Covid-19

Parodontitis vorbeugen

News

27. Juli 2020
Parodontitis vorbeugen – 5 Tipps

Was ist Parodontitis?

Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontium), die entweder von der Wurzelspitze oder vom Zahnfleisch ausgehen kann. Sie führt unbehandelt zu Zahnfleisch- und Knochenrückgang, im schlimmsten Fall zu Zahnverlust

Welche Symptome treten bei Parodontitis auf?

Rotes, geschwollenes, blutendes Zahnfleisch oder Zahnschmerzen sind immer Alarmzeichen und ein Grund den Zahnarzt aufzusuchen. Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) ist oftmals der Beginn der Erkrankung. Im weiteren Verlauf vertiefen sich die Zahnfleischtaschen, das Zahnfleisch geht zurück und die Zähne beginnen sich zu lockern. Je früher dieser Prozess gestoppt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten

Damit es gar nicht so weit kommt, können Sie eine Menge zur Vorbeugung tun.

1. Optimale Zahn-und Mundhygiene

Für die optimale Zahnreinigung empfiehlt es sich vor dem Zähneputzen die Zahnzwischenräume mit einem Interdentalbürstchen oder Zahnseide zu reinigen. Putzen Sie Ihre Zähne mindesten zweimal täglich drei Minuten lang. Abschließend spülen Sie den Mund mit einer Mundspüllösung, die die Zähne nochmals mit Fluoriden versorgt und die Mundflora gesund erhält. Denken Sie daran Ihren Zahnersatz auch sorgfältig zu pflegen, damit sich keine schädlichen Beläge festsetzen.
Grundsätzlich sollte eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt oder der Dentalhygienikerin ein- bis zweimal durchgeführt werden. Bei Patienten mit vorangegangener Parodontitis muss allerdings öfter und intensiver gereinigt werden. In einzelnen Fällen ist sogar ein kleiner chirurgischer Eingriff notwendig.  Dabei werden Beläge der Zahnwurzel unter dem Zahnfleisch entfernt und anschließend die Wurzeloberfläche geglättet. Die sogenannte unterstützende Parodontitistherapie wird für jeden Patienten individuell festgelegt.  

2. Zwischendurch gründlich ausspülen

Nicht immer bietet sich die Gelegenheit die Zähne nach dem Essen zu putzen. Daher lohnt es sich, den Mund gründlich mit Wasser auszuspülen. So werden Speisereste von den Zähnen entfernt, bevor sie sich als schädliche Beläge festsetzen. Besonders den Zahnzwischenräumen kommt eine Mundspülung sehr zugute. Alternativ zur Mundspülung können Sie auch Kaugummi kauen. Durch die Anregung des Speichelflusses kommt es zu einer schnelleren Remineralisation der Zähne durch den Speichel. Kaugummis sind nach einer Mahlzeit kein vollwertiger Ersatz fürs Zähneputzen aber signifikant besser als gar nichts zu tun.

3. Ausgewogene und zahnschonende
Ernährung

Nicht nur den Zähnen kommt eine ausgewogene, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung zugute, sondern dem ganzen Körper. Was viele Menschen im Hinblick auf Zucker nicht wissen: Die Dosis macht das Gift. Wer einmal am Tag Süßes isst und anschließend Zahnpflege betreibt, geht kaum ein Risiko ein eine Karies zu entwickeln. Wenn der Zucker jedoch über den ganzen Tag konsumiert wird, z.B. in Form gesüßter Getränke, erhöht sich die Gefahr der Karies enorm. Ebenso verhält es sich mit Säuren die in Salatdressings, bestimmten Obstsorten und Säften enthalten sind. Das zahnfreundlichste Getränk ist Wasser, aber auch ungezuckerter Tee eignet sich bestens als Durstlöscher.
Nüsse, ungesüßter Naturjoghurt und Rohkost sind hervorragende, zahnfreundliche Snacks.

4. Vitamine zu sich nehmen

Es ist erwiesen, dass ein Mangel an Vitamin C eine Zahnbettentzündung begünstigen kann. Vitamin-C ist in Nahrungsmitteln wie Kiwi, Johannisbeeren, Paprika, Fenchel, Brokkoli oder Rosenkohl enthalten.
Auch die Vitamine A, D und E unterstützen das Immunsystem. Ein Vitamin-A-Mangel trocknet die Mundschleimhäute aus, was wiederum das Bakterienwachstum fördert. In Petersilie, Sanddorn, Milchprodukten, Aprikosen und Karotten ist viel Vitamin A enthalten. Das Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Kalziumstoffwechsel, der besonders für die Zähne wichtig ist. Vitamin E fördert die Zellerneuerungen und ist in Lebensmitteln wie Spinat, Hülsenfrüchten, Hafer oder Nüssen enthalten.

5. Rauchen vermeiden

Zahlreiche Inhaltsstoffe in Zigaretten wirken sich negativ auf das Gewebe und die Durchblutung aus. Der niedrigere Sauerstoffgehalt im Parodontalgewebe ermöglicht den Bakterien rascheres Wachstum. Außerdem fehlen bei Rauchern aufgrund der mangelhaften Durchblutung oft die typischen Symptome wie Zahnfleischentzündung, Zahnfleischbluten oder Zahnschmerzen. Dadurch kann die Erkrankung fortschreiten und wird erst erkannt, wenn es bereits zu schweren Schädigungen gekommen ist.

Fazit

Die Zahnbettentzündung ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die in jedem Fall eine rasche Behandlung erfordert. Doch es muss gar nicht erst soweit kommen: Wer auf eine gute Zahnpflege achtet, sich gesund und vitaminreich ernährt und bestenfalls das Rauchen einstellt, hat vorbeugend schon viel gewonnen. Regelmässige, halbjährliche Kontrollen bei uns und die Durchführung der professionellen Zahnreinigung nach Bedarf runden die Vorsorge ab.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Parodontitis? Gerne beantworten wir in der Praxis Dr. Biedermann Ihre Fragen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei uns.

Icon

Haben Sie Fragen?

Vereinbaren Sie doch einen Termin. Unser geschultes Personal berät Sie umfassend und persönlich.