Blog

9. November 2020
Weisheitszahn entfernen – wann ist eine OP ratsam?

Die Weisheitszähne sind in der Regel vier Backenzähne, welche sich hinten als Letztes in der Zahnreihe in Richtung Rachen befinden. Zwischen dem 18. und 30. Lebensjahr können diese durchbrechen. Oftmals reicht der Platz im Mund für sie nicht aus und die Zähne beeinträchtigen aufgrund dessen die Stellung der anderen Zähne, indem sie diese mit viel Druck verschieben. Daher müssen Weisheitszähne oftmals operativ entfernt werden.

Gründe für eine Weisheitszahn-OP

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb Sie eine Weisheitszahn-OP in Erwägung ziehen sollten. Ein gängiger Grund ist die Kiefergröße. Häufig ist dieser für die Weisheitszähne zu klein und es führt zu Komplikationen, wie das Verschieben der Zähne sowie die daraus entstehenden Schmerzen und Entzündungen. Ein weiterer Grund ist die Lage und Position der Weisheitszähne. Liegen diese beispielsweise schräg, können sie andere Zähne, den Kiefer allgemein oder die Nerven beschädigen. Darüber hinaus können Weisheitszähne Karies auslösen. Entscheiden Sie sich gegen eine Weisheitszahn-OP können umliegende Zähne beschädigt werden, Entzündungen entstehen sowie kann es zum Verschieben, Kippen oder Drehen der Zähne in der Zahnreihe kommen.

Falls Sie keine Schmerzen verspüren, ist ein regelmäßiger Zahnarztbesuch trotzdem ratsam. Wir als Ihre Zahnärzte können abwägen, ob der Weisheitszahn zu einem späteren Zeitpunkt zu möglichen Entzündungen, Wurzelschäden oder Karies führt. Liegen die Zähne in einer korrekten Position und haben ausreichend Platz, müssen diese nämlich nicht unbedingt entfernt werden. Es gibt viele Menschen, die ihre Weisheitszähne ein Leben lang ohne Probleme behalten.

Wie verläuft eine Weisheitszahn-OP?

Die Entfernung der Weisheitszähne wird von einem chirurgisch versierten Zahnarzt in unserer Praxis oder bei komplizierteren Fällen bei einem Kieferchirurgen oder einem Oralchirurgen durchgeführt und dauert normalerweise 20-60 Minuten. Vor einem solchen Eingriff spricht der Zahnarzt mit Ihnen über Ihre Krankengeschichte, untersucht das Gebiss und macht Röntgenbilder.

Wenn die Weisheitszähne bereits durchgebrochen sind, können diese ganz gewöhnlich gezogen werden. Dafür benötigt man lediglich eine örtliche Betäubung.

Sofern die Zähne schief liegen, zum Teil oder komplett verborgen sind, müssen diese chirurgisch und mit örtlicher Betäubung entfernt werden. Da während der OP Schleimhäute und Knochen abgetragen werden, kommt es danach zu leichten Schmerzen, Blutergüssen und Schwellungen. Die Wunden werden vernäht und nach circa einer Woche gezogen.

Was müssen Sie nach einer Weisheitszahn-OP beachten?

In der Zeit nach einem solchen Eingriff müssen Sie folgendes beachten:

  • Weiche Speisen essen, da härtere und krümelige Speisen oftmals die Wundheilung behindern und sich das Entzündungsrisiko erhöht.
  • Während der Heilungsphase hilft es, öfter Wasser zu trinken, jedoch auf Milchprodukte weitgehend zu verzichten.  
  • In den ersten Tagen nach der OP sollten Sie auf körperliche Überanstrengungen verzichten, diese können oftmals Nachblutungen auslösen.
  • Schmerzmittel zur Linderung einnehmen und die Heilungsphase so angenehmer gestalten.
  • Sie sollten keinen Alkohol oder Nikotin zu sich nehmen, da die Wundheilung so beeinträchtigt wird.
  • Auch auf Koffein sollten Sie verzichten, hier besteht ebenfalls das Risiko Nachblutungen auszulösen.
  • Vorsichtiges Zähneputzen, damit die Wunde nicht belastet wird.
  • Erhöhtes Schlafen und eine aufrechte Haltung helfen ebenfalls bei der Wundheilung.
  • Schwellungen mit einem kühlen Waschlappen oder einem Kühlakku abkühlen, damit diese schneller abklingen können.

Sofern die Blutungen, Schwellungen oder Schmerzen nicht abklingen und Sie eventuell sogar an Fieber leiden, suchen Sie bitte zeitig unsere Zahnarztpraxis auf.

Fazit:

Eine Weisheitszahn-OP ist für Kieferchirurgen ein regelmäßiger Eingriff und verläuft in der Regel ohne Komplikation. Sollten jedoch nach dem Eingriff Schmerzen auftreten, suchen Sie unbedingt einen Zahnarzt auf. Wichtig ist auch, dass Sie allgemein regelmäßig die Prophylaxe in Ihrer Zahnarztpraxis wahrnehmen, so dass wir auch Ihre Weisheitszähne mit kontrollieren können.

