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5. März 2021
Zahnpflege: Typische Missverständnisse – wir klären auf!

Wussten Sie, dass Karies trotz Zähneputzen entstehen kann? Oder dass Fruchtgummi die Zähne genauso schädigt, wie Schokolade? Über Zahnpflege existieren viele Irrtümer, die wir irgendwann unbewusst übernommen haben. So hat jeder Mensch sein eigenes Bild von der optimalen Zahnpflege. Doch es kann sich lohnen, dieses Bild einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

1. Die Zahnbürste ist noch zu gut, um sie auszuwechseln.

Es sind nicht immer die abgenutzten, verbogenen Borsten, die nach dem Austausch der Zahnbürste rufen. Auch etwas das man nicht sieht, nämlich eine große Anzahl an Bakterien, die sich im Bürstenkopf tummeln, macht einen Wechsel der Zahnbürste alle 2-3 Monate nötig. Nach einer Erkrankung, wie einer Halsentzündung oder einer Magen-Darm-Grippe, sollte die Bürste gewechselt werden, um die Krankheitserreger nicht erneut im Mund zu verteilen.

2. Je mehr Putzdruck ich ausübe, desto sauberer werden meine Zähne.

Viele glauben, je mehr Druck sie anwenden, umso sauberer werden die Zähne. Das stimmt jedoch nicht, denn zu viel Druck kann den Zähnen und dem Zahnfleisch sogar schaden. Im Lauf der Zeit wird der schützende Zahnschmelz abgeschrubbt und immer dünner. Dadurch sind die Zähne empfindlicher und anfälliger für Karies. Das Zahnfleisch kann durch zu kräftiges Putzen verletzt werden und sich zurückziehen. Freiliegende, schmerzende Zahnhälse sind die Folge.

3. Zähneknirschen ist harmlos und muss nicht behandelt werden.

Oft hört man, dass Zähneknirschen nichts weiter sei als eine lästige Angewohnheit. Das ist jedoch nicht richtig, denn das Zähneknirschen hat meist eine Ursache wie Stress oder Ängste, und kann sich in vielerlei Hinsicht negativ auswirken. Als erstes auf die Zähne selbst. Sie nutzen sich im Lauf der Zeit durch den Schmelzabrieb unter zu hoher Belastung schneller ab. Dadurch werden nicht nur die Zähne anfälliger, sondern auch die Bisslage kann sich verändern. Kiefergelenksbeschwerden können auftreten und sich in vielfältiger Form bemerkbar machen, beispielsweise mit Kopf- oder Nackenschmerzen.

Bei knirschenden Patienten sollte in jedem Fall eine entlastende, schützende Kunststoffschiene („Michiganschiene“) angefertigt werden und gleichzeitig der Ursache für das Zähneknirschen abgeklärt und beseitigt werden.

4. Zahnersatz und Implantate benötigen keine Pflege.

Das ist leider ebenfalls nicht richtig, da sich auch an künstlichen Zähne Beläge, Bakterien und Zahnstein festsetzen können. Diese Beläge können zwar keine Karies am Zahnersatz an sich verursachen, aber an der verbliebenen Zahnsubstanz und am Zahnfleisch anhaften und dieses schädigen. Es ist sehr wichtig, auch bei künstlichen Zähnen auf gründliche Mundhygiene zu achten und entzündliche Prozesse möglichst frühzeitig zu stoppen. Daher gilt auch bei Zahnersatz: Sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt sind der beste Garant für Ihre Zahngesundheit!

5. Ich habe keine Zahnschmerzen, also muss ich auch nicht zum Zahnarzt.

Zu einer optimalen Zahnpflege gehört der regelmäßige Besuch in der Zahnarztpraxis. Wir empfehlen zweimal im Jahr eine Kontrolluntersuchung in unserer Zahnarztpraxis, denn Beschwerden treten erst dann auf, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Der Zahnarzt kann eventuelle Veränderungen jedoch frühzeitig, zum Beispiel durch regelmäßige Bissflügelaufnahmen, erkennen und mit Ihnen gemeinsam gegensteuern. Vorsorge ist die beste Medizin!

Fazit:

Es gibt viele Fehlannahmen hinsichtlich der Mundhygiene: Wann es Zeit ist die Zahnbürste auszuwechseln, wieviel Druck beim Putzen ausgeübt wird, ob Zähneknirschen harmlos oder behandlungsbedürftig ist und viele weitere ungeklärte Fragen. Wir sind für Sie da, um diese Fragen zu beantworten und mit Ihnen Ihre individuelle Mundhygiene zu optimieren, damit Sie lange Freude an Ihrer Zahngesundheit haben. Mangelnde Mundpflege kann sich negativ auf den gesamten Organismus auswirken. Vorsorge ist besser als Nachsorge! Es ist erwiesen, dass durch die regelmäßige Prophylaxe die individuelle Zahngesundheit erheblich verbessert werden kann. 

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Zahnpflege? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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26. Februar 2021
Info für die Eltern: Das passiert beim Zahnwechsel Ihres Kindes

Wenn sich im Alter von etwa sechs Jahren die ersten Milchzähne lockern, erzählen viele Eltern ihren Kindern die Geschichte von der Zahnfee, die sich nachts den ausgefallenen Zahn unter dem Kopfkissen holt und dafür eine kleine Überraschung hinterlässt. Dieses Ritual erleichterte schon so manchem Kind den Abschied vom ersten Milchzahn.
Der Mensch entwickelt zwei komplette Garnituren von Zähnen: Zunächst das Milchgebiss, als Platzhalter für die bleibenden Zähne in den ersten zwei bis drei Lebensjahren. Anschließend, etwa ab dem 6. Lebensjahr, brechen die bleibenden Zähne durch. Diese Zeit des Zahnwechsels nennt man auch Wechselgebiss. Zuletzt brechen ab dem 16. und 24. Lebensjahr die vier Weisheitszähne durch das Zahnfleisch hervor, sofern diese angelegt sind. Wir erklären Ihnen, weshalb der Zahnwechsel stattfindet und wie dieser verläuft.

Weshalb fallen die Milchzähne überhaupt aus?

Während des Wachstums sorgt der Zahnwechsel dafür, dass das Verhältnis zwischen Kiefergröße und Anzahl/Größe der Zähne aufeinander abgestimmt wird. Mit anderen Worten: Die Kiefer müssen wachsen, um für alle bleibenden Zähne Platz zu schaffen. Während das Milchgebiss aus 20 kleineren Zähnen besteht, findet man im vollständigen bleibenden Gebiss meist 28-32 Zähne vor.

Wie verläuft der Zahnwechsel?

Er findet in mehreren Phasen statt, zwischen denen das Gebiss immer wieder zur Ruhe kommt. Die Funktionen der Zähne, wie Kauen und Sprechen, sind dabei durchgehend gewährleistet, mit kleinen Einschränkungen.

Der Zahnwechsel lässt sich in 3 Phasen unterteilen

1. Phase

Zunächst brechen im Alter von etwa 6 Jahren die ersten großen Backenzähne durch und stabilisieren die Lage der oberen und unteren Zähne zueinander. An dieser Stelle existiert kein Milchzahn, die bleibenden Backenzähne kommen zusätzlich hinzu. Zudem findet der Wechsel der Schneidezähne statt.

2. Phase

Ungefähr im Alter von neun bis zwölf Jahren, wechseln die kleinen Backen- und die Eckzähne, die zweiten großen Backenzähnen brechen durch. Diese Phase dauert bis zum 12. Lebensjahr.

3. Phase

Nicht jeder Mensch bekommt Weisheitszähne. Sie treten meist erst nach dem 17. Lebensjahr hervor. Oft reicht der Platz im Kiefer nicht aus, weshalb die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt wichtig ist, um die Weisheitszähne gegebenenfalls frühzeitig zu entfernen.

Diese Herausforderungen können auf Sie zukommen

  • Milchzähne die nicht ausfallen
  • Schief wachsende bleibende Zähne
  • Fehlende oder überzählig bleibende Zähne
  • Zahnform-Anomalien
  • zu tiefe Fissuren der Backenzähne (Vertiefungen in den Kauflächen, in denen sich eine Karies bei Kindern aufgrund der mangelnden Reinigungsmöglichkeit ausbreiten kann)

Für alle genannten Spezialfälle sind wir als Ihr Zahnarzt der optimale Ansprechpartner. Wir beraten Sie kompetent und einfühlsam rund um die Zahngesundheit Ihres Kindes.

So können Sie Ihr Kind beim Zahnwechsel unterstützen

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind während dieser Zeit sehr wichtig. Dem Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen können Sie durch eine gute Zahnhygiene vorbeugen. Auch bei Milchzähnen, darf die Zahnpflege nicht vernachlässigt werden. Sollten Sie bei Ihrem Kind dunkle Verfärbungen entdecken, sollten sie dies durch uns kurz begutahten lassen. Wenn der Zahnwechsel kurz bevorsteht, lockern sich die Zähne stetig. Vorsichtiges Wackeln unterstützen die Lockerung des Wackelzahnes. Gegen Entzündungen helfen Mundspüllösungen oder Salben. Achten Sie auf eine zahngesunde Ernährung ihres Kindes.

