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Frau Behandlung Wurzelbehandlung

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4. September 2020
Moderne Wurzelbehandlung für langfristigen Zahnerhalt.

Wurzelentzündung – was nun?

Jeder Zahn ist mit einer oder mehreren Wurzeln im Kieferknochen verankert. Durch die Wurzeln verlaufen feine, verzweigte Kanäle in denen die Pulpa (Blutgefäße und Nervengewebe) enthalten ist. Die Pulpa wird auch Zahnnerv oder Zahnmark genannt. Kommt es im Zahninneren zu Entzündungen, so gibt es zwei Behandlungsmöglichkeiten:
Entweder der Zahn wird entfernt oder mittels einer Wurzelbehandlung gerettet.

Dieses zahnmedizinische Fachgebiet wird „Endodontie“ genannt. Der Zahnarzt öffnet den Zahn und entfernt das entzündete oder abgestorbene Gewebe aus den Wurzelkanälen, glättet die Kanäle und dichtet diese mit einem Wurzelfüllmaterial ab. Ohne diese Maßnahme breitet sich die Entzündung um die Wurzelspitze herum aus und zerstört den Knochen um den Zahn im schlimmsten Falle so lange, bis der Zahn durch die Entzündung den Knochenhalt verliert, wackelt und ausfällt.

Nach erfolgreicher Wurzelkanalbehandlung kann der Zahn für Jahre oder gar Jahrzehnte erhalten bleiben!

Wann ist eine Wurzelbehandlung notwendig?

Wenn Sie Schmerzen beim Aufbeißen verspüren, auf Heißes oder Kaltes empfindlich reagieren oder pulsierende, klopfende Schmerzen haben, liegt vermutlich eine Entzündung im Wurzelbereich vor. Auch eine „dicke Backe“ kann ein erster Hinweis sein. Häufig wird eine solche Infektion durch Karies ausgelöst, welche bereits die harte Zahnsubstanz durchdrungen und im Weichgewebe angekommen ist. Nun heißt es: schnellstmöglich unsere Zahnarztpraxis aufsuchen! Je früher die Erkrankung bekämpft wird, umso besser sind die Heilungschancen.

Welche Ursachen gibt es für Wurzelentzündungen?

Die häufigste Ursache ist fortgeschrittene Karies. Besonders unter nicht (mehr) abschließenden Kronen oder Füllungen kann sich Karies unbemerkt ausbreiten. Darum sind regelmäßige Kontrollbesuche in unserer Zahnarztpraxis so wichtig! Mittels Röntgentechnik können Kariesherde frühzeitig entdeckt und behandelt werden.
Ebenso können Bakterien durch Risse im Zahn (Unfall oder starkes Knirschen) in die Zahnwurzel gelangen. Auch nach dem Beschleifen eines durch Karies vorgeschädigten Zahnes oder bei einer Fraktur / Abbrechen eines Zahnes kann der Zahnnerv geschädigt werden oder absterben.

Ist eine Wurzelbehandlung nur bei Beschwerden notwendig?

Nein! bei chronisch verlaufenden Infektionen verspüren die Patienten oftmals keinerlei Beschwerden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind die beste Vorsorge!

Wie ist der Ablauf einer Wurzelkanalbehandlung?

  1. Röntgen
    Mithilfe einer Röntgenaufnahme kann der Zahnarzt sowohl das Ausmaß der Entzündung, als auch die Strukturen der Wurzelkanäle erkennen.

  2. Eröffnen des Wurzelkanals
    Nach einer lokalen Betäubung werden die Wurzelkanäle mit einem Bohrer eröffnet.

  3. Entfernen des kranken oder abgestorbenen Gewebes
    Das Entfernen des Gewebes geschieht mit feinsten Feilen, die aussehen wie flexible Nadeln. Mit ihnen feilt unser zahnärztliches Team die Wurzelkanäle sauber aus und entfernt sämtliches krankhaftes Gewebe. Die Kanäle werden gründlich mit desinfizierender Lösung ausgespült. Anschließend wird ein Medikament eingelegt. Nun werden die Kanäle bis zum nächsten Termin provisorisch verschlossen.

  4. Spülen und Feilen
    Während der nächsten Sitzung wird das Füllmaterial wieder entfernt und die Wurzelkanäle erneut durchgespült. Mit zunehmend größeren Feilen schafft der Zahnarzt immer mehr Platz für das Material der Wurzelfüllung.

  5. Verschließen der Kanäle
    Bevor die Wurzelkanäle gefüllt werden, wird nochmals eine Röntgenaufnahme angefertigt, um die exakte Länge der Kanäle zu bestimmen. Das Füllen an sich ist völlig schmerzfrei, da der Zahn ja seit Schritt drei frei von krankem Gewebe ist. Abschließend wird wieder eine Röntgenaufnahme zur Kontrolle gemacht.

  6. Verschließen des Zahnes
    Nicht nur die Wurzelkanäle, sondern auch der Zahn muss geschlossen werden. Dies geschieht zunächst mit einer Füllung aus Kunststoff. Wenn sich im Laufe der Zeit zeigt, dass die Behandlung erfolgreich war, erfolgt die endgültige Versorgung des Zahnes mit einer Krone. Sie schützt den restlichen Zahn, der durch das Aufbohren und Ausfeilen an Stabilität verloren hat.

Ein Implantat als Alternative zur Wurzelbehandlung?

Ein Implantat wird immer dann gesetzt, wenn der Zahn nicht mehr durch eine Wurzelbehandlung erhalten werden kann. Sollte der Zahn also so weit zerstört sein, dass er auch durch eine Wurzelbehandlung und anschließenden Zahnersatz (z.B. eine Krone) nicht mehr wiederhergestellt werden kann, dann ist ein Implantat notwendig. Eine gute Wurzelbehandlung ist dem Implantat immer vorzuziehen, da die eigenen Wurzeln für den Kieferknochen wesentlich günstiger verankert sind als ein Implantat und sich der Knochen durch die Belastung nicht abbaut. Erst wenn dies nicht mehr möglich ist, weil beispielsweise zu wenig Zahnsubstanz vorhanden ist, wird über Zahnersatz diskutiert.

Fazit:

Die Wurzelkanalbehandlung ist eine hervorragende Möglichkeit der modernen Zahnmedizin einen durch Bakterien beherdeten Zahn wiederherzustellen und über Jahre oder Jahrzehnte zu erhalten.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Wurzelbehandlung? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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