Covid-19

Parodontitis Mann Zahnschmerzen

News

5. Oktober 2020
Parodontitis frühzeitig erkennen – 5 Warnsignale

Im Volksmund auch Parodontose genannt, handelt es sich bei einer Parodontitis um die Entzündung des Zahnhalteapparates. Dieser Prozess kann so weit fortschreiten, dass er unbehandelt zu Zahnverlust führt. Außerdem besteht die Gefahr, dass andere Körperregionen wie Herz, Gelenke und Gehirn in Mitleidenschaft gezogen werden. Bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus werden ebenfalls mit ihr in Verbindung gebracht.
Da sich die Krankheit im nicht sichtbaren Bereich des Mundes unterhalb des Zahnfleisches abspielt, ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung in unserer Zahnarztpraxis sehr wichtig!

Die fünf häufigsten Warnsignale

1. Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten stellt sich meistens aufgrund einer Entzündung des Zahnfleisches ein. Schädliche Bakterien haben sich angesiedelt und greifen das Gewebe an. Schreitet dieser Prozess fort, bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien ungehemmt vermehren und weiteren Schaden anrichten können. Diese Zahnfleischentzündung geht auf Zahnwurzel und Zahnhalteapparat über, bis hin zum Kieferknochen. Es treten vermehrt Zahnschmerzen auf. Am Ende wird der Zahn locker und fällt aus.

2. Empfindliche Zähne

Da sich das angegriffene Zahnfleisch immer weiter zurückbildet, werden die empfindlichen Zahnhälse freigelegt. Sie reagieren vermehrt auf Temperaturunterschiede, der Patient bekommt Zahnschmerzen.

3. Unangenehmer Mundgeruch

Mundgeruch kann ein Hinweis auf eine gestörte Mundflora sein, das bedeutet, die Besiedelung von guten und schlechten Bakterien im Mundraum ist ins Ungleichgewicht geraten. Bei einer Parodontitis vermehren sich die Bakterien unterhalb des Zahnfleisches, so dass Sie auch mit guter Mundhygiene keine vollständige Beseitigung erreichen. Nur der Zahnarzt kann in so einem Fall wirksam die Zahnfleischtaschen reinigen und den unangenehmen Mundgeruch beseitigen.

4. Zurückgehendes Zahnfleisch

Bakterien nisten sich unterhalb des Zahnfleisches ein, dadurch kommt es zu einer Entzündungsreaktion. Die Schleimhaut wird immer weiter angegriffen, verändert die Farbe von blassrosa zu dunkelrot oder lila und bildet sich im Lauf der Zeit zurück.

5. Lockere Zähne

Aufgrund der zunehmenden Zerstörung des Zahnhalteapparats und des Knochens durch die bakterielle Entzündung verlieren die Zähne ihren Halt. Anfangs wackeln sie nur minimal, im Endstadium der Erkrankung fallen sie aus.

Wichtig:

  • Eine beginnende bis mittelschwere Parodontitis ist allein durch das „Ansehen“ des Zahnfleischs für einen Laien kaum erkennbar. Richtig erkennen kann sie in diesen Stadien nur ein Fachmann, in diesem Fall Ihr Zahnarzt mit Hilfe einer speziellen Sonde, die im Rahmen der Prophylaxe zum Einsatz kommt.
  • Nach einer gründlichen Untersuchung erstellt er einen Papillen-Blutungs-Index (PBI). Mit ihm wird der Schweregrad der Erkrankung ermittelt und in der Patientenakte dokumentiert.

Fazit:

Parodontitis ist eine weitverbreitete Krankheit, die unbehandelt zum Zahnverlust führen kann. Damit es allerdings gar nicht so weit kommt, können Sie einiges zur Vorbeugung tun. Am Anfang bemerkt man nur milde Beschwerden, welche hin und wieder auftreten, was diese Erkrankung so tückisch macht. Ebenso wichtig wie eine gute Mundhygiene, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt. Wir überprüfen bei jeder Kontrolle Ihr gesamtes Zahnfleisch auf Parodontitis. Nur ein Zahnarzt kann eine gesicherte Diagnose erstellen und helfen die Krankheit zu besiegen beziehungsweise den Verlauf zu stoppen. Bemerken Sie eines der fünf häufigsten Warnsignale, vereinbaren Sie bitte umgehend einen Termin in unserer Zahnarztpraxis!

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zu Parodontitis oder allgemein zum Thema Zahnerkrankung? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Icon

Haben Sie Fragen?

Vereinbaren Sie doch einen Termin. Unser geschultes Personal berät Sie umfassend und persönlich.