Fazit:

Das Wechselgebiss begleitet das Kind während mehrerer Phasen im Wachstum. Gerade während der ersten Phase können Erwachsene dem Kind den Zahnwechsel mit Geschichten und Ritualen von der Zahnfee oder der Zahnmaus erleichtern. Obwohl die ersten Zähne früher oder später ausfallen, müssen sie sorgfältig gepflegt werden, denn sie dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Damit Störungen oder Zahnerkrankungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können, empfehlen wir regelmäßige Besuche in unserer Zahnarztpraxis, für die Zahngesundheit der ganzen Familie.

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19. Februar 2021
Zahnseide: Weshalb Sie dem Zahnzwischenraum mehr Aufmerksamkeit schenken sollten

Wir bekommen von Kindesbeinen an beigebracht, dass Zahnpflege wichtig ist. Dabei wird jedoch oftmals die Reinigung der Zahnzwischenräume vergessen. Mit einer herkömmlichen Zahnbürste können diese Bereiche kaum erreicht und nur unzureichend gesäubert werden. Zahnseide kann Abhilfe schaffen. Denn eine mangelhafte Reinigung führt dazu, dass sich Bakterien in den Zwischenräumen ansammeln, die Zahnfleischerkrankungen, Karies oder Mundgeruch verursachen können.

Zahnseide: Die gängigsten Arten

  • Gewachste Interdentalseide: der dünne Wachsfilm sorgt dafür, dass die Seide leichter zwischen die Zähne gleitet. Sie eignet sich sehr gut für Menschen mit engem Zahnstand.
  • Ungewachste Interdentalseide:
    Sie fasert bei der Anwendung auf und reinigt dadurch sehr gründlich. Bei engen Zahnzwischenräumen gleitet sie schwerer hindurch als gewachste. Bei der Benutzung sollte darauf geachtet werden, dass keine Fasern zwischen den Zähnen verbleiben.
  • Interdentalseide mit Fluorid
    Sie bringt das zahnhärtende Fluorid genau an die Stellen, wo es dringend gebraucht wird. Die Kontaktpunkte zwischen den Zähnen sind häufig von Karies betroffen.

Zahnseide: Die richtige Anwendung

Die richtige Technik spielt eine entscheidende Rolle. Wir empfehlen die sogenannte „Wickeltechnik„, die wir Ihnen Schritt für Schritt vorstellen.

1. Schneiden Sie ein ca. 40cm bis 50 cm langes Stück ab und wickeln Sie sich die beiden Enden mehrmals um die Mittelfinger.

2. Ein 2,5 cm bis 5 cm langes Stück sollte zwischen den Fingern übrigbleiben.

3. Führen Sie die Seide mit sanften Zick-Zack-Bewegungen zwischen die Zähne.

4. Bilden Sie ein „C“: Legen Sie das entsprechende Stück in Form eines „C“ um den Zahn. Ziehen Sie es vorsichtig von der Wurzel zur Zahnkrone am Zahns entlang.

5. Während Sie von einem zum anderen Zahn gehen, rollen Sie ein neues Stück Seide vom Finger der einen Hand ab und rollen das benutzte Stück auf den Finger der anderen Hand auf. Der Daumen dient zur Orientierung.

6. Mit einer gründliche Zahnreinigung im Anschluss sorgen Sie für optimale Zahngesundheit.

Zahnseide: Wann und wie oft kommt sie zum Einsatz?

Am besten verwenden Sie sie einmal täglich am Abend vor dem Zähneputzen. So kann die Zahnbürste im Anschluss die gelösten Beläge vollständig beseitigen. Die kariesvorbeugenden Fluoride gelangen leichter in die Zahnzwischenräume. Verwenden Sie Interdentalseide immer nur einmal, da Bakterien an ihr haften bleiben.

Welche Risiken gibt es?

Durch unsachgemäße Anwendung kann es zu Zahnfleischbluten kommen. Bei einer starken Blutung suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Menschen mit Zahn-Vorerkrankungen sollten grundsätzlich mit dem Zahnarzt Rücksprache zu halten, bevor sie Interdentalseide verwenden.

Zur abrollbaren Zahnseide und der Fingertechnik, gibt es noch einige Alternativen. Zum einen Mundduschen mit kurzzeitigem starken Druck, z.B. Philips Airfloss – diese Methode ist vor allem bei älteren Patienten beliebt, da durch das Wasser-Luft-Gemisch die Zwischenräume mit hohem Druck gereinigt werden, dies aber keinerlei Schäden am Gewebe hinterlässt. Der wieder verwendbare Zahnseidehalter eignet sich gut für Menschen, die mit der Fingertechnik nicht so gut zurechtkommen. Die Seide wird einfach eingespannt und zwischen die Zähne geführt. Ebenso funktionieren Flossetten, das Einmalprodukt des Zahnseidehalters. Interdentalbürstchen eignen sich gut für größere Zwischenräume, Zahnspangenträger und Träger von festem Zahnersatz. Allerdings ist die Handhabung auch etwas umständlich, da bei zu festem Druck die Zahnseide in die Papille zwischen den Zähnen „schnalzt“ und diese schädigt. Zahnhölzer sollte man nur im Notfall verwenden, da auch hier die Versetzungsgefahr größer ist.

Fazit:

Zur gründlichen Mundhygiene gehört die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide. Es gibt verschiedene Produkte, Ihr Zahnarzt berät Sie gerne, welches das geeignetste für Sie sein könnte. Das falsche Produkt oder eine schlechte Technik können zu Komplikationen führen. Wir in der Zahnarztpraxis zeigen Ihnen gerne, wie Sie die Interdentalseide am besten verwenden.

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Haben Sie Fragen zur Verwendung von Zahnseide? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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9. Februar 2021
Zahnkrone: 5 Dinge, die Sie noch nicht wissen (aber sollten)

Zu festem – also nicht herausnehmbarem – Zahnersatz, gehört auch die Zahnkrone. Sie zählt zu den am häufigsten durchgeführten zahnärztlichen Behandlungen. Mittels der Krone baut man einen beschädigten Zahn in seinem ursprünglichen Aussehen wieder auf und stellt ihn in seiner Funktion wieder her. Der Zahn bleibt mitsamt der Wurzel erhalten. Eine Krone kann beispielsweise nach einem Zahnunfall, einer fortgeschrittenen Karieserkrankung sowie aus optischen oder funktionellen Gründen notwendig sein.

Es gibt verschiedene Arten von Kronen, die auf unterschiedliche Weise und aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Eine der angenehmsten Methoden ist die CEREC-Methode. Der Patient erhält in nur einer Sitzung seine individuelle, zahnfarbige (Teil-)Krone aus zirkonoxydverstärkter Keramik. Qualitativ hochwertig, ästhetisch dank individueller Bemalung und Glasur in unserem Speedfire-Ofen. In unserer Zahnarztpraxis arbeiten wir aus voller Überzeugung mit dem CEREC-System.

In diesem Artikel halten wir für Sie fünf wissenswerte Fakten rund um die Zahnkrone bereit.

1. Die verschiedenen Typen von Zahnkronen

Je nach Art und Größe des Zahndefektes gibt es unterschiedliche Kronenarten. Man unterscheidet zwischen Teil- und Vollkronen, je nachdem wie groß der Anteil des Zahnhartsubstanzverlustes ist. Ebenfalls werden die Zahnkronen aufgrund ihrer Funktion unterschieden. Einerseits können sie als Ersatzkronen für beschädigte Zahnsubstanz dienen, andererseits als Schutzkronen, zum Beispiel bei Bruxismus, oder als Verankerungskronen für eine Brücke. In dem Fall werden zwei Zähne als Brückenpfeiler beschliffen und überkront, zwischen Ihnen wird ein Brückenglied eingesetzt das den fehlenden Zahn ersetzt.

Es gibt unterschiedliche Kronentypen, die außer der CEREC-Krone laborseitig hergestellt werden. Diese sind:

1. Vollkeramikkronen: Das Gerüst besteht entweder aus einer monolithischen Zirkonoxyd-Schicht, die es von der Festigkeit her mit Metall aufnehmen kann. Darüber wird die Keramik in Handarbeit geschichtet, so dass das Ergebnis möglichst ästhetisch ist. Eine Keramikkrone oder Teilkrone ist momentan der Goldstandard, da dieser Typ Krone am verträglichsten ist.

2. Verblendmetallkeramik-Kronen: Hier besteht das Gerüst aus einer sehr harten Chrom-Kobalt-Molybdän Legierung oder einer dentalen Goldlegierung. Über diese Legierung wird Keramik aufgetragen und gebrannt. Ästhetisch im Kronenbereich ebenso schön wie die Vollkeramikkrone wird diese Variante heute nicht mehr bevorzugt, da bei einem Zahnfleischrückgang der Metallrand als dunkler Randbereich sichtbar wird. Mehrere Studien besagen, dass im Bereich dieses Metallrands die Schleimhaut häufig dauerhaft gereizt ist.

3. Nichtedelmetallkronen mit oder ohne Verblendung: Diese Variante stellt die preiswerteste Lösung dar. Allerdings ist der Tragekomfort durch den Aufbiss direkt auf das Metall und die Ästhetik nicht ansprechend. Ebenfalls kann eine gereizte Schleimhaut mit hoher Wahrscheinlichkeit entstehen.

