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12. März 2021
Zahnstein: Entstehung, Behandlung und Vorbeugung

Schöne, gepflegte Zähne sind immer ein Hingucker. Ein gewinnendes Lächeln kann mehr aussagen als tausend Worte. Um die Zähne sauber und gesund zu erhalten, müssen wir sie unser Leben lang mit guter Pflege unterstützen und leider immer wieder gegen Zahnbeläge ankämpfen. Man unterscheidet zwei Arten von Zahnbelag: Den harten, verkalkten und den weichen, der auch als Plaque bekannt ist. Den weichen Belag können Sie gut mit Zahnbürste und Zahnseide selbst beseitigen, für die Entfernung der harten Beläge sollten Sie den Zahnarzt aufsuchen. Zahnstein ist das Ergebnis eines hartnäckigen Zahnbelags. Er ist nicht nur optisch unschön, sondern er kann auch zu Entzündungen und Zahnerkrankungen wie Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) oder Gingivitis (Zahnfleischentzündung) führen. Er sollte daher in regelmäßigen Abständen beseitigt werden.

Zahnstein: Was ist das und wie entsteht er?

Es handelt sich dabei um mineralisierten Zahnbelag (Plaque). Im Speichel sind Mineralien enthalten, die die Zähne remineralisieren. Diese Mineralien durchsetzen aber auch den Belag und erhärten ihn schichtweise.

Die Zahnsteinbildung findet in vier Phasen statt:

1. Bildung eines dünnen Plaquefilms.
2. Mikrobielle Erstbesiedelung durch kugelförmige Bakterien.
3. Verschmelzung der Kolonien verschiedener Bakterien.
4. Mineralisierung des Zahnbelags.

Der harte Belag kommt in verschiedenen Verfärbungen vor. Anfangs ist er weiß-gelblich, mit der Zeit verfärbt er sich aufgrund der in der Nahrung enthaltenen Farbstoffe ins Bräunlich-Schwarze, aber auch andere Verfärbung ist möglich.

Er tritt am häufigsten an den Stellen auf, die in der Nähe der Speicheldrüsen liegen, beispielsweise an den unteren Schneidezähnen. Am Ausgang der Drüsen ist die Konzentration an Mineralien am höchsten.
Wichtig: Zahnstein kann sich nur dort bilden, wo Zahnbelag vorhanden ist. Je gründlicher die Zähne gereinigt werden, auch in den Zwischenräumen, umso geringer ist das Risiko der Zahnsteinbildung.

Zahnstein: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Im Gegensatz zu weichen Belägen, die man mit Zahnseide und Zahnbürste entfernen kann, ist der harte Belag sehr fest verhaftet und kann nur vom Zahnarzt oder einer Prophylaxeassistentin mit speziellen Geräten, wie Küretten oder einem Ultraschallgerät, entfernt werden. Wir raten daher zu regelmäßiger professioneller Zahnreinigung, je nach Verschmutzungsgrad, durchschnittlich ca. zwei Mal pro Jahr.

Zahnstein: Wie kann ich die Entstehung von hartem Belag verhindern?

Um harte Beläge zu verhindern, gelten die gleichen Maßnahmen, wie die, um grundsätzlich Plaque zu verhindern.
Das Allerwichtigste ist die gründliche und regelmäßige Zahnpflege, das gilt auch für festen und herausnehmbaren Zahnersatz. Putzen Sie Ihre Zähne mindestens zwei Mal am Tag, gründlich mit fluoridierter Zahnpasta. Einmal pro Tag sollten Sie vor dem Putzen die Zahnzwischenräume mit Zahnseide gereinigt werden.
Prothesen spülen Sie nach dem Essen gründlich mit Wasser ab und reinigen sie mit einer weichen Zahnbürste und etwas Flüssigseife, die Sie anschließend sorgfältig abspülen.
Schränken Sie den Genuss von zuckerhaltigen Lebensmitteln auf wenige Male pro Tag ein und geben Sie Ihren Zähnen die Chance sich durch den Speichel wieder zu remineralisieren – sprich, legen Sie nicht gleich wieder Nahrung nach.

Wir raten Ihnen, zwei Mal jährlich zur Kontrolle in unsere Praxis zu kommen – das Intervall zur professionellen Zahnreinigung legen wir mit Ihnen gemäß ihrer Mundhygiene und den individuellen Gegebenheiten der Zahnsteinbildung und Verschmutzung fest.

Fazit:

Hartnäckige Zahnbeläge sind für uns alle ein lästiger, lebenslanger Begleiter, der durch natürliche Prozesse im Mund entsteht. Er kann sich aber nur dort bilden, wo unzureichend gereinigt wurde. Je gründlicher die Mundhygiene, umso weniger Zahnsteinbildung. Besuchen Sie uns zwei Mal pro Jahr für die Durchsicht und die Festlegung Ihres Intervalls der professionellen Zahnreinigung. So können Sie immer sicher sein, dass wenig Folgeerkrankungen und Schäden an ihren Zähnen entstehen.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Zahnstein? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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18. September 2020
Karies – die häufigste Zahnerkrankung

Karies ist die häufigste Zahnerkrankung. Das Wort kommt aus dem Lateinischen von „Caries“ und bedeutet „Fäulnis“ oder „Morschheit“. Mikroorganismen aus dem Zahnbelag greifen den Zahnschmelz an. Das zerstört die harte Zahnsubstanz zunehmend – bis zum Zahnnerv. Soweit muss es nicht kommen. Sorgfältige Mundhygiene, ausgewogene Ernährung und der regelmäßige Besuch in unserer Zahnarztpraxis sind die besten Garanten für gesunde Zähne!

