ins hohe Alter vermeiden.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Zahnpflege? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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29. Juli 2020
Prophylaxe – weil Vorsorge immer besser ist!

Was bedeutet Prophylaxe?

In der Zahnmedizin versteht man unter dem Begriff Prophylaxe alle vorbeugenden Maßnahmen, die Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates verhindern oder dafür sorgen, dass sie sich nicht verschlimmern. Die zwei Hauptsäulen guter Vorsorge sind einerseits die individuelle Mundhygiene und andererseits die professionelle Kontrolle und Pflege. Vernachlässigen Sie eine oder beide Säulen, löst das schlimmstenfalls verheerende Folgen für die Zahngesundheit aus.

Wie sieht die perfekte Vorsorge aus?

Um die eigenen Zähne möglichst ein Leben lang gesund zu erhalten, müssen sie täglich gründlich gepflegt werden. Doch gute Mundhygiene alleine reicht meist nicht aus. Ebenso wichtig sind die gesunde, zahnfreundliche Ernährung, der Kontrollbesuch beim Dentisten sowie die professionelle Zahnreinigung. Nur so können Erkrankungen wie beispielsweise Karies oder Parodontitis rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

1. Häusliche Prophylaxe – was können Sie für schöne, gesunde Zähne tun?

Die wichtigste Maßnahme ist eine gründliche, regelmäßige Mundpflege. Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zwei Mal am Tag drei Minuten lang. Die richtige Putztechnik ist für die Zahnpflege mit der manuellen Zahnbürste besonders wichtig. Es darf weder zu viel noch zu wenig Druck auf die Zähne ausgeübt werden, sonst kann der Zahnschmelz im Lauf der Zeit Schaden nehmen. Wir empfehlen, die Zähne nach der Fones-Technik zu putzen. Da diese Putztechnik besonders leicht zu erlernen ist, erweist sie sich bereits im Kindesalter als sinnvolle Methode. Angefangen wird mit den Außenflächen. Hierfür stellen Sie die Frontzähne aufeinander und führen die Zahnbürste -beginnend im Seitzahnbereich –  kreisend vom Oberkieferzahnfleisch zum Unterkieferzahnfleisch. Anschließend putzen Sie die Innenfläche bei geöffnetem Mund. Hier ebenfalls mit kleinen Kreisbewegungen. Anschließend reinigen Sie die Kauflächen mit kleinen rotierenden Bewegungen.

Die Zahnzwischenräume brauchen besondere Pflege, denn besonders bei Zahnengstand hat die Zahnbürste keine Chance, die Beläge zwischen den Zähnen zu erreichen. Mit zunehmenden Alter schwindet auch die Zahnfleischpapille zwischen den Zähnen, wodurch sich leichter Essensreste im Zwischenraum verkeilen können. Hier helfen Zahnseide und Interdentalbürsten. Am besten probieren Sie bei Ihrem nächsten Zahnarztbesuch die verschiedenen Möglichkeiten aus und lassen sich beraten.

Zum Abschluss der täglichen Putzroutine ist es empfehlenswert den Mund mit einer geeigneten Mundspüllösung auszuspülen. Fragen Sie das Fachpersonal Ihrer Zahnarztpraxis nach einem für Sie geeigneten Produkt.

Einmal wöchentlich remineralisiert die Verwendung eines speziellen fluoridhaltigen Gels die Zähne und macht sie härter und widerstandsfähiger.

TIPP:
Es kommt immer wieder vor, dass man nach dem Essen entweder keine Gelegenheit oder keine Zeit zum Zähneputzen hat. In solchen Fällen ist es gut, wenn Sie sich angewöhnen den Mund zumindest gründlich mit Wasser auszuspülen oder ein Kaugummi zu kauen. Dadurch reinigen Sie Speisereste, bevor sie sich an den Zähnen festsetzen können.

2. Professionelle Prophylaxe beim Zahnarzt

Viele Zahnerkrankungen können bereits zu Beginn vom Fachmann festgestellt werden, ohne dass sie beim Patienten Beschwerden verursachen. Regelmäßige Zahnchecks, am besten zweimal jährlich, sind daher sehr wichtig! Im Anschluss an den Kontrolltermin kann auf Wunsch die professionelle Zahnpflege erfolgen. Bei der Kontrolluntersuchung werden zunächst die Zähne und die Mundhöhle gründlich untersucht. Hierzu werden Mundspiegel und Sonde verwendet. Mittels Intraoralkameras werden dem Patienten gegebenenfalls Putzdefizite oder beschädigte Füllungen bzw. beschädigter Zahnersatz gezeigt. Außerdem können Röntgenaufnahmen, Vitalitätsprüfungen der Zähne und die Überprüfung des Zusammenbisses notwendig werden. Besteht der Verdacht auf eine Erkrankung, müssen weitere Methoden zur Untersuchung des Keimspektrums im Mund angewendet werden.

2.1. Die professionelle Zahnreinigung

Bei gesunden Patienten empfiehlt es sich meist zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung (PZR) beim Zahnarzt durchzuführen. Auch bei sehr gründlicher Mundhygiene kann es schwer zugängliche Stellen geben, an die der Patient selbst nicht herankommt, oder es setzt sich Zahnstein fest, welchen Sie mit der normalen Zahnbürste nicht beseitigen können. Für das zahnmedizinische Fachpersonal ist es jedoch kein Problem, das komplette Gebiss mit speziellen Instrumenten und Geräten gründlich zu reinigen. Zunächst werden sowohl die weichen, als auch die harten Beläge beseitigt. Dann werden die Zähne poliert, fluoridiert und zum Schluss werden noch individuelle Ratschläge zur Mundhygiene gegeben. Die PZR ist kein Ersatz für die eigene Mundhygiene, aber eine wichtige Ergänzung!

Fazit

Sie können also eine ganze Menge für Ihre Zahngesundheit tun. Das Bewusstsein etwas für die eigenen Zähne zu tun, sowie der Besuch beim Zahnarzt tragen maßgeblich dazu bei, die Mundgesundheit dauerhaft zu verbessern. Im Vergleich zu Personen, die keinen Wert darauf legen, sind Füllungstherapien und Zahnersätze wesentlich seltener notwendig. Denn aufgrund der regelmäßigen Kontrolle beim Zahnarzt kann rechtzeitig eingegriffen werden, sollte sich Karies oder Parodontitis entwickelt haben.

Wir sind für Sie da

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