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19. März 2021
Zahnschmelz: Warum die Schutzhülle Ihrer Zähne so wichtig ist

Wussten Sie, dass die härteste Substanz des menschlichen Körpers der Zahnschmelz ist? Der Zahnschmelz bildet die äußerste Schicht der Zähne. Er besteht zu 95% aus aus anorganischen Substanzen wie Calcium, Phosphor, Natrium, Magnesium und zu einem kleinen Anteil aus Proteinen und Fetten, die zum Schmelzaufbau nötig sind. Der Schmelz ist die natürliche Schutzhülle der Zähne. Er schützt vor Bakterien, Abnutzungsschäden und gleicht Temperaturschwankungen aus. Ist der Schmelz beschädigt, so lässt er sich nicht mehr auf natürliche Weise herstellen, er kann sich nicht selbst regenerieren.

So macht sich der Abbau des Zahnschmelzes bemerkbar

Unsere Zähne sind täglich säurehaltigen Lebensmitteln ausgesetzt. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an, indem sie ihn entmineralisieren. Der Speichel sorgt dafür, dass sich der PH-Wert nach den Mahlzeiten wieder neutralisiert, sodass Zähne und Schmelz geschützt sind.
Ein Zahnschmelzabbau macht sich durch folgende Symptome bemerkbar:

  • Risse
  • Splitter
  • Kerben
  • Verfärbungen
  • Temperaturempfindlichkeit

Ursachen für Zahnschmelzabbau

Der Schmelzabbau ist ein natürlicher Prozess, der mit zunehmendem Alter einhergeht. Durch Abnutzung der Zähne beim Kauen, kann sich die natürliche Schutzschicht abnutzen.
Es kann aber auch aufgrund folgender Einflüsse zu einem frühzeitigen Abbau kommen:

1. Zähneknirschen oder -pressen
2. Zu starkes Putzen
3. Weißmacher-Zahnpasten mit scheuernden Partikeln
4. Säurehaltige Lebensmittel

So können Sie den Zahnschmelz schützen

Auf die richtige Zahnpflege kommt es an

Wichtig ist die richtige Zahnputztechnik. Zu festes Bürsten schadet dem Schmelz, zu sanftes Bürsten kann Zahnbelag begünstigen, der später zu Karies führt. Putzen Sie Ihre Zähne am besten nach jedem Essen, mindestens jedoch zwei Mal am Tag. Allerdings sollten Sie nach der Mahlzeit 30 Minuten bis zum Zähneputzen warten. Die Säure in Lebensmitteln macht die Zähne angreifbar. Nach einer halben Stunde ist die Säure neutralisiert und die Zähne können geputzt werden. Verwenden Sie fluoridierte Zahnpasta. Sie remineralisiert die Zähne und schützt vor Karies. Haben Sie unterwegs keine Zahnbürste zur Hand, spülen Sie den Mund zumindest mit Leitungswasser aus, damit keine Essensreste an den Zähnen haften bleiben. Auch ein Zahnpflegekaugummi leistet gute Dienste.

Ernährung

Achten Sie auf eine kalziumreiche Ernährung, sie stärkt die Zähne. Zucker- oder säurehaltige Lebensmittel sollten Sie zügig zu sich nehmen, nicht über den ganzen Tag verteilt, sonst wären die Zähne einem ständigen Säureangriff ausgesetzt. Trinken Sie nach dem Essen ein Glas Milch oder Wasser, das hilft, die Säure zu neutralisieren.

Zahnarztbesuch

Besuchen Sie zwei Mal pro Jahr Ihren Zahnarzt. So können schädigende Einflüsse oder Prozesse rechtzeitig erkannt und gestoppt werden. Patienten, die knirschen, bekommen eine Knirscherschiene verordnet, Patienten, die ihre Zahnpflege nicht optimal ausführen, bekommen von uns Tipps zur Verbesserung und so weiter.

Fazit:

Der Schmelz ist der natürliche Schutz unserer Zähne. Ist er erst einmal abgenutzt, lässt er sich nicht mehr auf natürliche Weise regenerieren. Wir können jedoch eine Menge tun, um unsere Zähne gesund und kräftig zu erhalten. Achten Sie auf eine gute Mundhygiene, meiden Sie Süßes und säurehaltige Lebensmittel, beziehungsweise nehmen Sie sie nicht über den ganzen Tag verteilt zu sich. Besuchen Sie uns regelmäßig in unserer Zahnarztpraxis, so können wir gemeinsam schädliche Einflüsse erkennen und beheben, bevor es zu Schädigungen an den Zähnen kommt.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Zahnschmelz? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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12. März 2021
Zahnstein: Entstehung, Behandlung und Vorbeugung

Schöne, gepflegte Zähne sind immer ein Hingucker. Ein gewinnendes Lächeln kann mehr aussagen als tausend Worte. Um die Zähne sauber und gesund zu erhalten, müssen wir sie unser Leben lang mit guter Pflege unterstützen und leider immer wieder gegen Zahnbeläge ankämpfen. Man unterscheidet zwei Arten von Zahnbelag: Den harten, verkalkten und den weichen, der auch als Plaque bekannt ist. Den weichen Belag können Sie gut mit Zahnbürste und Zahnseide selbst beseitigen, für die Entfernung der harten Beläge sollten Sie den Zahnarzt aufsuchen. Zahnstein ist das Ergebnis eines hartnäckigen Zahnbelags. Er ist nicht nur optisch unschön, sondern er kann auch zu Entzündungen und Zahnerkrankungen wie Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) oder Gingivitis (Zahnfleischentzündung) führen. Er sollte daher in regelmäßigen Abständen beseitigt werden.

Zahnstein: Was ist das und wie entsteht er?

Es handelt sich dabei um mineralisierten Zahnbelag (Plaque). Im Speichel sind Mineralien enthalten, die die Zähne remineralisieren. Diese Mineralien durchsetzen aber auch den Belag und erhärten ihn schichtweise.

