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Zwei Zähne Karies

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18. September 2020
Karies – die häufigste Zahnerkrankung

Karies ist die häufigste Zahnerkrankung. Das Wort kommt aus dem Lateinischen von „Caries“ und bedeutet „Fäulnis“ oder „Morschheit“. Mikroorganismen aus dem Zahnbelag greifen den Zahnschmelz an. Das zerstört die harte Zahnsubstanz zunehmend – bis zum Zahnnerv. Soweit muss es nicht kommen. Sorgfältige Mundhygiene, ausgewogene Ernährung und der regelmäßige Besuch in unserer Zahnarztpraxis sind die besten Garanten für gesunde Zähne!

Wie entsteht Karies?

Im Zahnbelag leben verschiedenste Mikroorganismen. Einige davon ernähren sich von Zucker und scheiden Säuren aus. Sie entziehen dem Zahnschmelz Mineralien, machen ihn weich und anfällig.

Das Kariesrisiko steigt, wenn diese Faktoren zusammenwirken:

  • Vorhandensein von Plaque (Zahnbelag) – dieser enthält die kariogenen (kariesauslösenden) Bakterien
  • häufige Zufuhr von Kohlenhydraten (besonders in Zucker enthalten)
  • schlechte Mundhygiene

Ebenfalls einen Einfluss auf das Kariesrisiko haben:

  • die Zusammensetzung des Speichels
  • die genetische Veranlagung („Kariesneigung“)
  • Zahnstellung
  • Schlechte Ernährung
  • Voranschreitende Zeit und Abnutzung
  • Bruxismus (Pressen oder Zähneknirschen)

Welche Symptome können auf Zahnfäule hinweisen?

Kreideweiße oder bräunliche Flecken sind immer ein Warnzeichen. In engen Zahnzwischenräumen sind dunkle Schatten verdächtig. Ist der Fäulnisprozess bereits fortgeschritten, erkennt man mit bloßem Auge die sogenannten „Löcher“ im Zahn. Die Schmerzempfindlichkeit steigt mit der Zeit, der geschädigte Zahn reagiert auf Süßes, Kaltes und Heißes. Auch pochende Schmerzen beim Kauen sind möglich, wenn die Karies schon sehr groß ist. Spätestens wenn die Zahnerkrankung den Nerv erreicht hat, kommt es zu massiven Schmerzen, die eine sofortige zahnärztliche Behandlung erfordern.

Vereinzelt hört man noch: „Wenn ich keine Schmerzen habe ist alles in Ordnung“ – dies ist aber ein Trugschluss, denn wenn es anfängt zu schmerzen ist die Karies meist schon durch den schützenden Schmelz durchgedrungen und hat das Zahnbein erreicht. Daher ist die regelmäßige Kontrolle – zumeist halbjährlich – die beste Prophylaxe vor Karies. So kann sie bereits im kleinen Stadium entfernt werden, noch bevor Schmerzen entstehen.

Kariesprophylaxe

1. Die wichtigste Maßnahme ist die regelmäßige Zahnpflege

Drei Mal am Tag für drei Minuten lautet die Faustregel. Die richtige Putztechnik spielt dabei eine große Rolle. Ein- bis zweimal jährlich ist eine professionelle Zahnreinigung sehr zu empfehlen. Fluoridhaltige Zahnpasta remineralisiert und schützt Ihre Zähne. Bei Fluoridmangel kann es notwendig sein, zusätzlich ein hochdosiertes Fluoridgel zu verwenden.

2. Gesunde Ernährung

Zucker ist die Hauptnahrung der kariesauslösenden Bakterien. Entziehen wir ihnen die Lebensgrundlage, stoppen wir die Krankheitsprozesse. Das heißt jedoch nicht, dass auf Zucker generell verzichtet werden muss. Vielmehr kommt es darauf an wieviel und wann er konsumiert wird. Wer einmal am Tag Schokolade isst und sich anschließend die Zähne putzt, hat ein geringeres Kariesrisiko als jemand, der über den ganzen Tag verteilt gesüßte Getränke trinkt oder Süßigkeiten nascht. Dadurch erhalten die Bakterien permanent Nahrung und breiten sich ungehindert aus. Das zahnfreundlichste Getränk ist stilles Wasser.

3. Regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt

Löcher entstehen nicht von heute auf morgen. Bevor ein Loch im Zahn sichtbar wird, vergehen im Regelfall (moderate Kariesneigung bei guter Mundhygiene) viele Monate. Wer sein Gebiss regelmäßig untersuchen lässt, kann sicher sein, dass ihm keine schmerzhafte Überraschung in Form von durchlöcherten Zähnen blüht. Der Zahnarzt erkennt Karies im Anfangsstadium und leitet entsprechende Maßnahmen ein.

Behandlung von Karies

Sie richtet sich nach dem Ausmaß der Schädigung. Anfangs lässt sich der kariöse Prozess mittels Fluoridierung zumindest aufhalten, manchmal gelingt eine Remineralisierung. Ist die harte Zahnsubstanz bereits stärker beschädigt, muss der kariöse Herd vollständig entfernt werden. Der entstandene Hohlraum wird mit einer Füllung verschlossen. Falls das Loch bereits zu groß ist, wird der Zahn überkront. Ist die Pulpa, der „Nerv“, entzündet, ist in den meisten Fällen eine Wurzelbehandlung nötig.

Fazit:

Jeder kann eine Menge für seine Zahngesundheit tun. Achten Sie auf eine ausgewogene, zuckerarme Ernährung und auf eine sorgfältige Mundhygiene. Vereinbaren Sie zweimal jährlich einen Kontrolltermin in unserer Zahnarztpraxis. Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Übrigens:
Wer täglich einmal mit Zahnseide alle Zahnzwischenräume VOR dem Zähneputzen reinigt und zusätzlich nach dem Zähneputzen eine geeignete Mundspüllösung verwendet, verringert die Kariesentstehung signifikant!

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zu Karies oder allgemein zum Thema Zahnerkrankungen? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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