Blog

3. Februar 2021
Schwangerschaft – Die optimale Zahngesundheit!

Wenn neues Leben heranwächst verändert sich vieles: Das Gewebe wird weicher, der Bauch größer, die Gelüste sind oft neu und manche Frau leidet unter Übelkeit in der Schwangerschaft. All das sind Folgen der gewaltigen Hormonumstellung, die sich auch auf die Mundgesundheit auswirken kann. Schwangere Frauen müssen besonders sorgfältig auf Ihre Zahnhygiene achten, denn Zähne und Zahnfleisch sind während dieser Zeit anfälliger für Entzündungen und andere Krankheiten.

Inwiefern beeinflusst die Hormonumstellung die Mundgesundheit?

1. Auswirkung auf das Zahnfleisch

Die Schleimhäute werden stärker durchblutet, sind weicher und reizbarer. Bakterien können sich schneller ansiedeln und Entzündungen verursachen. Häufiges Zahnfleischbluten ist oft das erste Anzeichen einer Schwangerschaftsgingivitis (Gingivitis = Zahnfleischentzündung), welche schlimmstenfalls zur Parodontitis führen kann. Eine unbehandelte Zahnfleischentzündung kann das Risiko einer Frühgeburt signifikant erhöhen.

2. Magensäure

Viele werdende Mütter leiden unter Übelkeit und Erbrechen. Dabei gelangt Magensäure an die Zähne und greift den Zahnschmelz an. Vermeiden Sie das Zähneputzen direkt nach dem Erbrechen und spülen Sie zunächst den Mund mit Wasser aus, um die Säure zu neutralisieren.

3. Ernährung

Das ungeborene Kind ist im Mutterleib vollständig abhängig von der Mutter. Es holt sich die lebensnotwendigen Nährstoffe und Mineralien aus dem, was die werdende Mutter isst, trinkt und aus ihren Reserven. Bereits ab der 6.-8. Schwangerschaftswoche entwickeln sich beim Ungeborenen die ersten Zahnleisten, welche die Keimanlagen für die kommenden Milchzähne enthalten. Achten Sie daher besonders auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Meiden Sie zuckerhaltige Lebensmittel so gut es geht, sie führen zur Vermehrung der Kariesbakterien. Süßigkeiten sollten als Zwischenmahlzeiten generell vermieden werden. Wer nicht ganz auf Süßes verzichten möchte, kann zu den Hauptmahlzeiten etwas Zuckerhaltiges zu sich nehmen, sollte sich aber eine halbe Stunde später die Zähne putzen.

Wie wichtig ist der Zahnarztbesuch in der Schwangerschaft?

In dieser besonderen Zeit ist das Zahnfleisch anfälliger und werdende Mütter vermeiden dadurch manchmal das Zähneputzen aus Angst vor Schmerzen oder Blutungen. Wegen starker Übelkeit und empfindlichem Zahnfleisch haben einige Probleme, die Zahnpflege aufrechtzuerhalten. Wir empfehlen, während dieser neun Monate mindestens dreimal den Zahnarzt aufzusuchen:

Zur Prophylaxe zu Beginn der Schwangerschaft

Der Zahnarzt kontrolliert den allgemeinen Zustand Ihrer Zähne. Eine professionelle Zahnreinigung ergänzt diese Untersuchung optimal.

Im zweiten Schwangerschaftsdrittel

Zwischen dem 4. und 6. Schwangerschaftsmonat kann der Zahnarzt überprüfen, wie sich die Hormonumstellung auswirkt und ob die angewandte Zahnpflege ausreichend ist.

Zur Prophylaxe am Ende der Schwangerschaft

Kurz vor dem Geburtstermin, empfehlen wir einen letzten Zahnarztbesuch. Er kontrolliert nochmals, ob alles in Ordnung ist. So kann die frischgebackene Mutter die erste Zeit mit ihrem Baby genießen, ohne sich Sorgen um ihre Mundgesundheit machen zu müssen.

Wichtig:

Bei Zahnschmerzen oder Zahnfleischbluten sollten Sie dringend unsere Zahnarztpraxis aufsuchen, um negative Folgen, wie beispielsweise eine Parodontitis oder Karies, zu vermeiden.