Die Zahnsteinbildung findet in vier Phasen statt:

1. Bildung eines dünnen Plaquefilms.
2. Mikrobielle Erstbesiedelung durch kugelförmige Bakterien.
3. Verschmelzung der Kolonien verschiedener Bakterien.
4. Mineralisierung des Zahnbelags.

Der harte Belag kommt in verschiedenen Verfärbungen vor. Anfangs ist er weiß-gelblich, mit der Zeit verfärbt er sich aufgrund der in der Nahrung enthaltenen Farbstoffe ins Bräunlich-Schwarze, aber auch andere Verfärbung ist möglich.

Er tritt am häufigsten an den Stellen auf, die in der Nähe der Speicheldrüsen liegen, beispielsweise an den unteren Schneidezähnen. Am Ausgang der Drüsen ist die Konzentration an Mineralien am höchsten.
Wichtig: Zahnstein kann sich nur dort bilden, wo Zahnbelag vorhanden ist. Je gründlicher die Zähne gereinigt werden, auch in den Zwischenräumen, umso geringer ist das Risiko der Zahnsteinbildung.

Zahnstein: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Im Gegensatz zu weichen Belägen, die man mit Zahnseide und Zahnbürste entfernen kann, ist der harte Belag sehr fest verhaftet und kann nur vom Zahnarzt oder einer Prophylaxeassistentin mit speziellen Geräten, wie Küretten oder einem Ultraschallgerät, entfernt werden. Wir raten daher zu regelmäßiger professioneller Zahnreinigung, je nach Verschmutzungsgrad, durchschnittlich ca. zwei Mal pro Jahr.

Zahnstein: Wie kann ich die Entstehung von hartem Belag verhindern?

Um harte Beläge zu verhindern, gelten die gleichen Maßnahmen, wie die, um grundsätzlich Plaque zu verhindern.
Das Allerwichtigste ist die gründliche und regelmäßige Zahnpflege, das gilt auch für festen und herausnehmbaren Zahnersatz. Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zwei Mal am Tag, gründlich mit fluoridierter Zahnpasta. Einmal pro Tag sollten Sie vor dem Putzen die Zahnzwischenräume mit Zahnseide gereinigt werden.
Prothesen spülen Sie nach dem Essen gründlich mit Wasser ab und reinigen sie mit einer weichen Zahnbürste und etwas Flüssigseife, die Sie anschließend sorgfältig abspülen.
Schränken Sie den Genuss von zuckerhaltigen Lebensmitteln auf wenige Male pro Tag ein und geben Sie Ihren Zähnen die Chance sich durch den Speichel wieder zu remineralisieren – sprich, legen Sie nicht gleich wieder Nahrung nach.

Wir raten Ihnen, zwei Mal jährlich zur Kontrolle in unsere Praxis zu kommen – das Intervall zur professionellen Zahnreinigung legen wir mit Ihnen gemäß ihrer Mundhygiene und den individuellen Gegebenheiten der Zahnsteinbildung und Verschmutzung fest.

Fazit:

Hartnäckige Zahnbeläge sind für uns alle ein lästiger, lebenslanger Begleiter, der durch natürliche Prozesse im Mund entsteht. Er kann sich aber nur dort bilden, wo unzureichend gereinigt wurde. Je gründlicher die Mundhygiene, umso weniger Zahnsteinbildung. Besuchen Sie uns zwei Mal pro Jahr für die Durchsicht und die Festlegung Ihres Intervalls der professionellen Zahnreinigung. So können Sie immer sicher sein, dass wenig Folgeerkrankungen und Schäden an ihren Zähnen entstehen.

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Haben Sie Fragen zum Thema Zahnstein? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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5. März 2021
Zahnpflege: Typische Missverständnisse – wir klären auf!

Wussten Sie, dass Karies trotz Zähneputzen entstehen kann? Oder dass Fruchtgummi die Zähne genauso schädigt, wie Schokolade? Über Zahnpflege existieren viele Irrtümer, die wir irgendwann unbewusst übernommen haben. So hat jeder Mensch sein eigenes Bild von der optimalen Zahnpflege. Doch es kann sich lohnen, dieses Bild einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

1. Die Zahnbürste ist noch zu gut, um sie auszuwechseln.

Es sind nicht immer die abgenutzten, verbogenen Borsten, die nach dem Austausch der Zahnbürste rufen. Auch etwas das man nicht sieht, nämlich eine große Anzahl an Bakterien, die sich im Bürstenkopf tummeln, macht einen Wechsel der Zahnbürste alle 2-3 Monate nötig. Nach einer Erkrankung, wie einer Halsentzündung oder einer Magen-Darm-Grippe, sollte die Bürste gewechselt werden, um die Krankheitserreger nicht erneut im Mund zu verteilen.

2. Je mehr Putzdruck ich ausübe, desto sauberer werden meine Zähne.

Viele glauben, je mehr Druck sie anwenden, umso sauberer werden die Zähne. Das stimmt jedoch nicht, denn zu viel Druck kann den Zähnen und dem Zahnfleisch sogar schaden. Im Lauf der Zeit wird der schützende Zahnschmelz abgeschrubbt und immer dünner. Dadurch sind die Zähne empfindlicher und anfälliger für Karies. Das Zahnfleisch kann durch zu kräftiges Putzen verletzt werden und sich zurückziehen. Freiliegende, schmerzende Zahnhälse sind die Folge.

3. Zähneknirschen ist harmlos und muss nicht behandelt werden.

Oft hört man, dass Zähneknirschen nichts weiter sei als eine lästige Angewohnheit. Das ist jedoch nicht richtig, denn das Zähneknirschen hat meist eine Ursache wie Stress oder Ängste, und kann sich in vielerlei Hinsicht negativ auswirken. Als erstes auf die Zähne selbst. Sie nutzen sich im Lauf der Zeit durch den Schmelzabrieb unter zu hoher Belastung schneller ab. Dadurch werden nicht nur die Zähne anfälliger, sondern auch die Bisslage kann sich verändern. Kiefergelenksbeschwerden können auftreten und sich in vielfältiger Form bemerkbar machen, beispielsweise mit Kopf- oder Nackenschmerzen.