2. Es gibt mehrere Befestigungsmöglichkeiten

Kronen müssen am vorbereiteten Zahnstumpf dauerhaft befestigt werden. Dies kann entweder durch Zementieren oder Kleben geschehen. Welche Befestigungsart Ihr Zahnarzt wählt, kommt auf das verwendete Material der Krone an.

3. Die erwartete Lebensdauer von Zahnkronen

Bei unserem Zahnersatz erhalten Sie Qualität aus Meisterhand. Sollte eine Krone innerhalb unserer Gewährleistung aufgrund eines Materialfehlers defekt werden, ersetzen wir Ihnen diese ohne weitere Kosten. Da sich Zähne und Zahnkronen im Laufe eines Lebens vielen Belastungen ausgesetzt sind, nutzen sich diese auch mit der Zeit ab. Die Haltbarkeit einer Krone hängt von dem individuellen Kariesrisiko, der Tendenz zu Bruxismus (Knirschen oder Pressen), der Zahnstellung und der Härte des Zahnes ab. Die Qualität der Arbeit sowie die Pflege durch den Patienten sind ebenfalls wichtig. In der Regel hält eine Zahnkrone 15-20 Jahre, manchmal aber auch erheblich länger.

4. Die optimale Pflege Ihrer Krone

Der Kronenrand ist eine optimale Stelle für Bakterien, um sich festzusetzen. So kann sich dort schnell Karies bilden. Um das zu verhindern, empfehlen wir den Gebrauch einer elektrischen Zahnbürste und im Anschluss die sorgfältige Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide. Die regelmäßige Kontrolle bei uns in der Zahnarztpraxis gewährleistet, dass wir kariöse Stellen frühzeitig entdecken und behandeln.

5. Wieviel übernimmt die Krankenkasse für Zahnkronen?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur ein Teil der Kosten. Der Eigenanteil liegt in etwa zwischen 300€ und 1.000€ pro Zahnkrone, je nach gewünschter Ausführung. Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie hohe Behandlungskosten vermeiden.

Fazit:

Kronen sind eine beliebte Therapiemethode, um beschädigte Zähne in Aussehen und Funktion wiederherzustellen. Unter guten Voraussetzungen und mit der richtigen Pflege, können sie bis zu 20 Jahre lang im Mund verbleiben. Die regelmäßige Kontrolle in unserer Zahnarztpraxis ist wichtig, um Karies am Kronenrand frühzeitig zu erkennen. Sollte für Sie eine Krone infrage kommen, so klären wir mit Ihnen gemeinsam, welcher Kronentyp für Sie in Frage kommt. Wir können Ihnen das gesamte Spektrum der Kronentechnik anbieten, inklusive der CEREC-Methode in einer Sitzung.

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3. Februar 2021
Schwangerschaft – Die optimale Zahngesundheit!

Wenn neues Leben heranwächst verändert sich vieles: Das Gewebe wird weicher, der Bauch größer, die Gelüste sind oft neu und manche Frau leidet unter Übelkeit in der Schwangerschaft. All das sind Folgen der gewaltigen Hormonumstellung, die sich auch auf die Mundgesundheit auswirken kann. Schwangere Frauen müssen besonders sorgfältig auf Ihre Zahnhygiene achten, denn Zähne und Zahnfleisch sind während dieser Zeit anfälliger für Entzündungen und andere Krankheiten.

Inwiefern beeinflusst die Hormonumstellung die Mundgesundheit?

1. Auswirkung auf das Zahnfleisch

Die Schleimhäute werden stärker durchblutet, sind weicher und reizbarer. Bakterien können sich schneller ansiedeln und Entzündungen verursachen. Häufiges Zahnfleischbluten ist oft das erste Anzeichen einer Schwangerschaftsgingivitis (Gingivitis = Zahnfleischentzündung), welche schlimmstenfalls zur Parodontitis führen kann. Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung kann das Risiko einer Frühgeburt signifikant erhöhen.

2. Magensäure

Viele werdende Mütter leiden unter Übelkeit und Erbrechen. Dabei gelangt Magensäure an die Zähne und greift den Zahnschmelz an. Vermeiden Sie das Zähneputzen direkt nach dem Erbrechen und spülen Sie zunächst den Mund mit Wasser aus, um die Säure zu neutralisieren.

3. Ernährung

Das ungeborene Kind ist im Mutterleib vollständig abhängig von der Mutter. Es holt sich die lebensnotwendigen Nährstoffe und Mineralien aus dem, was die werdende Mutter isst, trinkt und aus ihren Reserven. Bereits ab der 6.-8. Schwangerschaftswoche entwickeln sich beim Ungeborenen die ersten Zahnleisten, welche die Keimanlagen für die kommenden Milchzähne enthalten. Achten Sie daher besonders auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Meiden Sie zuckerhaltige Lebensmittel so gut es geht, sie führen zur Vermehrung der Kariesbakterien. Süßigkeiten sollten als Zwischenmahlzeiten generell vermieden werden. Wer nicht ganz auf Süßes verzichten möchte, kann zu den Hauptmahlzeiten etwas Zuckerhaltiges zu sich nehmen, sollte sich aber eine halbe Stunde später die Zähne putzen.

Wie wichtig ist der Zahnarztbesuch in der Schwangerschaft?

In dieser besonderen Zeit ist das Zahnfleisch anfälliger und werdende Mütter vermeiden dadurch manchmal das Zähneputzen aus Angst vor Schmerzen oder Blutungen. Wegen starker Übelkeit und empfindlichem Zahnfleisch haben einige Probleme, die Zahnpflege aufrechtzuerhalten. Wir empfehlen, während dieser neun Monate mindestens dreimal den Zahnarzt aufzusuchen:

Zur Prophylaxe zu Beginn der Schwangerschaft

Der Zahnarzt kontrolliert den allgemeinen Zustand Ihrer Zähne. Eine professionelle Zahnreinigung ergänzt diese Untersuchung optimal.

Im zweiten Schwangerschaftsdrittel

Zwischen dem 4. und 6. Schwangerschaftsmonat kann der Zahnarzt überprüfen, wie sich die Hormonumstellung auswirkt und ob die angewandte Zahnpflege ausreichend ist.

Zur Prophylaxe am Ende der Schwangerschaft

Kurz vor dem Geburtstermin, empfehlen wir einen letzten Zahnarztbesuch. Er kontrolliert nochmals, ob alles in Ordnung ist. So kann die frischgebackene Mutter die erste Zeit mit ihrem Baby genießen, ohne sich Sorgen um ihre Mundgesundheit machen zu müssen.

Wichtig:

Bei Zahnschmerzen oder Zahnfleischbluten sollten Sie dringend unsere Zahnarztpraxis aufsuchen, um negative Folgen, wie beispielsweise eine Parodontitis oder Karies, zu vermeiden.

Fazit:

Schwangere Frauen müssen besonders gut auf ihre Mundhygiene achten. Aufgrund der Hormonumstellung, kommt es einerseits zu weicherem Gewebe aber mitunter auch zu Übelkeit und Erbrechen, was wiederum die regelmäßige Zahnpflege negativ beeinflussen kann. Verwenden Sie je nach Bedarf:

  • weiche Kurzkopfzahnbürsten,
  • Zahnseide für die Zahnzwischenräume,
  • neutral schmeckende Zahnpasta,
  • alkoholfreies Mundwasser,

und spülen Sie öfter zwischendurch den Mund mit Leitungswasser aus.

Drei Kontrolluntersuchungen in unserer Praxis runden das zahnmedizinische Vorsorgeprogramm für Schwangere optimal ab.

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25. Dezember 2020
Zahnschmerzen bei Kälte oder Wärme: Ursachen und Tipps

Gesunde Zähne gehören zwingend zu einem ausgeglichenen Leben dazu. Sie sind die Voraussetzung für eine unbeschwerte und vollwertige Nahrungsaufnahme. Doch was passiert, wenn das Kauen von Gemüse und Obst aufgrund von Schmerzen qualvoll ist? Viele Menschen meiden warme Getränke wie Tee oder Kaffee oder verzichten auf Süßspeisen, weil sie Schmerzen in den Zähnen verspüren. Empfindliche Zähne bereiten fast jedem vierten Bundesbürger Zahnschmerzen. Die Ursache liegt auf der Hand: Zähne nutzen sich mit der Zeit ab. Falsche Ernährung und mangelnde Mundhygiene unterstützen diesen Prozess. Wir als Ihre Zahnärzte können Sie dabei unterstützen, diese Unannehmlichkeiten in den Griff zu bekommen.

