Covid-19

Blog

7. Dezember 2020
Zahnfleischentzündung und jetzt? – 6 SOS Tipps

Sehr viele Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an einer Entzündung des Zahnfleisches, auch Gingivitis genannt. In einigen Fällen ist die Ursache harmlos und die Beschwerden lassen schnell nach. In anderen kann sich die Entzündung bis auf den Zahnhalteapparat ausbreiten und im schlimmsten Fall zu Zahnverlust führen. Deshalb ist es immer wichtig, der Ursache der Entzündung oder der Zahnschmerzen auf den Grund zu gehen und möglichst schnell für Abhilfe zu sorgen, am besten mithilfe Ihres Zahnarztes.

Was ist eine Gingivitis?

Man versteht darunter eine akute oder chronische Infektion des Zahnfleisches. Sie wird am häufigsten durch mangelnde Zahnpflege hervorgerufen. Ursache der entzündlichen Reaktion sind meistens Bakterien, in selteneren Fällen auch Viren oder Pilze. Aber auch Verletzungen des Zahnfleisches können zu einer Entzündung führen.
Die hormonell bedingte Gingivitis stellt einen Spezialfall dar. Sie kommt überwiegend während der Schwangerschaft oder unter Einnahme der Antibabypille vor und kann sich unbehandelt zur hormonellen Parodontitis weiterentwickeln. Auch hier ist dringend Abklärung durch den Zahnarzt nötig, um Folgeschäden wie Zahnverlust zu vermeiden.

Ursachen einer Zahnfleischentzündung

Medikamentöse Ursache

Viele Medikamente, sowohl verschreibungspflichtige als auch frei verkäufliche, haben als mögliche Nebenwirkung die Reduktion von Speichel. Dies erhöht das Risiko für eine entzündliche Reaktion des Zahnfleisches. Informieren Sie sich am besten über die Nebenwirkungen Ihrer Medikamente und achten Sie bei Mundtrockenheit besonders auf Ihr Zahnfleisch.

Infektiöse Ursache

Verschiedene Krankheitserreger wie Bakterien, Viren oder Pilze können eine Infektion im Mundraum verursachen. Beispielsweise wird die bekannte „Mundfäule“ durch eine Pilzinfektion verursacht.

Ernährungsbedürftige Ursache

Eine kalziumreiche, Vitamin B- und C-haltige Ernährung kann Zahnfleischentzündungen vorbeugen. Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse.

6 SOS Tipps bei einer Zahnfleischentzündung – Diese Hausmittel können Abhilfe schaffen:

1. Salbei- oder Kamillentee

Salbei und Kamille sind bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung. Sie können den Heilungsprozess in Form einer Mundspülung unterstützen.

2. Salzwasser

Lösen Sie einen Teelöffel Salz in einer Tasse warmem Wasser auf. Spülen Sie anschließend den Mund gründlich damit aus und gurgeln Sie mit der Salzlösung. Sie wirkt antibakteriell.

3. Ingwer

Schneiden Sie ein daumengroßes Stück Ingwer klein und übergießen Sie es mit heißem Wasser. Nach der Abkühlung haben Sie eine antibakterielle Mundspülung.

4. Ätherische Öle

Mundspülungen, die ätherisches Öl enthalten, wirken ebenfalls antibakteriell. Besonders hilfreich sind Produkte die Eukalyptusöl, grüne Minze, Nelkenöl, Rosmarinöl, oder Zitronenöl enthalten. Wichtig ist hier, diese Öle unbedingt verdünnt anzuwenden. Wenige Tropfen pro Becher genügen.

5. Ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene, vitamin- und ballaststoffreiche Kost wirkt sich positiv auf Ihre Zahngesundheit aus. Ist das Immunsystem intakt, so kommt es besser mit der Bekämpfung von Krankheitserregern zurecht.

6. Vitamin C & Vitamin D

Vitamin C ist beispielsweise in Kiwis, Zitrusfrüchten oder Gemüsesorten wie rote Paprika oder Kohl reichlich enthalten. Vitamin D-Mangel ist hierzulande besonders im Winter ein häufiges Problem. Nach Rücksprache mit Ihrem Arzt können Sie zusätzlich Vitamin D in Form von Tabletten oder Tropfen zu sich nehmen.