Bei knirschenden Patienten sollte in jedem Fall eine entlastende, schützende Kunststoffschiene („Michiganschiene“) angefertigt werden und gleichzeitig der Ursache für das Zähneknirschen abgeklärt und beseitigt werden.

4. Zahnersatz und Implantate benötigen keine Pflege.

Das ist leider ebenfalls nicht richtig, da sich auch an künstlichen Zähne Beläge, Bakterien und Zahnstein festsetzen können. Diese Beläge können zwar keine Karies am Zahnersatz an sich verursachen, aber an der verbliebenen Zahnsubstanz und am Zahnfleisch anhaften und dieses schädigen. Es ist sehr wichtig, auch bei künstlichen Zähnen auf gründliche Mundhygiene zu achten und entzündliche Prozesse möglichst frühzeitig zu stoppen. Daher gilt auch bei Zahnersatz: Sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt sind der beste Garant für Ihre Zahngesundheit!

5. Ich habe keine Zahnschmerzen, also muss ich auch nicht zum Zahnarzt.

Zu einer optimalen Zahnpflege gehört der regelmäßige Besuch in der Zahnarztpraxis. Wir empfehlen zweimal im Jahr eine Kontrolluntersuchung in unserer Zahnarztpraxis, denn Beschwerden treten erst dann auf, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Der Zahnarzt kann eventuelle Veränderungen jedoch frühzeitig, zum Beispiel durch regelmäßige Bissflügelaufnahmen, erkennen und mit Ihnen gemeinsam gegensteuern. Vorsorge ist die beste Medizin!

Fazit:

Es gibt viele Fehlannahmen hinsichtlich der Mundhygiene: Wann es Zeit ist die Zahnbürste auszuwechseln, wieviel Druck beim Putzen ausgeübt wird, ob Zähneknirschen harmlos oder behandlungsbedürftig ist und viele weitere ungeklärte Fragen. Wir sind für Sie da, um diese Fragen zu beantworten und mit Ihnen Ihre individuelle Mundhygiene zu optimieren, damit Sie lange Freude an Ihrer Zahngesundheit haben. Mangelnde Mundpflege kann sich negativ auf den gesamten Organismus auswirken. Vorsorge ist besser als Nachsorge! Es ist erwiesen, dass durch die regelmäßige Prophylaxe die individuelle Zahngesundheit erheblich verbessert werden kann. 

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26. Februar 2021
Info für die Eltern: Das passiert beim Zahnwechsel Ihres Kindes

Wenn sich im Alter von etwa sechs Jahren die ersten Milchzähne lockern, erzählen viele Eltern ihren Kindern die Geschichte von der Zahnfee, die sich nachts den ausgefallenen Zahn unter dem Kopfkissen holt und dafür eine kleine Überraschung hinterlässt. Dieses Ritual erleichterte schon so manchem Kind den Abschied vom ersten Milchzahn.
Der Mensch entwickelt zwei komplette Garnituren von Zähnen: Zunächst das Milchgebiss, als Platzhalter für die bleibenden Zähne in den ersten zwei bis drei Lebensjahren. Anschließend, etwa ab dem 6. Lebensjahr, brechen die bleibenden Zähne durch. Diese Zeit des Zahnwechsels nennt man auch Wechselgebiss. Zuletzt brechen ab dem 16. und 24. Lebensjahr die vier Weisheitszähne durch das Zahnfleisch hervor, sofern diese angelegt sind. Wir erklären Ihnen, weshalb der Zahnwechsel stattfindet und wie dieser verläuft.

Weshalb fallen die Milchzähne überhaupt aus?

Während des Wachstums sorgt der Zahnwechsel dafür, dass das Verhältnis zwischen Kiefergröße und Anzahl/Größe der Zähne aufeinander abgestimmt wird. Mit anderen Worten: Die Kiefer müssen wachsen, um für alle bleibenden Zähne Platz zu schaffen. Während das Milchgebiss aus 20 kleineren Zähnen besteht, findet man im vollständigen bleibenden Gebiss meist 28-32 Zähne vor.

Wie verläuft der Zahnwechsel?

Er findet in mehreren Phasen statt, zwischen denen das Gebiss immer wieder zur Ruhe kommt. Die Funktionen der Zähne, wie Kauen und Sprechen, sind dabei durchgehend gewährleistet, mit kleinen Einschränkungen.

Der Zahnwechsel lässt sich in 3 Phasen unterteilen

1. Phase

Zunächst brechen im Alter von etwa 6 Jahren die ersten großen Backenzähne durch und stabilisieren die Lage der oberen und unteren Zähne zueinander. An dieser Stelle existiert kein Milchzahn, die bleibenden Backenzähne kommen zusätzlich hinzu. Zudem findet der Wechsel der Schneidezähne statt.

2. Phase

Ungefähr im Alter von neun bis zwölf Jahren, wechseln die kleinen Backen- und die Eckzähne, die zweiten großen Backenzähnen brechen durch. Diese Phase dauert bis zum 12. Lebensjahr.

3. Phase

Nicht jeder Mensch bekommt Weisheitszähne. Sie treten meist erst nach dem 17. Lebensjahr hervor. Oft reicht der Platz im Kiefer nicht aus, weshalb die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt wichtig ist, um die Weisheitszähne gegebenenfalls frühzeitig zu entfernen.