Empfindliche Zähne: Das sind mögliche Ursachen

In Speisen und Getränken enthaltener Zucker fördern die Bildung von Säuren durch die Zucker umsetzenden Bakterien in der Mundhöhle. Hinzu kommen Speisereste, die sich in den Zahnzwischenräumen sammeln und durch die Verstoffwechslung durch die Bakterien ebenfalls in Säure umgewandelt werden welche wiederum zu Entzündungen führen können. Die Bakterien können sich auf den Glattflächen der Zähne oder am Zahnfleisch festsetzen und dort ihren Umsatz machen. Somit bildet sich ein sogenannter Biofilm oder auch Plaque. Dieser ist teilweise mit bloßem Auge erkennbar, abwischbar und weißlich bis gelblich. Wird dieser nicht entfernt, können Schäden an den Zähnen entstehen, was als Erosion bezeichnet wird. tatsächlich ist dies die Zerstörung durch die Säure. Durch die Zahnerosion baut sich der Zahnschmelz zunehmend ab. Die darunter liegenden Dentinkanäle sind mit Nervenenden durchzogen, die den Schmerzreiz an den tieferliegenden Zahnnerv weiterleiten können. So reagiert der Zahn schmerzhaft auf den Kontakt mit heißen und kalten Flüssigkeiten oder Speisen.

Mangelnde Mundhygiene kann somit auch zu einem Zahnfleischrückgang führen. Neben Karies gehört die sogenannte Paradontitis zu den häufigsten Zahnerkrankungen. Denn das Zahnfleisch leidet ebenso unter den schädlichen Bakterien bzw. deren Stoffwechselprodukten. Die Folge ist ein Rückgang des schützenden Zahnfleisches. Die daraufhin freiliegenden Zahnhälse können schmerzhaft reagieren.

Als weitere Gründe für den Abbau von Zahnschmelz gelten,
– das Knirschen mit den Zähnen,
– das Tragen von Piercings oder Dermal Anchors mit Zahn- oder Zahnfleischkontakt
– die übertrieben häufige künstliche Aufhellung der Zähne.

Empfindliche Zähne: Diese Unterstützung halten wir als Ihr Zahnarzt für Sie bereit

Durch eine regelmäßige Kontrolle können wir Schäden an Zähnen und Zahnfleisch frühzeitig erkennen. Eine professionelle Zahnreinigung beseitigt Zahnbelag und Zahnstein, der Zähne und Zahnfleisch schädigen kann. Hintergrund: Die Zahnbürste erreicht oft nicht alle Stellen im Mundraum. Vor allem in den Zahnzwischenräumen und an den hinteren Backenzähnen kann sich Plaque dauerhaft festsetzen. Bei der professionellen Zahnreinigung in unserer Zahnarztpraxis entfernen wir alle schädlichen Beläge

Für Betroffene, die unter Bruxismus (Zähneknirschen) leiden, fertigen wir eine an die Zähne angepasste Bissschiene an.Die Schiene verhindert, dass die zu starke Kaukraft über Nacht die Zähne übermäßig abnutzt. Das regelmäßige Tragen führt zu einer Entspannung des Kiefergelenks sowie der Muskulatur und verhindert gleichzeitig einen Abrieb des Zahnschmelzes.

Die tägliche Zahnpflege schützt empfindliche Zähne vor schädliche Einflüssen und beugt den Zahnfleischrückgang vor. Wichtig dabei ist die gründliche Reinigung des gesamten Mundbereichs. Die Zahnbürste entfernt Plaque vor allem auf den großen Flächen der Zähne. Wenn Sie eine elektrische Zahnbürste verwenden, ist es wichtig, dass Sie den Bürstenkopf auf dem Zahn leicht hin und her bewegen und so auch Rückstände an den Zahnrändern entfernen. Die hinteren Backenzähne sind durch die Kiefermuskeln schwerer zu erreichen. Damit die Zahnbürste besser in diesen Bereich des Mundes gelangen kann, schließen Sie während des Putzens leicht den Mund.

Die Zahnzwischenräume lassen sich auch mit der besten Zahnbürste schlecht reinigen. Mit Zahnseide oder Zwischenraumbürsten können Sie Speisereste auch dort einfach entfernen. So beugen Sie möglichen Zahnfleischentzündungen vor.

Sind die Zähne dauerhaft empfindlich können mehrere Methoden angewandt werden:

  • Fluoridierung zur Stärkung des Zahnschmelzes
  • Auftragen von Lacken um die Dentinkanäle zu versiegeln und somit die Schmerzweiterleitung zum Zahnnerv auszuschalten
  • Kunststoff-Füllungen als Schutzmaßnahme bei größeren Zahnhalsdefekten oder Erosionen

Fazit:

Als Patient können Sie viel für die Gesundheit Ihrer Zähne tun und damit Zahnschmerzen verhindern. Wer sich für seine Zähne bei jeder Mundpflege Zeit nimmt und nicht zu sehr schrubbt oder Kraft auf die Zähne ausübt, kann diese Probleme im besten Fall verhindern. Eine fluoridhaltige Zahncreme härtet zudem den Zahn und schützt ihn so vor schädlichen Einflüssen. Schutzlacke können eine länger anhaltende Linderung der Beschwerden bewirken und Kunststofffüllungen werden bei dauerhaft schmerzenden Zahnschäden herangezogen. Am Besten Sie melden sich bei uns wenn ihre Zähne dauerhaft empfindlich sind, in den meisten Fällen ist eine Linderung durch uns mit einfachen Mitteln möglich.

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7. Dezember 2020
Zahnfleischentzündung und jetzt? – 6 SOS Tipps

Sehr viele Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an einer Entzündung des Zahnfleisches, auch Gingivitis genannt. In einigen Fällen ist die Ursache harmlos und die Beschwerden lassen schnell nach. In anderen kann sich die Entzündung bis auf den Zahnhalteapparat ausbreiten und im schlimmsten Fall zu Zahnverlust führen. Deshalb ist es immer wichtig, der Ursache der Entzündung oder der Zahnschmerzen auf den Grund zu gehen und möglichst schnell für Abhilfe zu sorgen, am besten mithilfe Ihres Zahnarztes.

Was ist eine Gingivitis?

Man versteht darunter eine akute oder chronische Infektion des Zahnfleisches. Sie wird am häufigsten durch mangelnde Zahnpflege hervorgerufen. Ursache der entzündlichen Reaktion sind meistens Bakterien, in selteneren Fällen auch Viren oder Pilze. Aber auch Verletzungen des Zahnfleisches können zu einer Entzündung führen.
Die hormonell bedingte Gingivitis stellt einen Spezialfall dar. Sie kommt überwiegend während der Schwangerschaft oder unter Einnahme der Antibabypille vor und kann sich unbehandelt zur hormonellen Parodontitis weiterentwickeln. Auch hier ist dringend Abklärung durch den Zahnarzt nötig, um Folgeschäden wie Zahnverlust zu vermeiden.

Ursachen einer Zahnfleischentzündung

Medikamentöse Ursache

Viele Medikamente, sowohl verschreibungspflichtige als auch frei verkäufliche, haben als mögliche Nebenwirkung die Reduktion von Speichel. Dies erhöht das Risiko für eine entzündliche Reaktion des Zahnfleisches. Informieren Sie sich am besten über die Nebenwirkungen Ihrer Medikamente und achten Sie bei Mundtrockenheit besonders auf Ihr Zahnfleisch.

Infektiöse Ursache

Verschiedene Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze können eine Infektion im Mundraum verursachen. Beispielsweise wird die bekannte „Mundfäule“ durch eine Pilzinfektion verursacht.

Ernährungsbedürftige Ursache

Eine kalziumreiche, Vitamin B- und C-haltige Ernährung kann Zahnfleischentzündungen vorbeugen. Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse.

6 SOS Tipps bei einer Zahnfleischentzündung – Diese Hausmittel können Abhilfe schaffen:

1. Salbei- oder Kamillentee

Salbei und Kamille sind bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung. Sie können den Heilungsprozess in Form einer Mundspülung unterstützen.

2. Salzwasser

Lösen Sie einen Teelöffel Salz in einer Tasse warmem Wasser auf. Spülen Sie anschließend den Mund gründlich damit aus und gurgeln Sie mit der Salzlösung. Sie wirkt antibakteriell.

3. Ingwer

Schneiden Sie ein daumengroßes Stück Ingwer klein und übergießen Sie es mit heißem Wasser. Nach der Abkühlung haben Sie eine antibakterielle Mundspülung.

4. Ätherische Öle

Mundspülungen, die ätherisches Öl enthalten, wirken ebenfalls antibakteriell. Besonders hilfreich sind Produkte die Eukalyptusöl, grüne Minze, Nelkenöl, Rosmarinöl, oder Zitronenöl enthalten. Wichtig ist hier, diese Öle unbedingt verdünnt anzuwenden. Wenige Tropfen pro Becher genügen.

5. Ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene, vitamin- und ballaststoffreiche Kost wirkt sich positiv auf Ihre Zahngesundheit aus. Ist das Immunsystem intakt, so kommt es besser mit der Bekämpfung von Krankheitserregern zurecht.

6. Vitamin C & Vitamin D

Vitamin C ist beispielsweise in Kiwis, Zitrusfrüchten oder Gemüsesorten wie rote Paprika oder Kohl reichlich enthalten. Vitamin D-Mangel ist hierzulande besonders im Winter ein häufiges Problem. Nach Rücksprache mit Ihrem Arzt können Sie zusätzlich Vitamin D in Form von Tabletten oder Tropfen zu sich nehmen.