Zahnfleischentzündung vorbeugen: Die optimale Prophylaxe

Der beste Schutz vor einer Entzündung im Mundraum ist die gründliche, regelmäßige Zahnpflege: Zwei- bis drei Mal täglich: die Zahnzwischenräume mit Zahnseide säubern, die Zähne reinigen und abschließend eine Mundspülung durchführen. Gehen Sie 1-2 Mal pro Jahr zur Vorsorge zu Ihrem Zahnarzt. Wie ihr auf Sie zugeschnittenes Pflegeprogramm für Ihre Zähne aussieht, verraten wir Ihnen gerne. Wir erkennen bereits in einem frühen Stadium Veränderungen Ihres Zahnfleisches, wie Zahnfleischrückgang oder eine Entzündung, und können rasch dagegen vorgehen.

Fazit:

Viele Menschen haben mit Entzündungen des Zahnfleisches zu tun. Wichtig ist, dass die Ursache schnell gefunden und behoben wird, damit keine größeren Schäden an den Zähnen entstehen. Bei Zahnschmerzen oder Zahnfleischrückgang kontaktieren Sie uns bitte umgehend. Besuchen Sie uns darüber hinaus 1-2 Mal pro Jahr zur Kontrolle, so sind Sie immer auf der sicheren Seite, was Ihre Zahngesundheit anbelangt.

Wir sind für Sie da

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Zahnfleischentzündung? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Icon

Haben Sie Fragen?

Vereinbaren Sie doch einen Termin. Unser geschultes Personal berät Sie umfassend und persönlich.

Blog

5. Oktober 2020
Parodontitis frühzeitig erkennen – 5 Warnsignale

Im Volksmund auch Parodontose genannt, handelt es sich bei einer Parodontitis um die Entzündung des Zahnhalteapparates. Dieser Prozess kann so weit fortschreiten, dass er unbehandelt zu Zahnverlust führt. Außerdem besteht die Gefahr, dass andere Körperregionen wie Herz, Gelenke und Gehirn in Mitleidenschaft gezogen werden. Bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus werden ebenfalls mit ihr in Verbindung gebracht.
Da sich die Krankheit im nicht sichtbaren Bereich des Mundes unterhalb des Zahnfleisches abspielt, ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung in unserer Zahnarztpraxis sehr wichtig!

Die fünf häufigsten Warnsignale

1. Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten stellt sich meistens aufgrund einer Entzündung des Zahnfleisches ein. Schädliche Bakterien haben sich angesiedelt und greifen das Gewebe an. Schreitet dieser Prozess fort, bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien ungehemmt vermehren und weiteren Schaden anrichten können. Diese Zahnfleischentzündung geht auf Zahnwurzel und Zahnhalteapparat über, bis hin zum Kieferknochen. Es treten vermehrt Zahnschmerzen auf. Am Ende wird der Zahn locker und fällt aus.

2. Empfindliche Zähne

Da sich das angegriffene Zahnfleisch immer weiter zurückbildet, werden die empfindlichen Zahnhälse freigelegt. Sie reagieren vermehrt auf Temperaturunterschiede, der Patient bekommt Zahnschmerzen.

3. Unangenehmer Mundgeruch

Mundgeruch kann ein Hinweis auf eine gestörte Mundflora sein, das bedeutet, die Besiedelung von guten und schlechten Bakterien im Mundraum ist ins Ungleichgewicht geraten. Bei einer Parodontitis vermehren sich die Bakterien unterhalb des Zahnfleisches, so dass Sie auch mit guter Mundhygiene keine vollständige Beseitigung erreichen. Nur der Zahnarzt kann in so einem Fall wirksam die Zahnfleischtaschen reinigen und den unangenehmen Mundgeruch beseitigen.

4. Zurückgehendes Zahnfleisch

Bakterien nisten sich unterhalb des Zahnfleisches ein, dadurch kommt es zu einer Entzündungsreaktion. Die Schleimhaut wird immer weiter angegriffen, verändert die Farbe von blassrosa zu dunkelrot oder lila und bildet sich im Lauf der Zeit zurück.