Diese Herausforderungen können auf Sie zukommen

  • Milchzähne die nicht ausfallen
  • Schief wachsende bleibende Zähne
  • Fehlende oder überzählig bleibende Zähne
  • Zahnform-Anomalien
  • zu tiefe Fissuren der Backenzähne (Vertiefungen in den Kauflächen, in denen sich eine Karies bei Kindern aufgrund der mangelnden Reinigungsmöglichkeit ausbreiten kann)

Für alle genannten Spezialfälle sind wir als Ihr Zahnarzt der optimale Ansprechpartner. Wir beraten Sie kompetent und einfühlsam rund um die Zahngesundheit Ihres Kindes.

So können Sie Ihr Kind beim Zahnwechsel unterstützen

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind während dieser Zeit sehr wichtig. Dem Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen können Sie durch eine gute Zahnhygiene vorbeugen. Auch bei Milchzähnen, darf die Zahnpflege nicht vernachlässigt werden. Sollten Sie bei Ihrem Kind dunkle Verfärbungen entdecken, sollten sie dies durch uns kurz begutahten lassen. Wenn der Zahnwechsel kurz bevorsteht, lockern sich die Zähne stetig. Vorsichtiges Wackeln unterstützen die Lockerung des Wackelzahnes. Gegen Entzündungen helfen Mundspüllösungen oder Salben. Achten Sie auf eine zahngesunde Ernährung ihres Kindes.

Fazit:

Das Wechselgebiss begleitet das Kind während mehrerer Phasen im Wachstum. Gerade während der ersten Phase können Erwachsene dem Kind den Zahnwechsel mit Geschichten und Ritualen von der Zahnfee oder der Zahnmaus erleichtern. Obwohl die ersten Zähne früher oder später ausfallen, müssen sie sorgfältig gepflegt werden, denn sie dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Damit Störungen oder Zahnerkrankungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können, empfehlen wir regelmäßige Besuche in unserer Zahnarztpraxis, für die Zahngesundheit der ganzen Familie.

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19. Februar 2021
Zahnseide: Weshalb Sie dem Zahnzwischenraum mehr Aufmerksamkeit schenken sollten

Wir bekommen von Kindesbeinen an beigebracht, dass Zahnpflege wichtig ist. Dabei wird jedoch oftmals die Reinigung der Zahnzwischenräume vergessen. Mit einer herkömmlichen Zahnbürste können diese Bereiche kaum erreicht und nur unzureichend gesäubert werden. Zahnseide kann Abhilfe schaffen. Denn eine mangelhafte Reinigung führt dazu, dass sich Bakterien in den Zwischenräumen ansammeln, die Zahnfleischerkrankungen, Karies oder Mundgeruch verursachen können.

Zahnseide: Die gängigsten Arten

  • Gewachste Interdentalseide: der dünne Wachsfilm sorgt dafür, dass die Seide leichter zwischen die Zähne gleitet. Sie eignet sich sehr gut für Menschen mit engem Zahnstand.
  • Ungewachste Interdentalseide:
    Sie fasert bei der Anwendung auf und reinigt dadurch sehr gründlich. Bei engen Zahnzwischenräumen gleitet sie schwerer hindurch als gewachste. Bei der Benutzung sollte darauf geachtet werden, dass keine Fasern zwischen den Zähnen verbleiben.
  • Interdentalseide mit Fluorid
    Sie bringt das zahnhärtende Fluorid genau an die Stellen, wo es dringend gebraucht wird. Die Kontaktpunkte zwischen den Zähnen sind häufig von Karies betroffen.

Zahnseide: Die richtige Anwendung

Die richtige Technik spielt eine entscheidende Rolle. Wir empfehlen die sogenannte „Wickeltechnik„, die wir Ihnen Schritt für Schritt vorstellen.

1. Schneiden Sie ein ca. 40cm bis 50 cm langes Stück ab und wickeln Sie sich die beiden Enden mehrmals um die Mittelfinger.

2. Ein 2,5 cm bis 5 cm langes Stück sollte zwischen den Fingern übrigbleiben.

3. Führen Sie die Seide mit sanften Zick-Zack-Bewegungen zwischen die Zähne.

4. Bilden Sie ein „C“: Legen Sie das entsprechende Stück in Form eines „C“ um den Zahn. Ziehen Sie es vorsichtig von der Wurzel zur Zahnkrone am Zahns entlang.

5. Während Sie von einem zum anderen Zahn gehen, rollen Sie ein neues Stück Seide vom Finger der einen Hand ab und rollen das benutzte Stück auf den Finger der anderen Hand auf. Der Daumen dient zur Orientierung.

6. Mit einer gründliche Zahnreinigung im Anschluss sorgen Sie für optimale Zahngesundheit.

Zahnseide: Wann und wie oft kommt sie zum Einsatz?

Am besten verwenden Sie sie einmal täglich am Abend vor dem Zähneputzen. So kann die Zahnbürste im Anschluss die gelösten Beläge vollständig beseitigen. Die kariesvorbeugenden Fluoride gelangen leichter in die Zahnzwischenräume. Verwenden Sie Interdentalseide immer nur einmal, da Bakterien an ihr haften bleiben.

Welche Risiken gibt es?

Durch unsachgemäße Anwendung kann es zu Zahnfleischbluten kommen. Bei einer starken Blutung suchen Sie umgehend einen Arzt auf. Menschen mit Zahn-Vorerkrankungen sollten grundsätzlich mit dem Zahnarzt Rücksprache zu halten, bevor sie Interdentalseide verwenden.