Zahnfleischentzündung vorbeugen: Die optimale Prophylaxe

Der beste Schutz vor einer Entzündung im Mundraum ist die gründliche, regelmäßige Zahnpflege: Zwei- bis drei Mal täglich: die Zahnzwischenräume mit Zahnseide säubern, die Zähne reinigen und abschließend eine Mundspülung durchführen. Gehen Sie 1-2 Mal pro Jahr zur Vorsorge zu Ihrem Zahnarzt. Wie ihr auf Sie zugeschnittenes Pflegeprogramm für Ihre Zähne aussieht, verraten wir Ihnen gerne. Wir erkennen bereits in einem frühen Stadium Veränderungen Ihres Zahnfleisches, wie Zahnfleischrückgang oder eine Entzündung, und können rasch dagegen vorgehen.

Fazit:

Viele Menschen haben mit Entzündungen des Zahnfleisches zu tun. Wichtig ist, dass die Ursache schnell gefunden und behoben wird, damit keine größeren Schäden an den Zähnen entstehen. Bei Zahnschmerzen oder Zahnfleischrückgang kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Besuchen Sie uns darüber hinaus 1-2 Mal pro Jahr zur Kontrolle, so sind Sie immer auf der sicheren Seite, was Ihre Zahngesundheit anbelangt.

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25. November 2020
Mundgeruch loswerden – 5 Tipps für den frischen Atem

Viele Menschen sind davon betroffen, ohne es selbst zu wissen. Sie werden erst auf das Problem aufmerksam, wenn sie taktvoll, aber offen darauf hingewiesen werden, dass sie schlecht aus dem Mund riechen. Die Ursachen können vielfältig sein, von der bekannten „Knoblauchfahne“ bis hin zu Zahn-oder Zahnfleischproblemen kommt vieles in Betracht. Der Fachbegriff für Mundgeruch ist „foetor ex ore“ (lat., übler Geruch aus dem Mund), wenn die Atemluft schlecht riecht, spricht man von „Halitosis“.

Mundgeruch – die häufigsten Ursachen

Neben den altbekannten Gründen dem Genuss von Zwiebeln, Kaffee oder Tabak, gibt es noch weitere:

Unzureichende Zahnpflege

Wer seine Zähne falsch oder zu wenig putzt, hat unweigerlich mit der Vermehrung von unerwünschten Bakterien zu tun, welche unangenehmen Geruch verursachen. Die Mundflora sollte sich immer in einem gesunden, ausgewogenen Bereich befinden. Kommt es zu vermehrten bakteriellen Ansammlungen, kann das schlechten Atem verursachen.

Belag auf der Zunge

Nicht nur die Zähne können von unerwünschten Bakterien befallen werden, sondern auch die Zunge. Dieser Belag kann weiß, gelb, rot, braun oder schwarz sein und verschiedene Ursachen haben. Er kann durch Speisereste verursacht sein, oder ein Hinweis auf Krankheiten wie beispielsweise Scharlach, Soor oder eine Erkältung sein. Auch bei manchen Mundspüllösungen, vor allem mit dem Wirkstoff Chlorhexidin, kann sich ein Belag bilden, der sich nach Absetzen der Spülung wieder verringert.

Zahnkrankheiten

Bestimmte Zahnerkrankungen wie Karies, Entzündungen des Zahnfleisches oder Parodontitis, können sich ungünstig auf den Geruch der Mundhöhle auswirken. Auslöser sind hier wiederum bestimmte Bakterien, welche Stoffwechselprodukte ausscheiden und das natürliche Gleichgewicht der Mundhöhle stören

Ernstzunehmende Krankheiten

Hinter üblen Gerüchen aus dem Mund können auch ernstere Ursachen stecken. Krankheiten wie Lungenentzündung, Diabetes, Magen-Darm-Erkrankungen oder Leben- oder Nierenversagen, machen sich unter anderem auf diese Weise bemerkbar.

Darum ist es wichtig, Mundgeruch nicht zu ignorieren und der Ursache auf den Grund zu gehen.

5 Tipps gegen Mundgeruch

1. Optimale Zahn – und Mundhygiene

Putzen Sie Ihre Zähne am besten drei Mal täglich für 2-3 Minuten. Reinigen Sie hierbei zuerst die Zahnzwischenräume mit Zahnseide, Ihre Zunge mit einem Zungenschaber, putzen Sie danach die Zähne und verwenden Sie zum Abschluss eine Mundspüllösung. Mehr zur optimalen Zahnpflege können Sie hier nachlesen.

2. Speichelfluss anregen

Ausreichender Speichel ist wichtig für eine gesunde Mundflora. Sie neutralisiert den Mundraum und wirkt antibakteriell. Bestimmte Lebensmittel wie rohes Gemüse, Äpfel und Nüsse regen den Speichelfluss an, ebenso zuckerfreier Kaugummi.

3. Alkoholkonsum reduzieren und das Rauchen vermeiden

Rauchen vermindert den Speichelfluss, genau wie der Alkoholkonsum. Verzichten Sie am besten auf beides, nicht nur im Hinblick auf eine intakte Mundhöhle, sondern auf den gesamten Körper.

4. Ausreichend Wasser trinken

Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser täglich. Dadurch regen Sie den Speichelfluss an und spülen Speisereste und Beläge von den Zähnen, noch bevor sie sich festsetzen können.

5. Ölziehen

Wer regelmäßig ölzieht, vermindert den Anteil schädlicher Bakterien und Beläge im Mund erheblich. Zudem ist Ölziehen eine hervorragende Möglichkeit, um das Zahnfleisch gesund zu erhalten.

Falls diese Tipps keine Besserung bewirken oder Mundgeruch mit Begleiterscheinungen auftritt, sollten Sie eine ärztliche Untersuchung in Anspruch nehmen, um ernstzunehmende Erkrankungen auszuschließen.

Fazit:

Unangenehmer Geruch aus dem Mund kann für alle Beteiligten belastend sein. Wenn der Betroffene nicht merkt, dass sein Atem für andere unangenehm riecht, sollte man ihn schonend darauf aufmerksam machen. Nur so kann die Ursache des Übels gefunden und mögliche Erkrankungen ausgeschlossen werden. Ein erster wichtiger Schritt ist die regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt. Wir können mögliche Zahnerkrankungen frühzeitig feststellen und Abhilfe schaffen.

Wir sind für Sie da

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Mundgeruch? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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16. November 2020
Worauf Sie bei Ihrer Zahnzusatzversicherung achten müssen!

In Deutschland decken gesetzliche Versicherungen den Großteil aller notwendigen medizinischen Behandlungen ab. Wenn es allerdings zu teuren Zahnversorgungen kommt, werden meistens nur Bruchteile der Kosten übernommen. An dieser Stelle kommt die Zahnzusatzversicherung ins Spiel. Sie ist eine private Versicherung, die Sie zusätzlich zu Ihrer gesetzlichen abschließen können. Der Zweck dabei sollte sein, die nicht übernommenen Mehrkosten abzudecken. Dabei versprechen viele Anbieter sogar eine 100 %-ige Kostenübernahme. Klingt das zu gut, um wahr zu sein?

Hierbei muss zuerst einmal betrachtet werden, welche Kosten die gesetzlichen Versicherungen tragen. Dafür gibt es einen vom Bundesausschuss festgelegten Betrag. Dementsprechend ist dieser bei jeder gesetzlichen Krankenkasse gleich. Seit diesem Jahr liegt der Festzuschuss bei 60 %. Dieser kann durch regelmäßige Vorsorge (Vermerk im Bonusheft) auf bis zu 75 % gesteigert werden. Das klingt im ersten Moment sehr viel, jedoch beziehen sich diese Zahlen nur auf die meist weniger schöne Regelversorgung.

Etwaige Mehrkosten werden NICHT übernommen. Dies bedeutet, wenn Sie beispielsweise aus ästhetischen Gründen eine andere Versorgung wünschen, wird trotzdem nur der Prozentsatz für den günstigeren Zahnersatz gezahlt.

Darüber hinaus muss beachtet werden, dass die Prozente abhängig von dem Befund Ihrer Zahnerkrankungen sind und das für Implantate jeglicher Art kein Anspruch besteht.

Das übernimmt Ihre Krankenkasse

Doch bevor Sie sich in den Dschungel der vielen Versicherungen stürzen, haben wir hier für Sie zum Vergleichen noch einmal eine Zusammenfassung Ihrer Kassenleistungen:

Vorsorge
Ja, Kontrolluntersuchungen
Ja, Zahnsteinentfernungen (1x pro Jahr)
Ja, Paradontitisfrüherkennung (alle 2 Jahre)
Nein, PZR
(Bonuszahlungen bei manchen Versicherungen)
Nein, Flouridierungsmaßnahmen

metallische Voll- und Teilkronen (Farbe: Gold/Silber):
Ja, zu 60 %

metallische Brücken:
Ja, zu 60 %

Verblendungen (Farbe: Ihrem Zahn entsprechend), aus Kunststoff:
Ja, zu 60 % im Bereich der Front- und Eckzähne
(aber nur die äußere Fläche dieser) sowie im Oberkiefer den zwei angrenzenden Zähnen und im Unterkiefer einen angrenzenden Zahn nach dem Eckzahn.
(ACHTUNG: aber NUR die äußere Fläche dieser. Auf der Kaufläche und an der Innenseite ist Metall zu sehen – und zu fühlen!)