Fazit:

Schwangere Frauen müssen besonders gut auf ihre Mundhygiene achten. Aufgrund der Hormonumstellung, kommt es einerseits zu weicherem Gewebe aber mitunter auch zu Übelkeit und Erbrechen, was wiederum die regelmäßige Zahnpflege negativ beeinflussen kann. Verwenden Sie je nach Bedarf:

  • weiche Kurzkopfzahnbürsten,
  • Zahnseide für die Zahnzwischenräume,
  • neutral schmeckende Zahnpasta,
  • alkoholfreies Mundwasser,

und spülen Sie öfter zwischendurch den Mund mit Leitungswasser aus.

Drei Kontrolluntersuchungen in unserer Praxis runden das zahnmedizinische Vorsorgeprogramm für Schwangere optimal ab.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Zahngesundheit in der Schwangerschaft? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Blog

5. Oktober 2020
Parodontitis frühzeitig erkennen – 5 Warnsignale

Im Volksmund auch Parodontose genannt, handelt es sich bei einer Parodontitis um die Entzündung des Zahnhalteapparates. Dieser Prozess kann so weit fortschreiten, dass er unbehandelt zu Zahnverlust führt. Außerdem besteht die Gefahr, dass andere Körperregionen wie Herz, Gelenke und Gehirn in Mitleidenschaft gezogen werden. Bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus werden ebenfalls mit ihr in Verbindung gebracht.
Da sich die Krankheit im nicht sichtbaren Bereich des Mundes unterhalb des Zahnfleisches abspielt, ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung in unserer Zahnarztpraxis sehr wichtig!

Die fünf häufigsten Warnsignale

1. Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten stellt sich meistens aufgrund einer Entzündung des Zahnfleisches ein. Schädliche Bakterien haben sich angesiedelt und greifen das Gewebe an. Schreitet dieser Prozess fort, bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien ungehemmt vermehren und weiteren Schaden anrichten können. Diese Zahnfleischentzündung geht auf Zahnwurzel und Zahnhalteapparat über, bis hin zum Kieferknochen. Es treten vermehrt Zahnschmerzen auf. Am Ende wird der Zahn locker und fällt aus.

2. Empfindliche Zähne

Da sich das angegriffene Zahnfleisch immer weiter zurückbildet, werden die empfindlichen Zahnhälse freigelegt. Sie reagieren vermehrt auf Temperaturunterschiede, der Patient bekommt Zahnschmerzen.

3. Unangenehmer Mundgeruch

Mundgeruch kann ein Hinweis auf eine gestörte Mundflora sein, das bedeutet, die Besiedelung von guten und schlechten Bakterien im Mundraum ist ins Ungleichgewicht geraten. Bei einer Parodontitis vermehren sich die Bakterien unterhalb des Zahnfleisches, so dass Sie auch mit guter Mundhygiene keine vollständige Beseitigung erreichen. Nur der Zahnarzt kann in so einem Fall wirksam die Zahnfleischtaschen reinigen und den unangenehmen Mundgeruch beseitigen.

4. Zurückgehendes Zahnfleisch

Bakterien nisten sich unterhalb des Zahnfleisches ein, dadurch kommt es zu einer Entzündungsreaktion. Die Schleimhaut wird immer weiter angegriffen, verändert die Farbe von blassrosa zu dunkelrot oder lila und bildet sich im Lauf der Zeit zurück.

5. Lockere Zähne

Aufgrund der zunehmenden Zerstörung des Zahnhalteapparats und des Knochens durch die bakterielle Entzündung verlieren die Zähne ihren Halt. Anfangs wackeln sie nur minimal, im Endstadium der Erkrankung fallen sie aus.

Wichtig:

  • Eine beginnende bis mittelschwere Parodontitis ist allein durch das „Ansehen“ des Zahnfleischs für einen Laien kaum erkennbar. Richtig erkennen kann sie in diesen Stadien nur ein Fachmann, in diesem Fall Ihr Zahnarzt mit Hilfe einer speziellen Sonde, die im Rahmen der Prophylaxe zum Einsatz kommt.
  • Nach einer gründlichen Untersuchung erstellt er einen Papillen-Blutungs-Index (PBI). Mit ihm wird der Schweregrad der Erkrankung ermittelt und in der Patientenakte dokumentiert.

Fazit:

Parodontitis ist eine weitverbreitete Krankheit, die unbehandelt zum Zahnverlust führen kann. Damit es allerdings gar nicht so weit kommt, können Sie einiges zur Vorbeugung tun. Am Anfang bemerkt man nur milde Beschwerden, welche hin und wieder auftreten, was diese Erkrankung so tückisch macht. Ebenso wichtig wie eine gute Mundhygiene, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt. Wir überprüfen bei jeder Kontrolle Ihr gesamtes Zahnfleisch auf Parodontitis. Nur ein Zahnarzt kann eine gesicherte Diagnose erstellen und helfen die Krankheit zu besiegen beziehungsweise den Verlauf zu stoppen. Bemerken Sie eines der fünf häufigsten Warnsignale, vereinbaren Sie bitte umgehend einen Termin in unserer Zahnarztpraxis!