Zur abrollbaren Zahnseide und der Fingertechnik, gibt es noch einige Alternativen. Zum einen Mundduschen mit kurzzeitigem starken Druck, z.B. Philips Airfloss – diese Methode ist vor allem bei älteren Patienten beliebt, da durch das Wasser-Luft-Gemisch die Zwischenräume mit hohem Druck gereinigt werden, dies aber keinerlei Schäden am Gewebe hinterlässt. Der wieder verwendbare Zahnseidehalter eignet sich gut für Menschen, die mit der Fingertechnik nicht so gut zurechtkommen. Die Seide wird einfach eingespannt und zwischen die Zähne geführt. Ebenso funktionieren Flossetten, das Einmalprodukt des Zahnseidehalters. Interdentalbürstchen eignen sich gut für größere Zwischenräume, Zahnspangenträger und Träger von festem Zahnersatz. Allerdings ist die Handhabung auch etwas umständlich, da bei zu festem Druck die Zahnseide in die Papille zwischen den Zähnen „schnalzt“ und diese schädigt. Zahnhölzer sollte man nur im Notfall verwenden, da auch hier die Versetzungsgefahr größer ist.

Fazit:

Zur gründlichen Mundhygiene gehört die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide. Es gibt verschiedene Produkte, Ihr Zahnarzt berät Sie gerne, welches das geeignetste für Sie sein könnte. Das falsche Produkt oder eine schlechte Technik können zu Komplikationen führen. Wir in der Zahnarztpraxis zeigen Ihnen gerne, wie Sie die Interdentalseide am besten verwenden.

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3. Februar 2021
Schwangerschaft – Die optimale Zahngesundheit!

Wenn neues Leben heranwächst verändert sich vieles: Das Gewebe wird weicher, der Bauch größer, die Gelüste sind oft neu und manche Frau leidet unter Übelkeit in der Schwangerschaft. All das sind Folgen der gewaltigen Hormonumstellung, die sich auch auf die Mundgesundheit auswirken kann. Schwangere Frauen müssen besonders sorgfältig auf Ihre Zahnhygiene achten, denn Zähne und Zahnfleisch sind während dieser Zeit anfälliger für Entzündungen und andere Krankheiten.

Inwiefern beeinflusst die Hormonumstellung die Mundgesundheit?

1. Auswirkung auf das Zahnfleisch

Die Schleimhäute werden stärker durchblutet, sind weicher und reizbarer. Bakterien können sich schneller ansiedeln und Entzündungen verursachen. Häufiges Zahnfleischbluten ist oft das erste Anzeichen einer Schwangerschaftsgingivitis (Gingivitis = Zahnfleischentzündung), welche schlimmstenfalls zur Parodontitis führen kann. Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung kann das Risiko einer Frühgeburt signifikant erhöhen.

2. Magensäure

Viele werdende Mütter leiden unter Übelkeit und Erbrechen. Dabei gelangt Magensäure an die Zähne und greift den Zahnschmelz an. Vermeiden Sie das Zähneputzen direkt nach dem Erbrechen und spülen Sie zunächst den Mund mit Wasser aus, um die Säure zu neutralisieren.

3. Ernährung

Das ungeborene Kind ist im Mutterleib vollständig abhängig von der Mutter. Es holt sich die lebensnotwendigen Nährstoffe und Mineralien aus dem, was die werdende Mutter isst, trinkt und aus ihren Reserven. Bereits ab der 6.-8. Schwangerschaftswoche entwickeln sich beim Ungeborenen die ersten Zahnleisten, welche die Keimanlagen für die kommenden Milchzähne enthalten. Achten Sie daher besonders auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Meiden Sie zuckerhaltige Lebensmittel so gut es geht, sie führen zur Vermehrung der Kariesbakterien. Süßigkeiten sollten als Zwischenmahlzeiten generell vermieden werden. Wer nicht ganz auf Süßes verzichten möchte, kann zu den Hauptmahlzeiten etwas Zuckerhaltiges zu sich nehmen, sollte sich aber eine halbe Stunde später die Zähne putzen.

Wie wichtig ist der Zahnarztbesuch in der Schwangerschaft?

In dieser besonderen Zeit ist das Zahnfleisch anfälliger und werdende Mütter vermeiden dadurch manchmal das Zähneputzen aus Angst vor Schmerzen oder Blutungen. Wegen starker Übelkeit und empfindlichem Zahnfleisch haben einige Probleme, die Zahnpflege aufrechtzuerhalten. Wir empfehlen, während dieser neun Monate mindestens dreimal den Zahnarzt aufzusuchen:

Zur Prophylaxe zu Beginn der Schwangerschaft

Der Zahnarzt kontrolliert den allgemeinen Zustand Ihrer Zähne. Eine professionelle Zahnreinigung ergänzt diese Untersuchung optimal.

Im zweiten Schwangerschaftsdrittel

Zwischen dem 4. und 6. Schwangerschaftsmonat kann der Zahnarzt überprüfen, wie sich die Hormonumstellung auswirkt und ob die angewandte Zahnpflege ausreichend ist.

Zur Prophylaxe am Ende der Schwangerschaft

Kurz vor dem Geburtstermin, empfehlen wir einen letzten Zahnarztbesuch. Er kontrolliert nochmals, ob alles in Ordnung ist. So kann die frischgebackene Mutter die erste Zeit mit ihrem Baby genießen, ohne sich Sorgen um ihre Mundgesundheit machen zu müssen.

Wichtig:

Bei Zahnschmerzen oder Zahnfleischbluten sollten Sie dringend unsere Zahnarztpraxis aufsuchen, um negative Folgen, wie beispielsweise eine Parodontitis oder Karies, zu vermeiden.

Fazit:

Schwangere Frauen müssen besonders gut auf ihre Mundhygiene achten. Aufgrund der Hormonumstellung, kommt es einerseits zu weicherem Gewebe aber mitunter auch zu Übelkeit und Erbrechen, was wiederum die regelmäßige Zahnpflege negativ beeinflussen kann. Verwenden Sie je nach Bedarf:

  • weiche Kurzkopfzahnbürsten,
  • Zahnseide für die Zahnzwischenräume,
  • neutral schmeckende Zahnpasta,
  • alkoholfreies Mundwasser,

und spülen Sie öfter zwischendurch den Mund mit Leitungswasser aus.

Drei Kontrolluntersuchungen in unserer Praxis runden das zahnmedizinische Vorsorgeprogramm für Schwangere optimal ab.