Vollkeramiken (kein sichtbarer Unterschied zum natürlichem Gebiss):
Nein

Prothesen
Ja, zu 60 %
(Funktionsanalyse und deren Therapie sind nicht enthalten)

Nein: Funktionsanalyse – sie dient dazu, dass Sie Ihr Gebiss so benutzen, können wie es für Ihre Muskeln und Ihr gesamtes Kausystem am besten ist und sich für Sie am besten anfühlt

Nein: Funktionstherapie (zum Beispiel eine spezielle Schienentherapie zur Verbesserung von Kiefergelenksproblemen)

Implantatkronen:
Es wird Ihnen ggf. ein Festzuschuss in Höhe von ca. 350€ gewährt

Implantations-OPs oder Knochenaufbau:
Nein

Wie Sie sehen können, hilft Ihnen die gesetzliche Krankenkasse bereits an vielen Stellen aus. Jedoch bleiben auch viele Kosten insb. für die hochpreisigen Eingriffe offen.

Für wen ist also eine Zahnzusatzversicherung wirklich empfehlenswert?

Hierbei kommt es sehr auf Ihren eigenen Anspruch und Ihre Zahngesundheit an. Wenn Sie schlechte parodontologische Voraussetzungen oder Zahnerkrankungen haben, zum Knirschen neigen oder anderweitig Ihre Zähne und Kiefergelenke stark beanspruchen, ist eine Versicherung für Sie definitiv eine Überlegung wert.

Denn alle diese Krankheitsbilder können ihre Zähne und/oder Ihren Mundraum schädigen. Ob Zahnschaden, Zahnausfall oder Karies – hier kann ausgedehnter Zahnersatz nötig sein oder werden. Zum anderen können z.B. durch Bruxismus Ihre Kiefergelenke Schaden nehmen, wodurch OPs oder kieferorthopädische Behandlungen oder auch Zahnersatz nötig sein können. Des Weiteren ist es auch insb. für einen ästhetisch hohen Anspruch sinnvoll, denn natürlich schöner Zahnersatz kostet ein Vielfaches mehr als die Regelversorgung, fühlt sich allerdings auch genauso gut an wie die eigenen Zähne.

Darauf müssen Sie bei der Wahl einer Zahnzusatzversicherung achten

Auf dem Markt gibt es verschiedene private Zahnzusatzversicherungen, welche alle viele Versprechungen machen. Doch worauf kommt es wirklich an? Beachten sollten Sie immer die folgenden 4 Pfeiler:

Zahnvorsorge (Prophylaxe)
Zahnbehandlungen wie Füllungen, Wurzelbehandlungen o.Ä.
Zahnersatz und Funktionstherapie
Kieferorthopädie

Jede Zahnzusatzversicherung sollte für eine Komplett-Absicherung diese 4 Pfeiler enthalten. Wie viel von welchem Pfeiler dabei abgedeckt wird, unterscheidet sich zwischen den Anbietern. Hierbei ist es empfehlenswert unabhängige Vergleichsportale zu nutzen, um die für Sie wichtigen Schwerpunkte zu setzten. Beachten Sie dabei, dass eine 100 %-ige Kostenübernahme für bspw. Vollkeramikkronen nicht immer zutrifft.

Denn viele Anbieter werben zwar damit, dass man den Vertrag noch abschließen kann, wenn es eigentlich schon zu spät ist, aber dafür gibt es einige Einschränkungen.

So ändern sich zum einen die Preise: schließen Sie in jüngeren Jahren einen Vertrag ab, steigt der Preis mit dem Alter nicht so stark und es wird ggf. mehr übernommen. Bei Verträgen ohne Alterungsrückstellungen sind die Preise von Beginn an höher.
Kosten übernommen werden sollen. Dementsprechend können Sie zeitiger mit einem günstigeren Vertrag beginnen, bei dem z. B. nur 70 % der Mehrkosten übernommen werden und dann später zu einem höheren Satz wechseln. Dazu kommt, dass die 100 %-ige Kostenübernahme in der Regel erst nach mehreren Jahren eintritt. Denn schaut man genauer hin, gibt es meistens Jahreshöchstsätze. Diese werden, wenn Sie den Vertrag erst bei Behandlungsbeginn abschließen, noch nicht ihren Gesamtkosten entsprechen.

Auch immens wichtig ist Ihr Ausgangsbefund. Oft sind die juristischen Fallstricke unsichtbar und aufgrund eines Fehlers des Ausgangszustands im Gebiss oder die falsche verbleibende Zahnanzahl kann es sein, dass sich die Versicherung weigert, die Kosten zu übernehmen und Sie im schlimmsten Falle auf den Kosten Ihres Zahnersatzes sitzenbleiben

Leistungen, die meist nicht übernommen werden sind z.B. kosmetische Eingriffe wie Bleaching. Möchten Sie diese Leistung jedoch in Anspruch nehmen, sollten Sie direkt nach einem Unternehmen schauen, welches dies anbietet.

Der Versicherungsdschungel ist riesig und was für den einen prima funktioniert hat, kann für den Anderen eventuell nicht das Richtige sein. Wenn Sie eine Zusatzversicherung in Anspruch nehmen möchten, beschäftigen Sie sich bitte sehr intensiv damit und glauben Sie nicht alles was in der Werbung erzählt wird. Hier gilt das alte Sprichwort „Kein Mensch verschenkt Geld“.  Eine weitere Möglichkeit für einen Versicherungsabschluss ist die Inanspruchnahme eines objektiven(!) Versicherungsmaklers, der möglichst viele verschiedene Versicherer im Portfolio hat. Diese finden Sie über eine Suche im Internet, meist mit entsprechendem Bewertungsranking der Kunden. Dieser kann die für Sie passende Versicherung auswählen. Aber auch hier gilt: Je besser gepflegt ihre Zähne sind, wenn keine Zähne fehlen und keine Behandlungen momentan nötig sind, ist eine Zusatzversicherung preiswerter abzuschließen als wenn Sie gerade dringend eine Behandlung benötigen.

Fazit:

Letztendlich kann eine Zahnzusatzversicherung Geld sparen. Zähne sind täglich starken Belastungen ausgesetzt und verschleißen im Laufe der Jahre. Jedoch muss genau auf die Konditionen des Vertrages geachtet werden und dieser an Ihren Befund und Anspruch angepasst sein. Schließen Sie nicht den nächstbesten Vertrag ab, weil die Werbung des Versicherers Ihnen positiv in Erinnerung geblieben ist. Es lohnt sich immens, sich vor Vertragsabschluss intensiv in die Materie einzuarbeiten. Dies ist die sicherste Methode, aber sehr zeitaufwendig. Alternativ können Sie sich professionelle Hilfe in Form eines Versicherungsmaklers bzw. eines Experten einholen. Generell ist ein Vertragsabschluss preiswerter, wenn momentan kein Behandlungsbedarf besteht.

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30. Oktober 2020
Süßes oder Saures: Wie wichtig ist gesunde Ernährung für Ihre Zähne?

Morgen ist es wieder einmal so weit, Halloween steht vor der Tür und kleine schaurige Gestalten rufen „Süßes sonst gibt’s Saures!“. Mindestens genauso gruselig sind die Folgen einer ungesunden Ernährung durch zucker- und säurehaltige Lebensmittel in Form von Karies, Zahnerkrankungen bis hin zum Zahnverlust.

Weshalb ist eine gesunde Ernährung für die optimale Zahn-und Mundhygiene wichtig?

Eine zahngesunde und -schonende Ernährung hilft dabei, Zahnerkrankungen und Zahnverlust zu vermeiden. Daneben sind selbstverständlich regelmäßige Besuche bei uns als Ihr Zahnarzt, Zahnreinigungen sowie eine sorgfältige Zahnpflege von Nöten, um die Mundgesundheit aufrecht zu erhalten.

Wie sieht eine zahnschonende Ernährung aus?

Für eine zahnschonende Ernährung gibt es einiges zu beachten. Im Folgenden finden Sie verschiedene Lebensmittel und Tipps, die zu gesunden Zähnen beitragen können.

Mineralstoffhaltige Lebensmittel

Vor allem Nahrungsmittel, die das Mineral Fluorid enthalten, beispielsweise Tee, Mineralwasser, Fisch und fluoridiertes Speisesalz helfen den Zahnschmelz zu stärken, fördern die Speichelproduktion und unterstützen im Kampf gegen Karies.

Milchprodukte, vor allem Käse und Joghurt enthalten Kalzium und Phosphat und unterstützen so den Zahnschmelz. In vielen Nusssorten finden sich neben Kalzium auch einige Vitamine, Eisen, Magnesium und Zink, welche einen positiven Einfluss auf die Zähne sowie das Zahnfleisch haben.