5. Lockere Zähne

Aufgrund der zunehmenden Zerstörung des Zahnhalteapparats und des Knochens durch die bakterielle Entzündung verlieren die Zähne ihren Halt. Anfangs wackeln sie nur minimal, im Endstadium der Erkrankung fallen sie aus.

Wichtig:

  • Eine beginnende bis mittelschwere Parodontitis ist allein durch das „Ansehen“ des Zahnfleischs für einen Laien kaum erkennbar. Richtig erkennen kann sie in diesen Stadien nur ein Fachmann, in diesem Fall Ihr Zahnarzt mit Hilfe einer speziellen Sonde, die im Rahmen der Prophylaxe zum Einsatz kommt.
  • Nach einer gründlichen Untersuchung erstellt er einen Papillen-Blutungs-Index (PBI). Mit ihm wird der Schweregrad der Erkrankung ermittelt und in der Patientenakte dokumentiert.

Fazit:

Parodontitis ist eine weitverbreitete Krankheit, die unbehandelt zum Zahnverlust führen kann. Damit es allerdings gar nicht so weit kommt, können Sie einiges zur Vorbeugung tun. Am Anfang bemerkt man nur milde Beschwerden, welche hin und wieder auftreten, was diese Erkrankung so tückisch macht. Ebenso wichtig wie eine gute Mundhygiene, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt. Wir überprüfen bei jeder Kontrolle Ihr gesamtes Zahnfleisch auf Parodontitis. Nur ein Zahnarzt kann eine gesicherte Diagnose erstellen und helfen die Krankheit zu besiegen beziehungsweise den Verlauf zu stoppen. Bemerken Sie eines der fünf häufigsten Warnsignale, vereinbaren Sie bitte umgehend einen Termin in unserer Zahnarztpraxis!

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zu Parodontitis oder allgemein zum Thema Zahnerkrankung? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Icon

Haben Sie Fragen?

Vereinbaren Sie doch einen Termin. Unser geschultes Personal berät Sie umfassend und persönlich.

Blog

27. Juli 2020
Parodontitis vorbeugen – 5 Tipps

Was ist Parodontitis?

Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontium), die entweder von der Wurzelspitze oder vom Zahnfleisch ausgehen kann. Sie führt unbehandelt zu Zahnfleisch- und Knochenrückgang, im schlimmsten Fall zu Zahnverlust

Welche Symptome treten bei Parodontitis auf?

Rotes, geschwollenes, blutendes Zahnfleisch oder Zahnschmerzen sind immer Alarmzeichen und ein Grund den Zahnarzt aufzusuchen. Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist oftmals der Beginn der Erkrankung. Im weiteren Verlauf vertiefen sich die Zahnfleischtaschen, das Zahnfleisch geht zurück und die Zähne beginnen sich zu lockern. Je früher dieser Prozess gestoppt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten

Damit es gar nicht so weit kommt, können Sie eine Menge zur Vorbeugung tun.

1. Optimale Zahn-und Mundhygiene

Für die optimale Zahnreinigung empfiehlt es sich vor dem Zähneputzen die Zahnzwischenräume mit einem Interdentalbürstchen oder Zahnseide zu reinigen. Putzen Sie Ihre Zähne mindesten zweimal täglich drei Minuten lang. Abschließend spülen Sie den Mund mit einer Mundspüllösung, die die Zähne nochmals mit Fluoriden versorgt und die Mundflora gesund erhält. Denken Sie daran Ihren Zahnersatz auch sorgfältig zu pflegen, damit sich keine schädlichen Beläge festsetzen.
Grundsätzlich sollte eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt oder der Dentalhygienikerin ein- bis zweimal durchgeführt werden. Bei Patienten mit vorangegangener Parodontitis muss allerdings öfter und intensiver gereinigt werden. In einzelnen Fällen ist sogar ein kleiner chirurgischer Eingriff notwendig.  Dabei werden Beläge der Zahnwurzel unter dem Zahnfleisch entfernt und anschließend die Wurzeloberfläche geglättet. Die sogenannte unterstützende Parodontitistherapie wird für jeden Patienten individuell festgelegt.  