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31. Dezember 2020
Neue Wege 2021

Das Neue Jahr steht vor der Tür. 2020 war sicherlich für viele von uns eine einzige große Herausforderung. Die Welt befindet sich seit März in einer Art Dauer-Ausnahmezustand, der unsere Welt nachhaltig verändert. Jeder Einzelne von uns ist gezwungen, in Gebiete weit jenseits der Komfortzone vorzudringen, um weitermachen zu können.

Nicht nur die äußeren Gegebenheiten haben sich durch die Krise verändert– auch wir Menschen verändern uns. Wir erinnern uns an unsere Unbeschwertheit, unsere Freiheit und unser Wohlbefinden, als alles noch „normal“ war. Es liegt jedoch in der Natur des Menschen, immer das Beste aus der Situation machen zu wollen, um so schnell wie möglich wieder in eine neue Komfortzone zu kommen. In der Zeit erhöhter Anstrengung und Mühe wird uns allerdings auch bewusst, was wirklich wichtig ist, und wohin uns unsere Reise – beruflich und privat – mit der veränderten Situation führen soll und wo und vor allem für was wir in Zukunft stehen möchten.

Die Entscheidung, dass Menschlichkeit der vordergründige Aspekt in unserem Tun sein sollte, reifte in mir schon seit Studienzeiten, da auch hier eindeutig ein Mangel bestand. Wie kann es sein, dass dies gerade in (zahn-)medizinischen Ausbildungsberufen zum großen Teil nicht der Fall ist? Dass Menschlichkeit gerade von Zahnärzten bzw. Praxisinhabern nicht gelebt wird? Was kann es Wichtigeres geben, als Menschen einen Arbeitsplatz anzubieten, der angstfrei und sicher ist? An dem die eigene Arbeit honoriert, der Teamspirit gelebt und das eigene Wohlbefinden an Andere weitergegeben wird. Wo man sich untereinander Vertrauen schenken kann und an einem Strang zieht. Für den Benefit der Patienten, der Mitarbeiter und der Praxis.

Manchmal ist es wichtig einen Schritt zurückzutreten, um das große Ganze zu sehen. Ein Vorankommen der Praxis ist nur mit Mitarbeitern möglich, die an die Vision einer modernen Zahnarztpraxis des 21. Jahrhunderts glauben und bereit sind, sich den Herausforderungen einer sich schnell verändernden Welt zu stellen.

Für die Geschäftsführung bedeutet dies ein schnelles Reagieren auf die Bedürfnisse der Zahnarztpraxis, des Teams und der Patienten, so dass für die Behandlungsteams optimale Arbeitsbedingungen herrschen. Sämtliche Mitarbeiter sollten bestens aus- und fortgebildet sein und während Ihrer Tätigkeit menschlich geschätzt und persönlich gefördert werden. Nur so entsteht eine Kultur der Freude bei der Arbeit und sozialer Zusammenhalt im Team – zum großen Benefit für alle. Das Ziel ist der Flow: Behandler und Assistenz sind perfekt aufeinander abgestimmt, der Patient nimmt dies wahr, hat Vertrauen und fühlt sich wohl, die Zeit während der Behandlung vergeht sodann wie im Flug. Soweit die Theorie.

Doch leider ist das System Zahnarztpraxis größtenteils antiquiert: Noch wird in vielen Praxen Druck auf Mitarbeiter ausgeübt, strenge Hierarchien machen eine offene, wertschätzende und für beide Seiten gewinnbringende Kommunikation unmöglich. Angst und Druck ist die Methodik in diesen überholten Unternehmen. Es wird Zeit ein modernes System nach außen zu tragen.

Daher möchte ich weiterhin ein klares Zeichen setzen: In meiner Praxis sehen wir jeden Mitarbeiter als Mensch, der Freude und Erfüllung in seinem Berufsleben sucht und erleben sollte. Daher verschreibe ich mich weiterhin der Maxime, für die Mitarbeiter wie auch für unsere Patienten ein möglichst perfektes Umfeld zu bieten und mit ihnen in den Flow zu kommen. Dazu gehört neben dem Wohlfühlen bei der Arbeit selbstverständlich die Möglichkeit sich weiterzubilden, aber vor allem: sich persönlich entwickeln zu können. Hierzu gehört für mich und selbstverständlich ebenfalls für jeden Mitarbeiter ein klares JA zur Gründung einer Familie. Mit einer guten Mitarbeiterkommunikation ist dies keine Belastung sondern Gewinn für die Praxis. Familie und Beruf müssen besser vereinbar sein.

Wir werden daher in allen anderen Bereichen meiner Praxis Progressiv bleiben: Wir werden im ersten Quartal unsere Behandlungsräume in der Prophylaxe um einen weiteren Behandlungsplatz erweitern, um die Wartezeiten für unsere Patienten weiter zu verringern. Ab Februar 2021 vergrößern wir erneut unsere Praxisräumlichkeiten, um unseren Mitarbeitern einen großzügig dimensionierten Sozial- und Aufenthaltsraum zur Verfügung zu stellen, der selbst in Pandemiezeiten ausreichenden Abstand zueinander bietet. Ebenfalls neu wird unser dediziertes Labor für alle Cerec-Arbeiten sein, in dem wir unsere Sofortversorgungen für Sie finalisieren können. Der Umbau unseres Röntgenraums sowie die Neugestaltung und Erweiterung unseres Aufbereitungs- und Sterilisationsraums folgt im Verlauf des Jahres 2021.

Freuen Sie sich mit uns auf die nächsten großen Schritte unserer Praxis im nächsten Jahr. Lassen Sie uns Ihnen zeigen, wie eine moderne und menschliche Zahnarztpraxis aussehen muss und wie viel Leidenschaft in unserem Team steckt.