Erhöhte Speichelproduktion durch Lebensmittel

Speichel neutralisiert Säure, enthält Mineralstoffe, die von den Zähnen aufgenommen werden und entfernt Essensreste. Vor allem durch ein ordentliches Kauen wird der Speichelfluss angeregt. Verschiedene Lebensmittel, wie Vollkornprodukte, Obst und Gemüse mit einem hohem Wasseranteil sowie Gemüsestreifen aus Paprika oder Möhren unterstützen dies ebenfalls.

Süßes oder Saures?

Zuckerhaltige Lebensmittel beschädigen die Zähne, indem sie die Kariesbildung fördern. Eine zahnschonende Ernährung ist folglich zuckerarm. Das bedeutet nicht, dass Sie komplett auf die süßen Teilchen verzichten müssen, jedoch sollten diese immer in Maßen genossen werden. Neben Süßigkeiten sind auch in vielen anderen Produkten wie z. B. Ketchup, viel Zucker enthalten. Vor allem auf klebrige zuckerhaltige Lebensmittel sollten Sie acht nehmen, da sie an Ihren Zähnen haften bleiben und so ein Schlemmerbuffet für Kariesbakterien entsteht.

Zuckerfreies Kaugummi kann bei der Zahnpflege unterstützend wirken, vor allem wenn man unterwegs ist, ist jedoch kein Ersatz für diese.

Für gesunde Zähne sollten Sie neben Süßem auch Säure reduzieren. Viele Lebensmittel, wie Obst, Fruchtsäfte, Limonaden, Wein und Essig enthalten Säure, obwohl man dies auf den ersten Blick vielleicht nicht erkennt. Säuren weichen den Zahnschmelz auf, lösen die Mineralien heraus und machen Zähne anfälliger für diverse Erkrankungen. Um eine säurearme Ernährung zu gewährleisten, sollten Sie diese Lebensmittel am besten auf einmal aufessen, also nicht stundenlang oder über den Tag verteilt genießen, so dass der Speichel hinterher wieder den PH- Wert neutralisiert und die Zähne remineralisieren kann. Werden säurehaltige Speisen stattdessen zum Beispiel über Stunden „immer mal wieder“ konsumiert, kann sich der pH-Wert im Mund nicht erholen und die Zähne werden geschädigt. Säure kann auch mit kalziumhaltigen Lebensmitteln, beispielsweise Milch oder Joghurt, neutralisiert werden. Also hinterher wenn möglich mit Wasser spülen.

So beugen Sie Schäden an Ihren Zähnen vor – im Überblick

  1. Greifen Sie einfach mal zu zahnfreundlichen und zuckerfreien Süßigkeiten und achten Sie darauf, nicht ständig über den Tag verteilt zu naschen.
  2. Wenn Sie naschen, naschen Sie lieber „1x ordentlich“ als mehrmals über den Tag verteilt. Das verkürzt den „Säureangriff“ im Mund.
  3. Auch die Förderung der Speichelproduktion kann Sie vor Zahnschäden schützen. Durch den Speichel werden die Zähne umspült und gereinigt.
  4. Indem man den Zahnschmelz durch fluoridhaltige Lebensmittel härtet, ist dieser weniger durch Säuren angreifbar. Hier auch Fluoridgele, Zahnpasta mit Fluorid sowie Mundspüllösungen.
  5. Eine gründliche Zahnpflege sowie regelmäßige Besuche bei Ihrer Zahnarztpraxis.

Sollten Sie Ihre Zähne direkt nach der Mahlzeit putzen?

Eine ausreichende Zahnpflege ist immer wichtig. Vor allem nach den Hauptmahlzeiten bietet sich ein regelmäßiges Zähneputzen und auch das Benutzen von Zahnseide an. Allerdings sollten Sie nach säurehaltigen Lebensmitteln eine halbe Stunde warten und dann erst die Zähne putzen. In dieser Zeit regeneriert sich der Zahnschmelz von der Säure.

Fazit:

Also, Süßes oder Saures? Bei einer zahnschonenden Ernährung gilt, dass Sie nicht komplett auf diese Lebensmittel verzichten müssen, jedoch in Maßen und in Kombination mit gründlicher Zahnpflege, professioneller Prophylaxe sowie regelmäßigen Besuchen in der Zahnarztpraxis inklusive Zahnreinigungen, sodass die Zähne langfristig gesund bleiben.

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26. Oktober 2020
Milchzähne – die optimale Zahnpflege von Anfang an!

Der Mensch entwickelt zunächst ein Milchgebiss, das beim Heranwachsen durch das bleibende Gebiss ersetzt wird. Die Milchzähne verdanken ihren Namen ihrer weiß-bläulichen Farbe, die an Milch erinnert. Der Schmelz der ersten Zähne ist weicher als der der bleibenden Zähne, darum sind sie anfälliger für Karies als die bleibenden Zähne.

Wann kommen Milchzähne und welche Funktionen nehmen sie ein?

Die ersten Zähne brechen meistens um den 6. Lebensmonat herum durch. Bis zum 30. Lebensmonat sind bei der Mehrzahl der Kinder alle 20 Zähne vorhanden. Die ersten Zähne füllen den kleinen Kiefer zunächst noch vollständig aus. Sie sind wichtige Platzhalter für die nachwachsenden Zähne. Zeigen Sie dem Zahnarzt bereits die ersten Zähnchen, um sicherzugehen, dass sie gesund sind und sich alles richtig entwickelt.

Tipps für eine positive Einstellung zur eigenen Mundhygiene

1. Gewöhnen Sie Ihre Kinder an die Zahnbürste

Je früher die Kinder an den Gebrauch einer Zahnbürste herangeführt werden, desto schneller wird das Zähneputzen als Selbstverständlichkeit erlebt. Selbst wenn ihr Baby noch keine Milchzähne hat, können Sie mit dem spielerischen Zähneputzen beginnen. Ihr Kind liebt es an Dingen zu saugen oder sie in den Mund zu nehmen. Es gibt Übungsbürsten für Säuglinge, die keine Borsten sondern nur einen weichen Bürstenkopf haben, mit dem Sie spielerisch anfangen können das Kind an das Aussehen und das Gefühl einer Zahnbürste zu gewöhnen. Mit zunehmendem Alter können Sie beginnen, das Zahnfleisch der Kinder mit der Bürste zu massieren oder schon vor dem ersten Zahndurchbruch dann auf eine Kinderzahnbürste umzusteigen. Spätestens mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne sollten Sie beginnen diese zu putzen.

2. Gewöhnen Sie Ihre Kinder an den Zahnarzt

Genau wie das Zähneputzen zur Selbstverständlichkeit werden sollte, sollte es auch ganz normal sein zum Zahnarzt zu gehen. Ihr Kind sollte, sobald Zähne durchgebrochen sind, auch halbjährlich in die Prophylaxe mit eingebunden werden. Bei den ersten Terminen geht es nur ums Kennenlernen. Nehmen Sie ihr Baby auf Ihren Schoß und wir spielen ein wenig mit dem Mundspiegel, lachen, zeigen wie man einen Handschuh aufpustet und erhaschen vielleicht sogar einen Blick auf die Zähne. Sie werden sehen, von Termin zu Termin wird es zu einer Tradition, dass die Kinder den Mund aufmachen, gerne Zähneputzen und und dass der Zahnarztbesuch als angenehm abgespeichert wird. Mit der Prophylaxe ist es genauso. Bei einem späteren Termin wird erstmalig ein Bürstchen benutzt um einzelne Verfärbungen zu entfernen oder um das Instrument kennenzulernen. So steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Sinne der (Mund-) Gesundheit Ihrer Kinder nichts im Wege!

Tipps für die optimale Pflege der Milchzähne

Sind die Milchzähne da, sollte man mit dem Putzen beginnen. Dabei sollten Sie auf einige Punkte achten, um perfekte Erfolge zu erzielen:

1. Die richtige Wahl der Kinderzahnpasta

Die Kinderzahnpasta sollte in jedem Fall Fluorid enthalten, das die Zähne remineralisiert und somit vor Karies schützt. Wichtig ist, den empfohlenen Fluoridgehalt dem jeweiligen Alter des Kindes anzupassen. Fluorid ist in angemessener Dosis völlig unschädlich und schützt nachweislich vor Karies.

2. Die Auswahl der Kinderzahnbürste

Die Kinderzahnbürste sollte immer dem Alter des Kindes und der Größe seines Kiefers angepasst sein. Es gibt spezielle Babyzahnbürsten und Kinderzahnbürsten. Sie sind auf die Platzverhältnisse im Mund abgestimmt und „wachsen“ mit dem Kind mit. Fröhliche Motive animieren die Kinder zur regelmäßigen Zahnreinigung. Wenn die Borsten erste Abnützungserscheinungen zeigen oder spätestens alle paar Wochen, sollte die Zahnbürste erneuert werden.

