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Kleinkind Zähneputzen Waschbecken Milchzähne

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26. Oktober 2020
Milchzähne – die optimale Zahnpflege von Anfang an!

Der Mensch entwickelt zunächst ein Milchgebiss, das beim Heranwachsen durch das bleibende Gebiss ersetzt wird. Die Milchzähne verdanken ihren Namen ihrer weiß-bläulichen Farbe, die an Milch erinnert. Der Schmelz der ersten Zähne ist weicher als der der bleibenden Zähne, darum sind sie anfälliger für Karies als die bleibenden Zähne.

Wann kommen Milchzähne und welche Funktionen nehmen sie ein?

Die ersten Zähne brechen meistens um den 6. Lebensmonat herum durch. Bis zum 30. Lebensmonat sind bei der Mehrzahl der Kinder alle 20 Zähne vorhanden. Die ersten Zähne füllen den kleinen Kiefer zunächst noch vollständig aus. Sie sind wichtige Platzhalter für die nachwachsenden Zähne. Zeigen Sie dem Zahnarzt bereits die ersten Zähnchen, um sicherzugehen, dass sie gesund sind und sich alles richtig entwickelt.

Tipps für eine positive Einstellung zur eigenen Mundhygiene

1. Gewöhnen Sie Ihre Kinder an die Zahnbürste

Je früher die Kinder an den Gebrauch einer Zahnbürste herangeführt werden, desto schneller wird das Zähneputzen als Selbstverständlichkeit erlebt. Selbst wenn ihr Baby noch keine Milchzähne hat, können Sie mit dem spielerischen Zähneputzen beginnen. Ihr Kind liebt es an Dingen zu saugen oder sie in den Mund zu nehmen. Es gibt Übungsbürsten für Säuglinge, die keine Borsten sondern nur einen weichen Bürstenkopf haben, mit dem Sie spielerisch anfangen können das Kind an das Aussehen und das Gefühl einer Zahnbürste zu gewöhnen. Mit zunehmendem Alter können Sie beginnen, das Zahnfleisch der Kinder mit der Bürste zu massieren oder schon vor dem ersten Zahndurchbruch dann auf eine Kinderzahnbürste umzusteigen. Spätestens mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne sollten Sie beginnen diese zu putzen.

2. Gewöhnen Sie Ihre Kinder an den Zahnarzt

Genau wie das Zähneputzen zur Selbstverständlichkeit werden sollte, sollte es auch ganz normal sein zum Zahnarzt zu gehen. Ihr Kind sollte, sobald Zähne durchgebrochen sind, auch halbjährlich in die Prophylaxe mit eingebunden werden. Bei den ersten Terminen geht es nur ums Kennenlernen. Nehmen Sie ihr Baby auf Ihren Schoß und wir spielen ein wenig mit dem Mundspiegel, lachen, zeigen wie man einen Handschuh aufpustet und erhaschen vielleicht sogar einen Blick auf die Zähne. Sie werden sehen, von Termin zu Termin wird es zu einer Tradition, dass die Kinder den Mund aufmachen, gerne Zähneputzen und und dass der Zahnarztbesuch als angenehm abgespeichert wird. Mit der Prophylaxe ist es genauso. Bei einem späteren Termin wird erstmalig ein Bürstchen benutzt um einzelne Verfärbungen zu entfernen oder um das Instrument kennenzulernen. So steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Sinne der (Mund-) Gesundheit Ihrer Kinder nichts im Wege!

Tipps für die optimale Pflege der Milchzähne

Sind die Milchzähne da, sollte man mit dem Putzen beginnen. Dabei sollten Sie auf einige Punkte achten, um perfekte Erfolge zu erzielen:

1. Die richtige Wahl der Kinderzahnpasta

Die Kinderzahnpasta sollte in jedem Fall Fluorid enthalten, das die Zähne remineralisiert und somit vor Karies schützt. Wichtig ist, den empfohlenen Fluoridgehalt dem jeweiligen Alter des Kindes anzupassen. Fluorid ist in angemessener Dosis völlig unschädlich und schützt nachweislich vor Karies.