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zu Parodontitis oder allgemein zum Thema Zahnerkrankung? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Blog

21. August 2020
Wann ist eine Parodontitis-Behandlung notwendig?

Volkskrankheit „Parodontose“

Parodontitis, umgangssprachlich meist „Parodontose“ genannt, bezeichnet die Erkrankung des Zahnhalteapparates. Durch die übermäßige Besiedelung von Bakterien in der Mundhöhle kann eine Zahnfleischentzündung entstehen, die dann zur Entzündung des Zahnhalteapparates führen kann. Die Krankheitserreger und Entzündungsreaktionen des Körpers greifen Zahnfleisch und Knochen an. Unbehandelt führt die Erkrankung zu Knochenabbau und Zahnverlust. 80% der deutschen Bevölkerung leidet an einer Parodontitis, 10 Millionen Menschen sogar an schwerer.

Symptome wie Zahnfleischbluten, geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischrückgang, starker Mundgeruch, Zahnschmerzen, sich verändernde Zahnstellungen oder gar Lockerungen der Zähne sind immer ein Warnsignal und sollten dem Zahnarzt mitgeteilt werden.

Risikofaktoren für eine Parodontitis

  • Mangelnde Mundhygiene
    Auslöser sind bakterielle Zahnbeläge. Entstehen diese durch eine gute Mundhygiene erst gar nicht, minimiert man das Risiko einer Parodontitis-Erkrankung erheblich.
  • Rauchen
    Raucher haben ein etwa 3-fach erhöhtes Parodontitis-Risiko. Da die Durchblutung des Zahnfleisches geringer ist, wird das erste Warnzeichen – Zahnfleischbluten – oft nicht wahrgenommen und die Erkrankung schreitet unbemerkt fort.
  • Allgemeinerkrankungen
    Einige Krankheiten wie z.B. Diabetes mellitus können sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken.
  • Genetische Veranlagung
    Wissenschaftler entdeckten einen Zusammenhang zwischen einer Veränderung an den Leukin-1-Genen und dem schnelleren Fortschreiten der Entzündung.
  • Schwangerschaft
    Parodontitis erhöht bei Schwangeren das Risiko für eine Frühgeburt. Die während der Schwangerschaft entwickelten Hormone bewirken lockeres Gewebe. Bakterien haben somit ein leichteres Spiel, sich in den Zahnfleischtaschen auszubreiten. Allerdings kann man bei Betroffenen schnell Abhilfe geschaffen werden. Zum Beispiel durch professionelle Zahnreinigung und gegebenenfalls eine unterstützende Mundspüllösung.
  • Ansteckung
    Parodontitis ist eine Infektionskrankheit und demnach ansteckend. Die entsprechenden Bakterien können über gemeinsam benutztes Besteck oder Geschirr, sowie durch Küssen übertragen werden. Aber auch eine Übertragung durch Aerosole (feine Tröpfchen) ist möglich. Im Prinzip hat fast jeder Keime im Mund. Diese werden nur dann gefährlich, wenn ein Ungleichgewicht zugunsten der für die Parodontitis verantwortlichen Keime entsteht.
  • Stress
    Stress wirkt sich auf den ganzen Körper negativ aus. So auch auf das Immunsystem, welches als Folge nicht mehr stark genug auf die Krankheitserreger reagiert.
  • Falsche Ernährung
    Eine unausgewogene Ernährung kann die Infektion beschleunigen, da die Immunabwehr nicht ausreichend mit Vitaminen versorgt ist. Zucker fördert das Bakterienwachstum im Mund enorm.
  • Bestimmte Medikamente
    Einige Medikamente wie Blutdrucksenker oder Mittel zu Unterdrückung des Immunsystems können Parodontitis begünstigen.

Parodontitis nicht auf die leichte Schulter nehmen

Die Erkrankung des Zahnhalteapparates kann sowohl im frühen als auch im fortgeschrittenen Stadium leicht therapiert werden. Wie bei jeder Erkrankung gilt dennoch: je früher behandelt wird, desto besser.
Denn im schlimmsten Fall besteht sogar eine Gefahr für die Allgemeingesundheit. Bakterien können in den Blutkreislauf gelangen und an anderen Körperstellen, beispielsweise am Herzen, Schaden anrichten.