3. Die richtige Zahnputztechnik

Kinder brauchen bis etwa zum 9.Lebensjahr die Hilfe ihrer Eltern beim Zähneputzen. Vorher sind sie noch nicht in der Lage, alle wichtigen Stellen im Mund selbständig zu putzen, ein Nachputzen ist immer erforderlich. Im Baby- und Kleinkindalter übernehmen die Eltern die Zahnpflege komplett, indem sie die kleinen Zähnchen 1-2 Mal täglich mit einem erbsengroßen Stück Zahnpasta und einer geeigneten Zahnbürste reinigen. Wenn das Kind motorisch in der Lage ist die Zähne selbständig zu putzen, sollte es dies am besten nach der Fones-Technik tun, sie ist für Kinder am leichtesten erlernbar und am effizientesten. Dabei werden Ober- und Unterkiefer zusammengebissen und von hinten nach vorne mit kreisenden Bewegungen zunächst die Außenseiten der Zähne geputzt, anschließend die Innenseiten und zum Abschluss die Kauflächen. Bitte die Kinder nicht zu früh alleine putzen lassen. Hier müssen Sie am Ball bleiben und gegebenenfalls „Stichproben“ durchführen.

4. Die richtige Ernährung

Die Ernährung spielt eine sehr wichtige Rolle im Hinblick auf die Entwicklung des kindlichen Gebisses und seiner Gesunderhaltung. Zucker sollten Sie möglichst vermeiden, auch in Getränken. Am zahnfreundlichsten sind Wasser und ungesüßter Tee. Es spricht nichts dagegen, dem Kind ab und zu etwas Süßes zu geben, jedoch bedenken Sie dass es immer etwas dauert, bis sich nach jeder Gabe von Zucker oder Kohlenhydraten der Mundraum durch den Speichel wieder im Gleichgewicht befindet. Daher sollten im besten Falle danach die Zähne geputzt werden. Rohes Obst und Gemüse ist einerseits gut wegen der Vitaminzufuhr, andererseits werden die Zähne auf natürliche Weise gereinigt, wenn sie harte Nahrung zerkleinern und die Kaumuskulatur wird gestärkt.

5. Zahnputzritual einführen

Kinder lieben Rituale – führen Sie eines zum Zähneputzen ein! Putzen Sie beispielsweise gemeinsam mit ihrem Kind die Zähne (Vorbildfunktion!), zwischendrin darf das Kind Ihnen die Zähne putzen und zum Schluss putzen Sie alle Zähne des Kindes nach. Währenddessen darf es sich im Spiegel beobachten. Ihnen fällt sicherlich ein eigenes passendes Ritual ein.

Fazit:

Leben Sie eine positive Einstellung zum Zähneputzen und gewöhnen Sie ihr Kind frühestmöglich an eine Zahnbürste. Ab dem 1. Zahn sollte die Zahnreinigung täglich  erfolgen. Milchzähne sind wichtige Platzhalter für die bleibenden Zähne und brauchen besonders gründliche Pflege und Schutz. Besuchen Sie mit Ihrem Kind mindestens zweimal jährlich Unsere Zahnarztpraxis. Gemeinsam mit Ihrem Kind leben wir die Prophylaxe, so dass es zur Gewohnheit wird, dass beim Zahnarzt immer nur „nachgesehen oder saubergemacht“ wird. So wird der Zahnarztbesuch bei Kindern positiv „abgespeichert“ und sie freuen sich immer wieder aufs nächste Mal.

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28. August 2020
Effektive Zahnpflege: Einfaches Zähneputzen reicht nicht.

Zahnpflege ist mehr als Zähneputzen!

Wir alle haben schon in der Schule gelernt, wie wichtig es ist, sich die Zähne zu putzen. Auch wenn sich die Empfehlungen zur Putztechnik verändert haben, ist der Kampf gegen Karies mit der Zahnbürste sehr wichtig. Leider vergessen viele Menschen jedoch, dass eine gute Zahnpflege und generelle Mundhygiene mehr umfasst als nur das eigentliche Bürsten – und sind dann überrascht, wenn der Zahnarzt schlechte Nachrichten hat. Besonders häufig ist dabei vorzeitiger Zahnausfall, weil das Zahnfleisch durch Entzündungen (Parodontitis) geschwächt wird, zurückweicht und letztlich den Zahn nicht mehr richtig halten kann.

Auch die Zwischenzahnkaries oder Approximalraumkaries ist eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust. Hier beginnt die Karies unbemerkt unter dem Approximalpunkt und unterminiert den Zahnschmelz. Erst wenn die Karies eine sehr große Größe erreicht hat, bricht die Zahnoberfläche ein. Dann ist die Karies allerdings meist schon sehr vorangeschritten. Es gibt zum Glück Abhilfe. Gute Zahnreinigung zu Hause und die Prophylaxe sowie halbjährliche Inspektion bei uns hilft Ihnen der Karies vorzubeugen und sie, sollte sie entstanden sein, so früh wie möglich zu beseitigen.

Zahnprobleme haben selten nur eine Ursache

Zähne leisten jeden Tag Schwerstarbeit und sollen idealerweise ein Leben lang halten. Sollte das nicht der Fall sein, kann es an verschiedenen Faktoren liegen. Zucker und säurehaltige Ernährung schwächt beispielsweise den Zahnschmelz und macht die Zähne anfälliger für Karies. Die typischen Karieslöcher entstehen aber durch Bakterien bzw. deren Stoffwechselprodukte. Sie ernähren sich vor allem vom Zucker. Doch das wäre gar kein so großes Problem, wenn die Zahnpflege stimmen würde. Denn das Zähneputzen entfernt Ablagerungen (und eben auch Kariesbakterien) von den Zähnen.

Welche Putztechnik wird empfohlen?

Es ist kein Geheimnis, dass beim Zähneputzen oft die Motivation fehlt. Die Gedanken sind meist woanders und früher aufgehört als vorgegeben wird auch. Auf Dauer entwickeln Sie dabei eine eigene Zahnputztechnik und vergessen, wichtige Stellen zu reinigen. Demnach empfiehlt es sich, beim Zähneputzen systematisch vorzugehen, um alle Zahnflächen zu erfassen und keinen Bereich beim Putzen zu vergessen. Mittlerweile gibt es mehrere Methoden. Welche davon für Sie am besten geeignet ist hängt von vielen Faktoren ab. Wir raten, die Zähne nach der Fones-Technik zu putzen. Diese Technik ist einfach zu lernen und deshalb auch für Kinder geeignet.

Wir empfehlen Erwachsenen eine fluoridhaltige Zahncreme zu verwenden, da der Wirkstoff Fluor die Remineralisierung der Zähne unterstützt. Für Kinder ist eine Kinderzahnpasta mit angepasstem Fluoridgehalt empfehlenswert. Ein zu heftiges (und auch zu häufiges!) Putzen kann außerdem zur Erosion von Zähnen führen. Besser ist es, eine mittlere oder weiche Zahnbürste zu nutzen und nicht zu viel Druck auszuüben.

Wichtig: Ein Abstand von mindestens 30 Minuten zwischen Essen und Zähneputzen sollte nicht unterschritten werden. Bestimmte Lebensmittel (z. B. Fruchstäfte) schwächen nämlich den Zahnschmelz vorübergehend durch die Einwirkung von Säuren.

Welche Zahnbürste soll es sein?

Mittlerweile empfehlen Zahnärzte – neben den klassischen Handzahnbürsten – elektrische, oszillierende Rundkopfzahnbürsten oder Schallzahnbürsten. Je nach Putztechnik, Fähigkeit oder Alter des Patienten. Die Effektivität dieser Zahnbürsten ist insbesondere an schwer zugänglichen Stellen im Mundraum besser als jede manuelle Variante. Außerdem verfügen manche Modelle über eingebaute Zeitschaltuhren um die richtige Zahnputzdauer (2-3 Minuten, mindestens 2x täglich) einzuhalten. Ebenfalls nützlich ist eine Funktion, die auf zu viel Druck beim Putzen aufmerksam macht.

Neben der Reinigung mit der Zahnbürste sollten Sie zudem vor dem Putzen regelmäßig Zahnseide und/oder Interdentalbürsten einsetzen. Zahnstocher sind hingegen nicht zu empfehlen, da sie häufig das Zahnfleisch verletzen. Diese Gefahr besteht allerdings auch bei Interdentalbürsten und Zahnseide, wenn sie zu dicht oder mit Gewalt am Zahnfleisch entlanggeführt werden. Mit etwas Übung ist das aber kein Problem. Das abschließende, sorgfältige Ausspülen mit geeignetem Mundwasser trägt ebenfalls erheblich zur Mundgesundheit bei.

Die professionelle Zahnreinigung oder die unterstützende Parodontitistherapie minimiert komplementär die Bakterienanzahl, reinigt die Zahnfleischtaschen, Glattflächen, Wangeninnenseiten und ggf. die Zunge und leistet so einen aktiven Beitrag zu Ihrer Mundgesundheit.

Fazit: Zähneputzen allein reicht nicht

Regelmäßige und sorgfältige Zahnpflege mit der richtigen Zahnputztechnik ist unverzichtbar. Selbst die besten Zahnbürsten kommen nicht in alle Ecken und Winkel des Gebisses. Insbesondere die Zahnzwischenräume sind problematisch, weil sich dort Essensreste ansammeln können. Zahnseide und Interdentalbürsten lösen dieses Problem. Zweimal im Jahr sollte die Mundhygiene durch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt komplettiert werden. Wer diese Regeln zur Zahngesundheit beachtet, kann Zahnfleischprobleme und vorzeitigen Zahnverlust effektiv und bis ins hohe Alter vermeiden.

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