2. Die Auswahl der Kinderzahnbürste

Die Kinderzahnbürste sollte immer dem Alter des Kindes und der Größe seines Kiefers angepasst sein. Es gibt spezielle Babyzahnbürsten und Kinderzahnbürsten. Sie sind auf die Platzverhältnisse im Mund abgestimmt und „wachsen“ mit dem Kind mit. Fröhliche Motive animieren die Kinder zur regelmäßigen Zahnreinigung. Wenn die Borsten erste Abnützungserscheinungen zeigen oder spätestens alle paar Wochen, sollte die Zahnbürste erneuert werden.

3. Die richtige Zahnputztechnik

Kinder brauchen bis etwa zum 9.Lebensjahr die Hilfe ihrer Eltern beim Zähneputzen. Vorher sind sie noch nicht in der Lage, alle wichtigen Stellen im Mund selbständig zu putzen, ein Nachputzen ist immer erforderlich. Im Baby- und Kleinkindalter übernehmen die Eltern die Zahnpflege komplett, indem sie die kleinen Zähnchen 1-2 Mal täglich mit einem erbsengroßen Stück Zahnpasta und einer geeigneten Zahnbürste reinigen. Wenn das Kind motorisch in der Lage ist die Zähne selbständig zu putzen, sollte es dies am besten nach der Fones-Technik tun, sie ist für Kinder am leichtesten erlernbar und am effizientesten. Dabei werden Ober- und Unterkiefer zusammengebissen und von hinten nach vorne mit kreisenden Bewegungen zunächst die Außenseiten der Zähne geputzt, anschließend die Innenseiten und zum Abschluss die Kauflächen. Bitte die Kinder nicht zu früh alleine putzen lassen. Hier müssen Sie am Ball bleiben und gegebenenfalls „Stichproben“ durchführen.

4. Die richtige Ernährung

Die Ernährung spielt eine sehr wichtige Rolle im Hinblick auf die Entwicklung des kindlichen Gebisses und seiner Gesunderhaltung. Zucker sollten Sie möglichst vermeiden, auch in Getränken. Am zahnfreundlichsten sind Wasser und ungesüßter Tee. Es spricht nichts dagegen, dem Kind ab und zu etwas Süßes zu geben, jedoch bedenken Sie dass es immer etwas dauert, bis sich nach jeder Gabe von Zucker oder Kohlenhydraten der Mundraum durch den Speichel wieder im Gleichgewicht befindet. Daher sollten im besten Falle danach die Zähne geputzt werden. Rohes Obst und Gemüse ist einerseits gut wegen der Vitaminzufuhr, andererseits werden die Zähne auf natürliche Weise gereinigt, wenn sie harte Nahrung zerkleinern und die Kaumuskulatur wird gestärkt.

5. Zahnputzritual einführen

Kinder lieben Rituale – führen Sie eines zum Zähneputzen ein! Putzen Sie beispielsweise gemeinsam mit ihrem Kind die Zähne (Vorbildfunktion!), zwischendrin darf das Kind Ihnen die Zähne putzen und zum Schluss putzen Sie alle Zähne des Kindes nach. Währenddessen darf es sich im Spiegel beobachten. Ihnen fällt sicherlich ein eigenes passendes Ritual ein.

Fazit:

Leben Sie eine positive Einstellung zum Zähneputzen und gewöhnen Sie ihr Kind frühestmöglich an eine Zahnbürste. Ab dem 1. Zahn sollte die Zahnreinigung täglich  erfolgen. Milchzähne sind wichtige Platzhalter für die bleibenden Zähne und brauchen besonders gründliche Pflege und Schutz. Besuchen Sie mit Ihrem Kind mindestens zweimal jährlich Unsere Zahnarztpraxis. Gemeinsam mit Ihrem Kind leben wir die Prophylaxe, so dass es zur Gewohnheit wird, dass beim Zahnarzt immer nur „nachgesehen oder saubergemacht“ wird. So wird der Zahnarztbesuch bei Kindern positiv „abgespeichert“ und sie freuen sich immer wieder aufs nächste Mal.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Zahnpflege bei Babys und Kleinkindern? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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