Ihr Dr. Dino Biedermann und das Praxisteam

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25. Dezember 2020
Zahnschmerzen bei Kälte oder Wärme: Ursachen und Tipps

Gesunde Zähne gehören zwingend zu einem ausgeglichenen Leben dazu. Sie sind die Voraussetzung für eine unbeschwerte und vollwertige Nahrungsaufnahme. Doch was passiert, wenn das Kauen von Gemüse und Obst aufgrund von Schmerzen qualvoll ist? Viele Menschen meiden warme Getränke wie Tee oder Kaffee oder verzichten auf Süßspeisen, weil sie Schmerzen in den Zähnen verspüren. Empfindliche Zähne bereiten fast jedem vierten Bundesbürger Zahnschmerzen. Die Ursache liegt auf der Hand: Zähne nutzen sich mit der Zeit ab. Falsche Ernährung und mangelnde Mundhygiene unterstützen diesen Prozess. Wir als Ihre Zahnärzte können Sie dabei unterstützen, diese Unannehmlichkeiten in den Griff zu bekommen.

Empfindliche Zähne: Das sind mögliche Ursachen

In Speisen und Getränken enthaltener Zucker fördern die Bildung von Säuren durch die Zucker umsetzenden Bakterien in der Mundhöhle. Hinzu kommen Speisereste, die sich in den Zahnzwischenräumen sammeln und durch die Verstoffwechslung durch die Bakterien ebenfalls in Säure umgewandelt werden welche wiederum zu Entzündungen führen können. Die Bakterien können sich auf den Glattflächen der Zähne oder am Zahnfleisch festsetzen und dort ihren Umsatz machen. Somit bildet sich ein sogenannter Biofilm oder auch Plaque. Dieser ist teilweise mit bloßem Auge erkennbar, abwischbar und weißlich bis gelblich. Wird dieser nicht entfernt, können Schäden an den Zähnen entstehen, was als Erosion bezeichnet wird. tatsächlich ist dies die Zerstörung durch die Säure. Durch die Zahnerosion baut sich der Zahnschmelz zunehmend ab. Die darunter liegenden Dentinkanäle sind mit Nervenenden durchzogen, die den Schmerzreiz an den tieferliegenden Zahnnerv weiterleiten können. So reagiert der Zahn schmerzhaft auf den Kontakt mit heißen und kalten Flüssigkeiten oder Speisen.

Mangelnde Mundhygiene kann somit auch zu einem Zahnfleischrückgang führen. Neben Karies gehört die sogenannte Paradontitis zu den häufigsten Zahnerkrankungen. Denn das Zahnfleisch leidet ebenso unter den schädlichen Bakterien bzw. deren Stoffwechselprodukten. Die Folge ist ein Rückgang des schützenden Zahnfleisches. Die daraufhin freiliegenden Zahnhälse können schmerzhaft reagieren.

Als weitere Gründe für den Abbau von Zahnschmelz gelten,
– das Knirschen mit den Zähnen,
– das Tragen von Piercings oder Dermal Anchors mit Zahn- oder Zahnfleischkontakt
– die übertrieben häufige künstliche Aufhellung der Zähne.

Empfindliche Zähne: Diese Unterstützung halten wir als Ihr Zahnarzt für Sie bereit

Durch eine regelmäßige Kontrolle können wir Schäden an Zähnen und Zahnfleisch frühzeitig erkennen. Eine professionelle Zahnreinigung beseitigt Zahnbelag und Zahnstein, der Zähne und Zahnfleisch schädigen kann. Hintergrund: Die Zahnbürste erreicht oft nicht alle Stellen im Mundraum. Vor allem in den Zahnzwischenräumen und an den hinteren Backenzähnen kann sich Plaque dauerhaft festsetzen. Bei der professionellen Zahnreinigung in unserer Zahnarztpraxis entfernen wir alle schädlichen Beläge

Für Betroffene, die unter Bruxismus (Zähneknirschen) leiden, fertigen wir eine an die Zähne angepasste Bissschiene an.Die Schiene verhindert, dass die zu starke Kaukraft über Nacht die Zähne übermäßig abnutzt. Das regelmäßige Tragen führt zu einer Entspannung des Kiefergelenks sowie der Muskulatur und verhindert gleichzeitig einen Abrieb des Zahnschmelzes.

Die tägliche Zahnpflege schützt empfindliche Zähne vor schädliche Einflüssen und beugt den Zahnfleischrückgang vor. Wichtig dabei ist die gründliche Reinigung des gesamten Mundbereichs. Die Zahnbürste entfernt Plaque vor allem auf den großen Flächen der Zähne. Wenn Sie eine elektrische Zahnbürste verwenden, ist es wichtig, dass Sie den Bürstenkopf auf dem Zahn leicht hin und her bewegen und so auch Rückstände an den Zahnrändern entfernen. Die hinteren Backenzähne sind durch die Kiefermuskeln schwerer zu erreichen. Damit die Zahnbürste besser in diesen Bereich des Mundes gelangen kann, schließen Sie während des Putzens leicht den Mund.

Die Zahnzwischenräume lassen sich auch mit der besten Zahnbürste schlecht reinigen. Mit Zahnseide oder Zwischenraumbürsten können Sie Speisereste auch dort einfach entfernen. So beugen Sie möglichen Zahnfleischentzündungen vor.

Sind die Zähne dauerhaft empfindlich können mehrere Methoden angewandt werden:

  • Fluoridierung zur Stärkung des Zahnschmelzes
  • Auftragen von Lacken um die Dentinkanäle zu versiegeln und somit die Schmerzweiterleitung zum Zahnnerv auszuschalten
  • Kunststoff-Füllungen als Schutzmaßnahme bei größeren Zahnhalsdefekten oder Erosionen

Fazit:

Als Patient können Sie viel für die Gesundheit Ihrer Zähne tun und damit Zahnschmerzen verhindern. Wer sich für seine Zähne bei jeder Mundpflege Zeit nimmt und nicht zu sehr schrubbt oder Kraft auf die Zähne ausübt, kann diese Probleme im besten Fall verhindern. Eine fluoridhaltige Zahncreme härtet zudem den Zahn und schützt ihn so vor schädlichen Einflüssen. Schutzlacke können eine länger anhaltende Linderung der Beschwerden bewirken und Kunststofffüllungen werden bei dauerhaft schmerzenden Zahnschäden herangezogen. Am Besten Sie melden sich bei uns wenn ihre Zähne dauerhaft empfindlich sind, in den meisten Fällen ist eine Linderung durch uns mit einfachen Mitteln möglich.