Diagnose und Therapie

Bei jedem Prophylaxe-Besuch untersuchen wir das Zahnfleisch auf Parodontitis. Patienten die regelmäßig zur professionellen Zahnreinigung kommen, können Parodontitis beim Auftreten eliminieren.
Spätestens, wenn Sie Zahnschmerzen, Zahnfleischbluten oder eine Zahnfleischentzündung wahrnehmen, sollten Sie einen Termin in unserer Zahnarztpraxis vereinbaren.

Mittels sogenanntem „Parodontose-Screening-Index“ kontrollieren wir den Zustand des Zahnfleisches und dokumentiert ihn sorgfältig. So können wir Veränderungen in Folgeuntersuchungen sofort erkennen und entsprechend reagieren. Die Behandlung richtet sich nach der Ausprägung der Entzündung. Je nach Bedarf sind regelmäßige Untersuchungen und Prophylaxe notwendig.

In der Hygienephase entfernt unser zahnärztliches Team sämtliche Beläge oberhalb des Zahnfleisches und gibt dem Patienten Unterweisungen für die optimale Zahnpflege zuhause.

Darauf folgt die Parodontal-Behandlung. Unter örtlicher Betäubung werden dem Patienten alle Beläge an den freiliegenden Wurzeloberflächen innerhalb der Zahnfleischtaschen entfernt. Nach einigen Wochen wird der Erfolg der Behandlung kontrolliert. Sollten die Maßnahmen nicht ausreichend sein, erfolgt ein chirurgischer Eingriff.

Nachbehandlung
Patienten, bei denen eine Entzündung des Zahnhalteapparates festgestellt wurde, müssen sich ihr Leben lang der sogenannten unterstützenden Parodontitis-Behandlung beim Zahnarzt unterziehen. Die zeitlichen Abstände der Termine richten sich nach der Ausprägung der Erkrankung und weiteren individuellen Risikofaktoren.
Der Erfolg der Behandlung hängt unter anderem vom Patienten zu Hause ab. Ohne dessen mithilfe bezüglich der eigenen Mundhygiene zu Hause, ist eine Therapie nicht oder nur eingeschränkt möglich. Mehr zur häuslichen Prophylaxe können Sie hier nachlesen. 

Fazit

Gute Zahnpflege und regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt sind die besten Voraussetzungen für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch. Wird eine Erkrankung des Zahnhalteapparates festgestellt, so kann sie mit guter Zusammenarbeit zwischen Ihnen als Patient und uns als Praxisteam schnell und ohne große Eingriffe gestoppt werden.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Parodontitis? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Blog

27. Juli 2020
Parodontitis vorbeugen – 5 Tipps

Was ist Parodontitis?

Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontium), die entweder von der Wurzelspitze oder vom Zahnfleisch ausgehen kann. Sie führt unbehandelt zu Zahnfleisch- und Knochenrückgang, im schlimmsten Fall zu Zahnverlust

Welche Symptome treten bei Parodontitis auf?

Rotes, geschwollenes, blutendes Zahnfleisch oder Zahnschmerzen sind immer Alarmzeichen und ein Grund den Zahnarzt aufzusuchen. Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist oftmals der Beginn der Erkrankung. Im weiteren Verlauf vertiefen sich die Zahnfleischtaschen, das Zahnfleisch geht zurück und die Zähne beginnen sich zu lockern. Je früher dieser Prozess gestoppt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten

Damit es gar nicht so weit kommt, können Sie eine Menge zur Vorbeugung tun.

1. Optimale Zahn-und Mundhygiene

Für die optimale Zahnreinigung empfiehlt es sich vor dem Zähneputzen die Zahnzwischenräume mit einem Interdentalbürstchen oder Zahnseide zu reinigen. Putzen Sie Ihre Zähne mindesten zweimal täglich drei Minuten lang. Abschließend spülen Sie den Mund mit einer Mundspüllösung, die die Zähne nochmals mit Fluoriden versorgt und die Mundflora gesund erhält. Denken Sie daran Ihren Zahnersatz auch sorgfältig zu pflegen, damit sich keine schädlichen Beläge festsetzen.
Grundsätzlich sollte eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt oder der Dentalhygienikerin ein- bis zweimal durchgeführt werden. Bei Patienten mit vorangegangener Parodontitis muss allerdings öfter und intensiver gereinigt werden. In einzelnen Fällen ist sogar ein kleiner chirurgischer Eingriff notwendig.  Dabei werden Beläge der Zahnwurzel unter dem Zahnfleisch entfernt und anschließend die Wurzeloberfläche geglättet. Die sogenannte unterstützende Parodontitistherapie wird für jeden Patienten individuell festgelegt.  

