Covid-19

Mann Zähne putzen Zahnreinigung, Zahnpflege

News

28. August 2020
Effektive Zahnpflege: Einfaches Zähneputzen reicht nicht.

Zahnpflege ist mehr als Zähneputzen!

Wir alle haben schon in der Schule gelernt, wie wichtig es ist, sich die Zähne zu putzen. Auch wenn sich die Empfehlungen zur Putztechnik verändert haben, ist der Kampf gegen Karies mit der Zahnbürste sehr wichtig. Leider vergessen viele Menschen jedoch, dass eine gute Zahnpflege und generelle Mundhygiene mehr umfasst als nur das eigentliche Bürsten – und sind dann überrascht, wenn der Zahnarzt schlechte Nachrichten hat. Besonders häufig ist dabei vorzeitiger Zahnausfall, weil das Zahnfleisch durch Entzündungen (Parodontitis) geschwächt wird, zurückweicht und letztlich den Zahn nicht mehr richtig halten kann.

Auch die Zwischenzahnkaries oder Approximalraumkaries ist eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust. Hier beginnt die Karies unbemerkt unter dem Approximalpunkt und unterminiert den Zahnschmelz. Erst wenn die Karies eine sehr große Größe erreicht hat, bricht die Zahnoberfläche ein. Dann ist die Karies allerdings meist schon sehr vorangeschritten. Es gibt zum Glück Abhilfe. Gute Zahnreinigung zu Hause und die Prophylaxe sowie halbjährliche Inspektion bei uns hilft Ihnen der Karies vorzubeugen und sie, sollte sie entstanden sein, so früh wie möglich zu beseitigen.

Zahnprobleme haben selten nur eine Ursache

Zähne leisten jeden Tag Schwerstarbeit und sollen idealerweise ein Leben lang halten. Sollte das nicht der Fall sein, kann es an verschiedenen Faktoren liegen. Zucker und säurehaltige Ernährung schwächt beispielsweise den Zahnschmelz und macht die Zähne anfälliger für Karies. Die typischen Karieslöcher entstehen aber durch Bakterien bzw. deren Stoffwechselprodukte. Sie ernähren sich vor allem vom Zucker. Doch das wäre gar kein so großes Problem, wenn die Zahnpflege stimmen würde. Denn das Zähneputzen entfernt Ablagerungen (und eben auch Kariesbakterien) von den Zähnen.

Welche Putztechnik wird empfohlen?

Es ist kein Geheimnis, dass beim Zähneputzen oft die Motivation fehlt. Die Gedanken sind meist woanders und früher aufgehört als vorgegeben wird auch. Auf Dauer entwickeln Sie dabei eine eigene Zahnputztechnik und vergessen, wichtige Stellen zu reinigen. Demnach empfiehlt es sich, beim Zähneputzen systematisch vorzugehen, um alle Zahnflächen zu erfassen und keinen Bereich beim Putzen zu vergessen. Mittlerweile gibt es mehrere Methoden. Welche davon für Sie am besten geeignet ist hängt von vielen Faktoren ab. Wir raten, die Zähne nach der Fones-Technik zu putzen. Diese Technik ist einfach zu lernen und deshalb auch für Kinder geeignet.

Wir empfehlen Erwachsenen eine fluoridhaltige Zahncreme zu verwenden, da der Wirkstoff Fluor die Remineralisierung der Zähne unterstützt. Für Kinder ist eine Kinderzahnpasta mit angepasstem Fluoridgehalt empfehlenswert. Ein zu heftiges (und auch zu häufiges!) Putzen kann außerdem zur Erosion von Zähnen führen. Besser ist es, eine mittlere oder weiche Zahnbürste zu nutzen und nicht zu viel Druck auszuüben.

Wichtig: Ein Abstand von mindestens 30 Minuten zwischen Essen und Zähneputzen sollte nicht unterschritten werden. Bestimmte Lebensmittel (z. B. Fruchstäfte) schwächen nämlich den Zahnschmelz vorübergehend durch die Einwirkung von Säuren.

Welche Zahnbürste soll es sein?

Mittlerweile empfehlen Zahnärzte – neben den klassischen Handzahnbürsten – elektrische, oszillierende Rundkopfzahnbürsten oder Schallzahnbürsten. Je nach Putztechnik, Fähigkeit oder Alter des Patienten. Die Effektivität dieser Zahnbürsten ist insbesondere an schwer zugänglichen Stellen im Mundraum besser als jede manuelle Variante. Außerdem verfügen manche Modelle über eingebaute Zeitschaltuhren um die richtige Zahnputzdauer (2-3 Minuten, mindestens 2x täglich) einzuhalten. Ebenfalls nützlich ist eine Funktion, die auf zu viel Druck beim Putzen aufmerksam macht.

Neben der Reinigung mit der Zahnbürste sollten Sie zudem vor dem Putzen regelmäßig Zahnseide und/oder Interdentalbürsten einsetzen. Zahnstocher sind hingegen nicht zu empfehlen, da sie häufig das Zahnfleisch verletzen. Diese Gefahr besteht allerdings auch bei Interdentalbürsten und Zahnseide, wenn sie zu dicht oder mit Gewalt am Zahnfleisch entlanggeführt werden. Mit etwas Übung ist das aber kein Problem. Das abschließende, sorgfältige Ausspülen mit geeignetem Mundwasser trägt ebenfalls erheblich zur Mundgesundheit bei.

Die professionelle Zahnreinigung oder die unterstützende Parodontitistherapie minimiert komplementär die Bakterienanzahl, reinigt die Zahnfleischtaschen, Glattflächen, Wangeninnenseiten und ggf. die Zunge und leistet so einen aktiven Beitrag zu Ihrer Mundgesundheit.

Fazit: Zähneputzen allein reicht nicht

Regelmäßige und sorgfältige Zahnpflege mit der richtigen Zahnputztechnik ist unverzichtbar. Selbst die besten Zahnbürsten kommen nicht in alle Ecken und Winkel des Gebisses. Insbesondere die Zahnzwischenräume sind problematisch, weil sich dort Essensreste ansammeln können. Zahnseide und Interdentalbürsten lösen dieses Problem. Zweimal im Jahr sollte die Mundhygiene durch eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt komplettiert werden. Wer diese Regeln zur Zahngesundheit beachtet, kann Zahnfleischprobleme und vorzeitigen Zahnverlust effektiv und bis ins hohe Alter vermeiden.

Wir sind für Sie da

Haben Sie Fragen zum Thema Zahnpflege? Gerne beantworten wir diese in der Praxis Dr. Biedermann. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Icon

Haben Sie Fragen?

Vereinbaren Sie doch einen Termin. Unser geschultes Personal berät Sie umfassend und persönlich.