Wir sind für Sie da

Haben Sie weitere Fragen zu empfindlichen Zähnen? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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Blog

25. November 2020
Mundgeruch loswerden – 5 Tipps für den frischen Atem

Viele Menschen sind davon betroffen, ohne es selbst zu wissen. Sie werden erst auf das Problem aufmerksam, wenn sie taktvoll, aber offen darauf hingewiesen werden, dass sie schlecht aus dem Mund riechen. Die Ursachen können vielfältig sein, von der bekannten „Knoblauchfahne“ bis hin zu Zahn-oder Zahnfleischproblemen kommt vieles in Betracht. Der Fachbegriff für Mundgeruch ist „foetor ex ore“ (lat., übler Geruch aus dem Mund), wenn die Atemluft schlecht riecht, spricht man von „Halitosis“.

Mundgeruch – die häufigsten Ursachen

Neben den altbekannten Gründen dem Genuss von Zwiebeln, Kaffee oder Tabak, gibt es noch weitere:

Unzureichende Zahnpflege

Wer seine Zähne falsch oder zu wenig putzt, hat unweigerlich mit der Vermehrung von unerwünschten Bakterien zu tun, welche unangenehmen Geruch verursachen. Die Mundflora sollte sich immer in einem gesunden, ausgewogenen Bereich befinden. Kommt es zu vermehrten bakteriellen Ansammlungen, kann das schlechten Atem verursachen.

Belag auf der Zunge

Nicht nur die Zähne können von unerwünschten Bakterien befallen werden, sondern auch die Zunge. Dieser Belag kann weiß, gelb, rot, braun oder schwarz sein und verschiedene Ursachen haben. Er kann durch Speisereste verursacht sein, oder ein Hinweis auf Krankheiten wie beispielsweise Scharlach, Soor oder eine Erkältung sein. Auch bei manchen Mundspüllösungen, vor allem mit dem Wirkstoff Chlorhexidin, kann sich ein Belag bilden, der sich nach Absetzen der Spülung wieder verringert.

Zahnkrankheiten

Bestimmte Zahnerkrankungen wie Karies, Entzündungen des Zahnfleisches oder Parodontitis, können sich ungünstig auf den Geruch der Mundhöhle auswirken. Auslöser sind hier wiederum bestimmte Bakterien, welche Stoffwechselprodukte ausscheiden und das natürliche Gleichgewicht der Mundhöhle stören

Ernstzunehmende Krankheiten

Hinter üblen Gerüchen aus dem Mund können auch ernstere Ursachen stecken. Krankheiten wie Lungenentzündung, Diabetes, Magen-Darm-Erkrankungen oder Leben- oder Nierenversagen, machen sich unter anderem auf diese Weise bemerkbar.

Darum ist es wichtig, Mundgeruch nicht zu ignorieren und der Ursache auf den Grund zu gehen.

5 Tipps gegen Mundgeruch

1. Optimale Zahn – und Mundhygiene

Putzen Sie Ihre Zähne am besten drei Mal täglich für 2-3 Minuten. Reinigen Sie hierbei zuerst die Zahnzwischenräume mit Zahnseide, Ihre Zunge mit einem Zungenschaber, putzen Sie danach die Zähne und verwenden Sie zum Abschluss eine Mundspüllösung. Mehr zur optimalen Zahnpflege können Sie hier nachlesen.

2. Speichelfluss anregen

Ausreichender Speichel ist wichtig für eine gesunde Mundflora. Sie neutralisiert den Mundraum und wirkt antibakteriell. Bestimmte Lebensmittel wie rohes Gemüse, Äpfel und Nüsse regen den Speichelfluss an, ebenso zuckerfreier Kaugummi.

3. Alkoholkonsum reduzieren und das Rauchen vermeiden

Rauchen vermindert den Speichelfluss, genau wie der Alkoholkonsum. Verzichten Sie am besten auf beides, nicht nur im Hinblick auf eine intakte Mundhöhle, sondern auf den gesamten Körper.

4. Ausreichend Wasser trinken

Trinken Sie mindestens 2 Liter Wasser täglich. Dadurch regen Sie den Speichelfluss an und spülen Speisereste und Beläge von den Zähnen, noch bevor sie sich festsetzen können.

5. Ölziehen

Wer regelmäßig ölzieht, vermindert den Anteil schädlicher Bakterien und Beläge im Mund erheblich. Zudem ist Ölziehen eine hervorragende Möglichkeit, um das Zahnfleisch gesund zu erhalten.

Falls diese Tipps keine Besserung bewirken oder Mundgeruch mit Begleiterscheinungen auftritt, sollten Sie eine ärztliche Untersuchung in Anspruch nehmen, um ernstzunehmende Erkrankungen auszuschließen.

Fazit:

Unangenehmer Geruch aus dem Mund kann für alle Beteiligten belastend sein. Wenn der Betroffene nicht merkt, dass sein Atem für andere unangenehm riecht, sollte man ihn schonend darauf aufmerksam machen. Nur so kann die Ursache des Übels gefunden und mögliche Erkrankungen ausgeschlossen werden. Ein erster wichtiger Schritt ist die regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt. Wir können mögliche Zahnerkrankungen frühzeitig feststellen und Abhilfe schaffen.

Wir sind für Sie da

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Mundgeruch? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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