2. Zwischendurch gründlich ausspülen

Nicht immer bietet sich die Gelegenheit die Zähne nach dem Essen zu putzen. Daher lohnt es sich, den Mund gründlich mit Wasser auszuspülen. So werden Speisereste von den Zähnen entfernt, bevor sie sich als schädliche Beläge festsetzen. Besonders den Zahnzwischenräumen kommt eine Mundspülung sehr zugute. Alternativ zur Mundspülung können Sie auch Kaugummi kauen. Durch die Anregung des Speichelflusses kommt es zu einer schnelleren Remineralisation der Zähne durch den Speichel. Kaugummis sind nach einer Mahlzeit kein vollwertiger Ersatz fürs Zähneputzen aber signifikant besser als gar nichts zu tun.

3. Ausgewogene und zahnschonende
Ernährung

Nicht nur den Zähnen kommt eine ausgewogene, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung zugute, sondern dem ganzen Körper. Was viele Menschen im Hinblick auf Zucker nicht wissen: Die Dosis macht das Gift. Wer einmal am Tag Süßes isst und anschließend Zahnpflege betreibt, geht kaum ein Risiko ein eine Karies zu entwickeln. Wenn der Zucker jedoch über den ganzen Tag konsumiert wird, z.B. in Form gesüßter Getränke, erhöht sich die Gefahr der Karies enorm. Ebenso verhält es sich mit Säuren die in Salatdressings, bestimmten Obstsorten und Säften enthalten sind. Das zahnfreundlichste Getränk ist Wasser, aber auch ungezuckerter Tee eignet sich bestens als Durstlöscher.
Nüsse, ungesüßter Naturjoghurt und Rohkost sind hervorragende, zahnfreundliche Snacks.

4. Vitamine zu sich nehmen

Es ist erwiesen, dass ein Mangel an Vitamin C eine Zahnbettentzündung begünstigen kann. Vitamin-C ist in Nahrungsmitteln wie Kiwi, Johannisbeeren, Paprika, Fenchel, Brokkoli oder Rosenkohl enthalten.
Auch die Vitamine A, D und E unterstützen das Immunsystem. Ein Vitamin-A-Mangel trocknet die Mundschleimhäute aus, was wiederum das Bakterienwachstum fördert. In Petersilie, Sanddorn, Milchprodukten, Aprikosen und Karotten ist viel Vitamin A enthalten. Das Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Kalziumstoffwechsel, der besonders für die Zähne wichtig ist. Vitamin E fördert die Zellerneuerungen und ist in Lebensmitteln wie Spinat, Hülsenfrüchten, Hafer oder Nüssen enthalten.

5. Rauchen vermeiden

Zahlreiche Inhaltsstoffe in Zigaretten wirken sich negativ auf das Gewebe und die Durchblutung aus. Der niedrigere Sauerstoffgehalt im Parodontalgewebe ermöglicht den Bakterien rascheres Wachstum. Außerdem fehlen bei Rauchern aufgrund der mangelhaften Durchblutung oft die typischen Symptome wie Zahnfleischentzündung, Zahnfleischbluten oder Zahnschmerzen. Dadurch kann die Erkrankung fortschreiten und wird erst erkannt, wenn es bereits zu schweren Schädigungen gekommen ist.

Fazit

Die Zahnbettentzündung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die in jedem Fall eine rasche Behandlung erfordert. Doch es muss gar nicht erst soweit kommen: Wer auf eine gute Zahnpflege achtet, sich gesund und vitaminreich ernährt und bestenfalls das Rauchen einstellt, hat vorbeugend schon viel gewonnen. Regelmässige, halbjährliche Kontrollen bei uns und die Durchführung der professionellen Zahnreinigung nach Bedarf runden die Vorsorge ab.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Parodontitis? Gerne beantworten wir in der Praxis Dr. Biedermann Ihre Fragen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns.


Warning: Undefined array key "__hs_initial_opt_in" in /homepages/25/d41770288/htdocs/content/wp-content/themes/dr-biedermann/footer.php on line 77