Wir sind für Sie da

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Weisheitszähne? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Blog

9. Oktober 2020
Die Weisheitszähne – Antworten auf 6 wichtige Fragen

Weisheitszähne sind die letzten Zähne, die beim Erwachsenen durchbrechen. Von der Gebissmitte aus gezählt, sind es die achten Zähne. Nicht alle Menschen haben sie und diejenigen die sie haben, klagen häufig über Beschwerden. Das liegt daran, dass sie Überbleibsel aus der Vergangenheit sind, als die Kiefer der Menschen größer und die Ernährungsgewohnheiten andere waren.

1. Hat jeder Mensch vier Weisheitszähne?

Normalerweise sind in jedem Kiefer vier dritte Molaren (große Backenzähne) angelegt. Doch nicht bei jedem Menschen brechen sie in die Mundhöhle durch: Bei etwa 80% aller jungen Erwachsenen, verbleibt mindestens ein Weisheitszahn im Kiefer, oder bricht nur teilweise durch. Bei manchen sind sie gar nicht angelegt. Ab und zu gibt es auch Personen mit mehr als vier Weisheitszähnen. Diese Weisheitszähne sind selten voll ausgebildet und meist sehr klein.

2. Wann brechen Weisheitszähne im Normalfall durch?

Meistens brechen sie zwischen dem 18. und dem 25. Lebensjahr durch. In Ausnahmefälle ist ein früherer oder späterer Durchbruch möglich. Ob sie angelegt sind und wie das Wachstum voraussichtlich aussehen wird, kann der Zahnarzt anhand einer Röntgenaufnahme feststellen.

3. Woher weiß man ob die eigenen dritten Backenzähne durchbrechen?

Genau vorhersagen lässt es sich nicht. Der Zahnarzt kann auf dem Röntgenbild erkennen, ob ein Weisheitszahn angelegt ist und ob dieser ausreichend Platz im Kiefer hätte. Sind diese Voraussetzungen gegeben, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Zahn wachsen wird. Wenn jedoch die Platzverhältnisse im Kiefer sehr ungünstig sind, oder der Weisheitszahn schief angelegt ist, kann es sein, dass er nicht durchbricht.

4. Warum verursachen Weisheitszähne häufig Schmerzen?

Ab und zu verursacht auch der Durchbruch der dritten Backenzähne Schmerzen. Es kann zu Schwellungen und Rötungen am Zahnfleisch kommen, zu Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim Öffnen des Mundes. Es ist in jedem Fall empfehlenswert den Zahnarzt aufzusuchen, sobald Sie bemerken, dass Zahnschmerzen auftreten, ein Druckgefühl entsteht oder die Mundöffnung vermindert ist.

5. Müssen Weisheitszähne immer gezogen werden?

Früher wurden sie häufiger entfernt als heute. Wenn der Kiefer ausreichend Platz bietet und ein normales Zahnwachstum zu erwarten ist, spricht nichts für eine Entfernung des Weisheitszahnes. Wenn die dritten Molaren zwar da sind, aber nicht durchbrechen und keine Probleme bereiten, ist eine Operation ebenfalls meist nicht nötig. Sollte eine Operation nötig sein, so findet der Eingriff ambulant in örtlicher Betäubung oder in Kurznarkose statt.

6. Gibt es bei der Pflege der Weisheitszähne etwas zu beachten?

Wenn sich der Zahn noch im Durchbruch befindet und zum Teil mit Zahnfleisch bedeckt ist, benötigt er spezielle Aufmerksamkeit und Pflege. Es ist wichtig, dass der Zahn sorgfältig von Speiseresten und Belägen befreit wird, damit sich keine Entzündung entwickelt. Die normale Zahnbürste ist oft zu groß, um alle Stellen im hintersten Bereich des Mundes zu erfassen. Probieren Sie es stattdessen mit einer kleineren oder abgewinkelten Zahnbürste. Auch der Bürstenkopf der meisten elektrischen Zahnbürsten ist kleiner als derjenige gewöhnlicher Handzahnbürsten. Eine Mundspülung zum Abschluss ist ebenfalls empfehlenswert.
Die Pflege der dritten Backenzähne erfolgt im Rahmen der normalen Mundhygiene. Allerdings benötigen sie besondere Aufmerksamkeit, um beim Putzen „ganz hinten“ nicht vernachlässigt zu werden.

Fazit:

Die dritten Backenzähne fügen sich in vielen Fällen problemlos in den Kiefer ein und vervollständigen das Gebiss. Unter normalen Voraussetzungen sind keine Beschwerden zu erwarten, außer geringe Schmerzen beim Durchbruch. Bei guter Pflege können sie ein Leben lang erhalten bleiben. Kommt es doch einmal zu Zahnschmerzen oder sonstigen Beschwerden, melden Sie sich bitte in Ihrer Zahnarztpraxis.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Weisheitszähne? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Warning: Undefined array key "__hs_initial_opt_in" in /homepages/25/d41770288/htdocs/content/wp-content/themes/dr-biedermann/footer.php on line 77