Wie entsteht Karies?

Im Zahnbelag leben verschiedenste Mikroorganismen. Einige davon ernähren sich von Zucker und scheiden Säuren aus. Sie entziehen dem Zahnschmelz Mineralien, machen ihn weich und anfällig.

Das Kariesrisiko steigt, wenn diese Faktoren zusammenwirken:

  • Vorhandensein von Plaque (Zahnbelag) – dieser enthält die kariogenen (kariesauslösenden) Bakterien
  • häufige Zufuhr von Kohlenhydraten (besonders in Zucker enthalten)
  • schlechte Mundhygiene

Ebenfalls einen Einfluss auf das Kariesrisiko haben:

  • die Zusammensetzung des Speichels
  • die genetische Veranlagung („Kariesneigung“)
  • Zahnstellung
  • Schlechte Ernährung
  • Voranschreitende Zeit und Abnutzung
  • Bruxismus (Pressen oder Zähneknirschen)

Welche Symptome können auf Zahnfäule hinweisen?

Kreideweiße oder bräunliche Flecken sind immer ein Warnzeichen. In engen Zahnzwischenräumen sind dunkle Schatten verdächtig. Ist der Fäulnisprozess bereits fortgeschritten, erkennt man mit bloßem Auge die sogenannten „Löcher“ im Zahn. Die Schmerzempfindlichkeit steigt mit der Zeit, der geschädigte Zahn reagiert auf Süßes, Kaltes und Heißes. Auch pochende Schmerzen beim Kauen sind möglich, wenn die Karies schon sehr groß ist. Spätestens wenn die Zahnerkrankung den Nerv erreicht hat, kommt es zu massiven Schmerzen, die eine sofortige zahnärztliche Behandlung erfordern.

Vereinzelt hört man noch: „Wenn ich keine Schmerzen habe ist alles in Ordnung“ – dies ist aber ein Trugschluss, denn wenn es anfängt zu schmerzen ist die Karies meist schon durch den schützenden Schmelz durchgedrungen und hat das Zahnbein erreicht. Daher ist die regelmäßige Kontrolle – zumeist halbjährlich – die beste Prophylaxe vor Karies. So kann sie bereits im kleinen Stadium entfernt werden, noch bevor Schmerzen entstehen.

Kariesprophylaxe

1. Die wichtigste Maßnahme ist die regelmäßige Zahnpflege

Drei Mal am Tag für drei Minuten lautet die Faustregel. Die richtige Putztechnik spielt dabei eine große Rolle. Ein- bis zweimal jährlich ist eine professionelle Zahnreinigung sehr zu empfehlen. Fluoridhaltige Zahnpasta remineralisiert und schützt Ihre Zähne. Bei Fluoridmangel kann es notwendig sein, zusätzlich ein hochdosiertes Fluoridgel zu verwenden.

2. Gesunde Ernährung

Zucker ist die Hauptnahrung der kariesauslösenden Bakterien. Entziehen wir ihnen die Lebensgrundlage, stoppen wir die Krankheitsprozesse. Das heißt jedoch nicht, dass auf Zucker generell verzichtet werden muss. Vielmehr kommt es darauf an wieviel und wann er konsumiert wird. Wer einmal am Tag Schokolade isst und sich anschließend die Zähne putzt, hat ein geringeres Kariesrisiko als jemand, der über den ganzen Tag verteilt gesüßte Getränke trinkt oder Süßigkeiten nascht. Dadurch erhalten die Bakterien permanent Nahrung und breiten sich ungehindert aus. Das zahnfreundlichste Getränk ist stilles Wasser.

3. Regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt

Löcher entstehen nicht von heute auf morgen. Bevor ein Loch im Zahn sichtbar wird, vergehen im Regelfall (moderate Kariesneigung bei guter Mundhygiene) viele Monate. Wer sein Gebiss regelmäßig untersuchen lässt, kann sicher sein, dass ihm keine schmerzhafte Überraschung in Form von durchlöcherten Zähnen blüht. Der Zahnarzt erkennt Karies im Anfangsstadium und leitet entsprechende Maßnahmen ein.

Behandlung von Karies

Sie richtet sich nach dem Ausmaß der Schädigung. Anfangs lässt sich der kariöse Prozess mittels Fluoridierung zumindest aufhalten, manchmal gelingt eine Remineralisierung. Ist die harte Zahnsubstanz bereits stärker beschädigt, muss der kariöse Herd vollständig entfernt werden. Der entstandene Hohlraum wird mit einer Füllung verschlossen. Falls das Loch bereits zu groß ist, wird der Zahn überkront. Ist die Pulpa, der „Nerv“, entzündet, ist in den meisten Fällen eine Wurzelbehandlung nötig.

Fazit:

Jeder kann eine Menge für seine Zahngesundheit tun. Achten Sie auf eine ausgewogene, zuckerarme Ernährung und auf eine sorgfältige Mundhygiene. Vereinbaren Sie zweimal jährlich einen Kontrolltermin in unserer Zahnarztpraxis. Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Übrigens:
Wer täglich einmal mit Zahnseide alle Zahnzwischenräume VOR dem Zähneputzen reinigt und zusätzlich nach dem Zähneputzen eine geeignete Mundspüllösung verwendet, verringert die Kariesentstehung signifikant!

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zu Karies oder allgemein zum Thema Zahnerkrankungen? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


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