2. Zwischendurch gründlich ausspülen

Nicht immer bietet sich die Gelegenheit die Zähne nach dem Essen zu putzen. Daher lohnt es sich, den Mund gründlich mit Wasser auszuspülen. So werden Speisereste von den Zähnen entfernt, bevor sie sich als schädliche Beläge festsetzen. Besonders den Zahnzwischenräumen kommt eine Mundspülung sehr zugute. Alternativ zur Mundspülung können Sie auch Kaugummi kauen. Durch die Anregung des Speichelflusses kommt es zu einer schnelleren Remineralisation der Zähne durch den Speichel. Kaugummis sind nach einer Mahlzeit kein vollwertiger Ersatz fürs Zähneputzen aber signifikant besser als gar nichts zu tun.

3. Ausgewogene und zahnschonende
Ernährung

Nicht nur den Zähnen kommt eine ausgewogene, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung zugute, sondern dem ganzen Körper. Was viele Menschen im Hinblick auf Zucker nicht wissen: Die Dosis macht das Gift. Wer einmal am Tag Süßes isst und anschließend Zahnpflege betreibt, geht kaum ein Risiko ein eine Karies zu entwickeln. Wenn der Zucker jedoch über den ganzen Tag konsumiert wird, z.B. in Form gesüßter Getränke, erhöht sich die Gefahr der Karies enorm. Ebenso verhält es sich mit Säuren die in Salatdressings, bestimmten Obstsorten und Säften enthalten sind. Das zahnfreundlichste Getränk ist Wasser, aber auch ungezuckerter Tee eignet sich bestens als Durstlöscher.
Nüsse, ungesüßter Naturjoghurt und Rohkost sind hervorragende, zahnfreundliche Snacks.

4. Vitamine zu sich nehmen

Es ist erwiesen, dass ein Mangel an Vitamin C eine Zahnbettentzündung begünstigen kann. Vitamin-C ist in Nahrungsmitteln wie Kiwi, Johannisbeeren, Paprika, Fenchel, Brokkoli oder Rosenkohl enthalten.
Auch die Vitamine A, D und E unterstützen das Immunsystem. Ein Vitamin-A-Mangel trocknet die Mundschleimhäute aus, was wiederum das Bakterienwachstum fördert. In Petersilie, Sanddorn, Milchprodukten, Aprikosen und Karotten ist viel Vitamin A enthalten. Das Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Kalziumstoffwechsel, der besonders für die Zähne wichtig ist. Vitamin E fördert die Zellerneuerungen und ist in Lebensmitteln wie Spinat, Hülsenfrüchten, Hafer oder Nüssen enthalten.

5. Rauchen vermeiden

Zahlreiche Inhaltsstoffe in Zigaretten wirken sich negativ auf das Gewebe und die Durchblutung aus. Der niedrigere Sauerstoffgehalt im Parodontalgewebe ermöglicht den Bakterien rascheres Wachstum. Außerdem fehlen bei Rauchern aufgrund der mangelhaften Durchblutung oft die typischen Symptome wie Zahnfleischentzündung, Zahnfleischbluten oder Zahnschmerzen. Dadurch kann die Erkrankung fortschreiten und wird erst erkannt, wenn es bereits zu schweren Schädigungen gekommen ist.

Fazit

Die Zahnbettentzündung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die in jedem Fall eine rasche Behandlung erfordert. Doch es muss gar nicht erst soweit kommen: Wer auf eine gute Zahnpflege achtet, sich gesund und vitaminreich ernährt und bestenfalls das Rauchen einstellt, hat vorbeugend schon viel gewonnen. Regelmässige, halbjährliche Kontrollen bei uns und die Durchführung der professionellen Zahnreinigung nach Bedarf runden die Vorsorge ab.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Parodontitis? Gerne beantworten wir in der Praxis Dr. Biedermann Ihre Fragen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns.

Icon

Haben Sie Fragen?

Vereinbaren Sie doch einen Termin. Unser geschultes Personal berät Sie umfassend und persönlich.